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Basel

«Das ist eine gefährliche Situation für den FCB»

Der FCB vergibt mit der Niederlage in Genf die Möglichkeit die Berner Young Boys am Sonntag vom Thron zu stossen. Weil Rotblau erneut nicht bereit schien.

Erneut kann der FC Basel gegen einen vermeintlichen Aussenseiter nicht überzeugen und verliert prompt gegen Servette Genf mit 0:2. Damit verspielt Rotblau die Möglichkeit, am Sonntag die Berner Young Boys am Sonntag vom Leader-Thron stossen zu können.

Riesige Enttäuschung

Eine Niederlage, die richtig weh tut. «Der Auftritt der Mannschaft war eine riesige Enttäuschung. Die Voraussetzungen waren gut, um sich eine gute Basis für den Spitzenkampf zu schaffen. Dann geht das Team nach Genf und nach einer Viertelstunde hätte das Spiel bereits entschieden sein müssen», meint FCB-Legende Erni Maissen.

Der FC Basel schien überhaupt nicht auf dem Platz zu sein. «Das verstehe ich einfach nicht», so Maissen. Zwei Wochen habe das Team nun Zeit gehabt, sich zu erholen. «Am Ende schlafen sie in Genf», so Maissen weiter.

Reine Kopfsache?

Im Fokus stehen die unerklärlichen Formschwankungen des FCB. Mental scheint das Team von Marcel Koller nur in den «grossen» Spielen bereit. Ansonsten scheint Rotblau nicht fähig, konstant ein hohes Niveau abrufen zu können. «Das kann einmal passieren. Aber nicht regelmässig», so Erni Maissen.

FCB-Präsident Bernhard Burgener sieht die Niederlage als Weckruf. «Es ist leider nicht das erste Mal, dass das passiert. Es liegt meiner Meinung nach nicht an der spielerischen Leistung. Es muss eine Kopfsache sein. Irgendetwas stimmt nicht», so Burgener.

Mentaler Unterschied

Ausgerechnet im nächsten Spiel wartet der amtierende Meister. YB scheint wieder gefestigt und mental den Baslern weit überlegen zu sein. «Es ist ein eklatanter Unterschied zum FCB. YB hat eine riesige Mentalität in der Mannschaft. Man hat nie das Gefühl, dass sie aufgeben. Beim FCB umgekehrt habe ich das Gefühl, dass wenn es mal gut läuft, dass man sich zurücklehnt», so Erni Maissen. Selbstüberschätzung sei das Stichwort.

Mit diesen mentalen Aussetzern nimmt sich der FC Basel über weite Strecken selber aus dem Meisterrennen. Jedes Mal, wenn man denkt, Rotblau mache den nächsten Schritt nach vorne, kommt der Rückschlag. «Das ist eine gefährliche Situation für den FCB. Für den gesamten Verlauf der Saison. Nun hat man St. Gallen im Nacken. Also muss man schon wieder nach hinten aufpassen. Wenn man gegen YB verlieren sollte, könnte man nur noch Dritter sein. YB wäre dann sieben Punkte weg. Dann kannst du die Saison bereits abschreiben», so die Einschätzung von Maissen.

Was ist das Problem beim FCB?

Die Spieler auf den Punkt bereit zu machen, ist eigentlich die Aufgabe des Trainers. Also von Marcel Koller. Wie also ist so etwas möglich? Diese Fragt stellt sich auch der Präsident: «Wir analysieren die Sache. Wir haben uns die Frage schon mehrmals gestellt, wie das passieren kann. Dass die Mannschaft in einem Spiel voll da ist. Und im nächsten Spiel wieder nicht. Ich habe die Antwort noch nicht gefunden», so Bernhard Burgener.

2 Kommentare

  1. Bei einem Spitzen-Verein geht man als Fan eigentlich davon aus, dass die Mannschaft immer parat sein muss. Meister wird man nur, wenn man es besser kann als die Anderen. Überheblichkeit hat hier keinen Platz. Es stinkt einem auch, dass bei diesen Salären und den starken Fans scheinbar keine Spiellust konstant vorhanden ist.Report

  2. Kaum noch attraktive Spiele, keine Konstanz, keine Spieler mehr aus dem eigenen Nachwuchs, spürbar weniger Zuschauer, so wird alles kaputt gemacht, was in 10 Jahren aufgebaut wurde.
    Es ist Zeit Marcel Koller in Frage zu stellen.
    Der FCB braucht einen dynamischen, wenn möglich erfahrenen Trainer, welcher offensiv denkt, der die eigene Jugend berücksichtigt und die Spieler begeistern kann. Zudem muss dieser Wundermensch auch internationale Erfahrung aufweisen. Wo gibt es aber diesen Wundermensch?Report

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