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Mit Köbi Kuhn geht einer der Grossen des Schweizer Fussballs (Video: Keystone SDA / Detlev Munz)
Schweiz

«Köbi wird mir wahnsinnig fehlen»

Karli Odermatt trauert um seinen ehemaligen Rivalen Köbi Kuhn. Noch vor wenigen Wochen besuchte die FCB-Legende seinen Freund am Krankenbett.

Sie prägten den Schweizer Fussball der 60er und 70er Jahre: Köbi Kuhn (FCZ) und Karli Odermatt (FCB). Als jeweilige Captains ihrer Teams trafen die beiden Rivalen in unzähligen Partien aufeinander. Nun muss Karli Odermatt (76) Abschied von seinem Freund nehmen. Am Dienstagnachmittag erlag Kuhn im Alter von 76 Jahren den Folgen einer langwierigen schweren Erkrankung. «Köbi war ein grandioser Fussballer und ein wunderbarer Mensch. Ich habe einen guten Freund verloren. Das macht mir so weh», sagt Odermatt gegenüber «Blick».

Das bewegte Leben von Köbi Kuhn:

Witze am Krankenbett

Noch vor wenigen Wochen habe Odermatt Kuhn nochmals besuchen können. Der ehemalige Nati-Trainer habe seinen Freund unbedingt sehen wollen. Also sei Odermatt in sein Auto gestiegen und sofort nach Zürich ins Spital gefahren. «Als ich ihn sah, bin ich ein bisschen erschrocken. Köbi sah nicht gut aus. Er war kreideweiss und hatte Wasser im ganzen Körper», berichtet Odermatt gegenüber der Zeitung.

Sie hätten Witze gerissen. Es sei ein wenig wie früher in der Kabine der Nationalmannschaft gewesen: «Ich wollte ihm Hoffnung machen. Und wahrscheinlich auch ein wenig mir selbst.» Karli erinnert sich an Köbis «wahnsinnig trockenen Humor».

In der Nati waren die beiden – trotz Rivalität auf Klub-Ebene – beste Freunde. «Auch als ich Köbi als Nati-Captain abgelöst habe, war er mir nicht böse.»

«Richtig fest gedrückt»

Im Krankenhaus haben sich die ehemaligen Fussballer «richtig fest gedrückt» und auf eine Magnum-Flasche Wein verabredet, wenn es Kuhn wieder besser gehe. Die Umarmung zum Abschied sei ein wenig intensiver als sonst gewesen. «Köbi wird mir wahnsinnig fehlen», so Karli.

Nach Köbi Kuhns Tod kondolierten umgehend zahlreiche Weggefährten. Die Reaktionen von Alex Frei, Philippe Senderos und Co. finden Sie hier.

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