(Bild: Telebasel)

Basel

Vollzugszentrum Klosterfiechten soll saniert werden

Die Basler Regierung will das Vollzugszentrum Klosterfiechten auf dem Bruderholz sanieren. Hierfür beantragt sie einen Kredit von 10,9 Millionen Franken.

Das historische Gebäude des Vollzugszentrums Klosterfiechten aus dem Jahr 1850 bedarf einer Sanierung, schreibt die Basler Regierung in einer Mediemitteilung von Dienstag. Durch eine umfassende Instandsetzung des Innenausbaus und der Gebäudetechnik soll der letztmals 1980 sanierte Bau «in einen weiteren Lebenszyklus überführt» werden.

Zudem muss das Vollzugszentrum höheren Anforderungen beim Brandschutz und bei der Erdbebensicherheit genügen. Die Sanierungsmassnahmen in diesen Bereichen haben zur Folge, dass die Nutzfläche erhöht werden kann. Damit können die Vollzugsplätze von 22 auf 25 erhöht werden, schreibt die Regierung.

Die eigentliche Sanierung kostet 7,6 Millionen Franken. Der Bund wird sich mit einem Anteil von 35 Prozent an diesen Kosten beteiligen. Rund 2,2 Millionen sind für die Einrichtung eines Provisoriums während der Bauphase vorgesehen, die auf den Zeitraum von 2021 bis 2023 angesetzt ist. Weitere Mittel sind für Betriebseinrichtungen und für den Umzug veranschlagt.

Offener und alternativer Straf- und Massnahmenvollzug

Das Vollzugszentrum Klosterfiechten auf dem Bruderholz dient dem offenen und alternativen Straf- und Massnahmenvollzug. Es beinhaltet eine stationäre und eine ambulante Abteilung. Der stationäre Vollzug umfasst den offenen Massnahmenvollzug, das Arbeitsexternat, die Halbgefangenschaft sowie das Wohn- und Arbeitsexternat. Der ambulante Vollzug beinhaltet den offenen Strafvollzug mit elektronischer Überwachung sowie die gemeinnützige Arbeit.

Die Sanierung des Vollzugszentrums Klosterfiechten reiht sich in einen umfassenden Massnahmenkatalog zur Erneuerung der baselstädtischen Justizvollzugs-Infrastruktur ein. Im Oktober wurde die Station für psychisch erkrankte Untersuchungshäftlinge eröffnet. Anfang 2020 wird das erweiterte Gefängnis Bässlergut in Betrieb gehen. Und bei der gemeinsam mit dem Kanton Zug betriebenen Strafanstalt Bostadel ist ebenfalls eine Sanierung und Kapazitätserweiterung in Planung.

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