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Region

Opfer nach Unfall auf A3 identifiziert

Die Identität der drei Toten des schweren Unfalls auf der A3 ist geklärt. Ums Leben kamen eine 55-jährige Frau sowie zwei Männer im Alter von 64 und 42 Jahren.

Aus Gründen des Opferschutzes machte die Staatsanwaltschaft Aargau am Donnerstag keine weiteren Angaben zu den Opfern. Gemäss «Blick» handelt es sich bei den Verstorbenen um Aleviten. Das alevitische Kulturzentrum Regio Basel trauert auf Facebook um die Opfer des Unfalls. «Wir teilen den Schmerz und wünschen ihnen Geduld», heisst es in dem Post. Wie der Sprecher der Gemeinschaft gegenüber «Blick» sagt, habe man am Mittwochabend von dem Unfall erfahren. Es sei ein grosser Schock gewesen.

(Bild: Facebook/Alevitisches Kulturzentrum Regio Basel) 

Der Verein sei den Verstorbenen sehr wichtig gewesen. Jetzt kümmere man sich um die seelische Betreuung der Angehörigen. Ausserdem werde derzeit geprüft, ob die Verstorbenen in die Türkei überführt werden können.

Verfahren gegen Unfallverursacher eröffnet

Gegen den unverletzt gebliebenen Unfallverursacher, einen 45-jährigen Montenegriner mit Wohnsitz im Aargau, eröffnete die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach ein Verfahren wegen mehrfacher vorsätzlicher oder fahrlässiger Tötung.

Welcher Tatbestand erfüllt sei, werde sich erst bei Abschluss der Untersuchung zeigen, teilte die Medienstelle der Staatsanwaltschaft Aargau auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Unfallfahrer nicht vernehmungsfähig

Die Staatsanwaltschaft konnte den Unfallverursacher bislang noch nicht befragen. Dies werde man tun, so bald er vernehmungsfähig sei, hiess es. Der Mann war kurz nach dem Unfall von der Polizei festgenommen worden. Nach einer vorsorglichen Untersuchung im Spital wurde er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Der schwere Unfall hatte sich am Mittwoch um 9:10 Uhr auf der A3-Fahrbahn in Richtung Zürich vor dem Bözbergtunnel ereignet. Wegen einer Tagesbaustelle wurde der Überholstreifen durch ein Fahrzeug des Unterhaltsdienstes gesperrt. Wegen der Verengung auf einen Fahrstreifen bildete sich eine stockende Kolonne.

Der mit grosser Geschwindigkeit nahende Sportwagenfahrer bemerkte im letzten Moment, dass der Verkehr auf eine Spur geleitet wurde. Er schwenkte nach rechts auf die Normalspur, streifte einen Sattelschlepper und prallte ins Heck des mit drei Personen besetzten Personenwagens.

Dieser wurde gegen einen Lastwagen gedrückt und zwischen den beiden Fahrzeugen zerquetscht. Auf der Unfallstelle war nicht eindeutig erkennbar, wie viele Opfer sich im zusammengedrückten Auto befanden. Das Wrack des Personenwagens wurde auf das Areal des A3-Werkhofes Frick abtransportiert, wo die Leichen geborgen wurden.

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