Im Irak kommt es seit Wochen immer wieder zu Protesten gegen die politische Führung. (Bild: Keystone)
International

Regierungsgegner setzen iranisches Konsulat in Brand

Demonstranten haben im Irak das Konsulat des Irans in der im Süden des Landes gelegenen Stadt Nadschaf in Brand gesetzt.

Augenzeugen berichteten, die Sicherheitskräfte hätten am Mittwoch neben Tränengas auch scharfe Munition gegen die Protestierenden eingesetzt, es habe mindestens zwei Tote gegeben. Die Behörden verhängten eine Ausgangssperre.

Im Irak kommt es seit Wochen immer wieder zu Protesten gegen die politische Führung. Vor allem in der Hauptstadt Bagdad und im Süden des Landes ziehen die Menschen auf die Strasse. Die Demonstrationen richten sich insbesondere gegen die grassierende Korruption und die schlechte Wirtschaftslage.

Mehr als 300 Menschen tot

Die Demonstranten fordern einen Rücktritt der Regierung sowie ein neues politisches System. Die Proteste richten sich auch gegen den Iran, der enge Verbindungen zu mächtigen politischen Parteien und Milizen im Irak unterhält.

Bei den Protesten sind bislang mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Menschenrechtsorganisationen werfen den Sicherheitskräften vor, sie gingen mit übergrosser Härte gegen die Proteste vor.

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