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Der Telebasel News Beitrag vom 28. November 2019.
Basel

Ausländer haben es im Baselbiet schwerer als in Basel

Höhere Kosten und höhere Anforderungen. Das Baselbiet ist zu seinen Ausländern strenger als die Basler, wenn es um die Einbürgerung geht.

Wer in Basel wohnt, liegt klar im Vorteil, wenn er sich einbürgern lassen möchte. Die Baselbieter Ausländer zahlen über 3’000 Franken, wenn sie die Schweizer Staatsbürgerschaft erlangen möchten. Das sind rund 1’000 Franken mehr als in der Gemeinde Basel. Auch beim Wohnsitz sind die Baselbieter strenger. In den meisten Gemeinden muss man mindestens fünf, statt wie in Basel zwei, Jahre in derselben Gemeinde wohnen.

Jede Gemeinde ist allerdings ermächtigt, eigene Kriterien festzulegen, solange sie sich im Rahmen der Kantonalen Gesetze und der Bundesverfassung bewegen. Das bedeutet, dass in jeder der 86 Gemeinden andere Anforderungen gesetzt werden.

Strengerer Sprachtest

Die Baselbieter müssen versierter in der Deutschen Sprache sein als die Basler, um sich einbürgern zu lassen. Vor der Einbürgerung müssen sie einen schriftlichen und mündlichen Sprachtest auf der Stufe B1 absolvieren. Daniela Krattiger von der Sicherheitsdirektion ist beim Amt für Migration und Bürgerrecht verantwortlich für die Einbürgerungen.

Der Test sei machbar, findet sie. Diese sprachliche Anforderung habe das Baselbiet seit über zehn Jahren. «Man hat bei den Gesprächen festgestellt, dass das reine Ermessensentscheide sind und man hat sicher auch Leute eingebürgert, die die Sprache nicht so gut konnten. Das ist nicht befriedigend, weil Integration geht über Sprache».

737 Personen liessen sich im Jahr 2018 im Kanton Baselland einbürgern. Das sind deutlich weniger als im Kanton Basel-Stadt. Dort waren es über 1200.

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