Die asiatische Tigermücke zählt zu den gefährlichen fremden Tierarten, die der Kanton Basel-Landschaft bekämpfen möchte. (Bild: Keystone)

Baselland

Das Baselbiet will fremden Mücken an den Kragen

Gefährliche fremde Pflanzen und Tiere sollen vom Kanton Basel-Landschaft stärker bekämpft werden. Die Regierung heisst einen 2,5-Millionen-Franken-Kredit gut.
 Mit einer eigenen Neobiota-Strategie will die Baselbieter Regierung gefährliche fremde Pflanzen- und Tierarten bekämpfen. Sie beantragt dem Landrat einen einmaligen Kredit von 2,5 Millionen Franken.

Die kantonale Neobiota-Strategie soll nach Verzögerungen nun in den Jahren 2020 bis 2024 umsetzt werden, wie aus der Regierungsvorlage von Mittwoch zu entnehmen ist. Die Baselbieter Regierung budgetiert für die Bekämpfung von gefährlichen fremde Pflanzen- und Tierarten einmalige Kosten von 2,5 Millionen Franken – 0,5 Millionen pro Jahr.

Klimawandel begünstigt Nobiota

Die Strategie mit insgesamt zwölf Massnahmen hatte die Baselbieter Regierung schon im Jahre 2014 vorgestellt. Wegen der klammen Staatskassen hatte der Landrat die Umsetzung der Strategie im Jahr 2015 verschoben. Schon 2010 war eine geplante Umsetzung aus finanziellen Gründen gescheitert.

Die 2008 in Kraft gesetzte Freisetzungsverordnung des Bundes macht den Kantonen Beine, aktiver gefährliche Eindringlinge zu bekämpfen. Sie zielt auf unerwünschte Tiere (Neozoen) wie Krankheiten übertragende Mücken – beispielsweise die asiatische Tiegermücke – ebenso wie auf Pflanzen (Neophyten) – beispielsweise der japanische Staudenknöderich –, die einheimische Gewächse verdrängen, Gelände destabilisieren oder Allergien auslösen.

Neobiota wandern – vom Klimawandel begünstigt – teils selber ein; teils werden sie eingeschleppt. Die Regierung will mit ihrer Strategie unter anderem die Bevölkerung sensibilisieren und eine neue Meldestelle schaffen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*