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Basel

«Das darf einem gestandenen Spieler nicht passieren»

Valentin Stocker sieht gegen Servette nach dem Abpfiff die Rote Karte und wird für vier Spiele gesperrt. Eine Dummheit des Kapitäns im blödesten Moment.

Es ist der Aufreger des vergangenen Samstags. Der Frust nach der Niederlage gegen Servette sitzt nach dem Abpfiff tief beim FCB-Kapitän. Valentin Stocker lässt sich zu einer Dummheit hinreissen. Schubst und gestikuliert gegen den französischen Schiedsrichter. Dieser zeigt dem Basler Übeltäter sofort die Rote Karte.

Ein Aussetzer

Am Montag kommt das knallharte Verdikt der Liga. Vier Spiele wird Valentin Stocker gesperrt. Der FCB-Kapitän wird die Binde bis zur Winterpause nicht mehr tragen dürfen. Und leistet seinem Team mit dieser Unbesonnenheit einen Bärendienst.

«Das war ein Aussetzer», meint FCB-Präsident Bernhard Burgener zur Szene. FCB-Legende Erni Maissen kann sich voll und ganz in Valentin Stocker hineinversetzen: «Wenn ich mal schlecht gespielt habe, habe ich überall etwas gefunden, das Schuld war. Ich habe mit dem Gegenspieler angefangen zu diskutieren. Ich habe mit dem Schiedsrichter gestritten. Das ist ein typisches Zeichen dafür, dass es dir nicht läuft. Dadurch verlierst du komplett den Fokus».

Bärendienst für das Team

Besonders die Darstellungen von Valentin Stocker nach dem Spiel werfen Fragen auf. Der Spieler gesteht zwar ein, dass sein Vergehen dumm war. Er sucht die Schuld aber auch beim ausländischen Schiedsrichter. Bei dessen Leistung während des Spiels.

Dieser Argumentation kann Erni Maissen nicht folgen: «Ich finde nicht, dass der FCB benachteiligt wurde. Oder wegen des Schiedsrichters das Spiel verloren hat. Da ist mir überhaupt nichts aufgefallen», so Maissen. Kleine Fehler würden in jedem Spiel passieren. Es gäbe Schiedsrichter, die richtig schlecht pfeifen. «Aber deswegen darf man sich nicht nach dem Schlusspfiff so gehen lassen», sagt Erni Maissen.

Die Sperre von vier Matches fällt schwer ins Gewicht. Nicht nur fehlt Valentin Stocker im Spitzenkampf am Sonntag gegen YB. In der Meisterschaft ist der FCB-Kapitän dementsprechend auch bis zur Winterpause ausgezählt. «Wenn du aufgrund einer solchen Aktion, in diesem Spiel nicht dabei bist, da gibt es keine Ausreden. Das darf einem erfahrenen und gestandenen Spieler nicht passieren», so Maissen.

Kopf nicht im Spiel

Ein Zeichen dafür, dass Valentin Stocker an diesem Abend mehr auf Kleinigkeiten mit dem Schiedsrichter fokussiert war als auf das Spiel. Erni Maissen: «Wenn du dich über einen Gegenspieler nervst und anfängst zu diskutieren, dann bist du nicht mehr im Spiel. Dann sind deine Gedanken irgendwo anders. Das hat man in Genf auf dem Platz auch gesehen».

1 Kommentar

  1. Wenn ein Schiedsrichter wegen einer solchen Lapalie sofort zur Karte greift heisst das: ich habe schlecht gepfiffen und ich habe kein Fingerspitzen gefühl. Und schlecht hat er nicht gepfiffen. Die Leistung war miserabel.Report

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