Ein neu gegründetes Konsortium will Wurmparasiten durch Medikamente eliminieren. (Symbolbild: Keystone)

Basel

Forscher kämpfen gegen Wurmparasiten

Fast eine Milliarde Menschen weltweit leiden an Infektionen mit parasitären Würmern. Viele dieser Krankheiten gehören zu den vernachlässigten Tropenkrankheiten.
Forschungsinstitute, Universitäten, gemeinnützige Organisationen und Pharmaunternehmen haben sich zu einem neuen Konsortium gegen parasitäre Wurminfektionen zusammengeschlossen. Unter dem Namen «Help» (für Helminth Elimination Platform) wollen die Beteiligten neue Medikamente gegen diese Erkrankungen entwickeln. Koordiniert wird das Konsortium vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH).

«Diese parasitären Wurminfektionen betreffen Millionen von Menschen, aber die Forschung und Entwicklung hinkt anderen vernachlässigten Tropenkrankheiten weit hinterher», liess sich Jennifer Keiser vom Swiss TPH in einer Mitteilung desselben vom Donnerstag zitieren.

Die Leiterin der Helminth Drug Development Unit am Swiss TPH koordiniert das Konsortium. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit soll die leere Medikamentenpipeline gefüllt und Therapien für die klinische Anwendung weiterentwickelt werden.

Bis 2024

Das Konsortium, zu dem neben europäischen auch afrikanische Forschungseinrichtungen zählen, fokussiert auf eine Gruppe von Würmern (Nematoden), zu denen beispielsweise Filarien zählen. Vertreter dieser Parasitengruppe lösen beim Menschen beispielsweise Flussblindheit, Loiose oder lymphatische Filariose aus. Aber auch sogenannte Darmhelminthen, zu denen Haken- und Peitschenwurm zählen, stehen im Fokus.

Finanziert wird das Projekt im Rahmen des EU-Forschungs- und Innovationsprogramms «Horizon 2020», schrieb das Swiss TPH. Die Laufzeit ist bis 2024 vorgesehen.

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