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Der Telebasel News Beitrag vom 30. November 2019.

Basel

Am Freitag leuchtet Basel orange

Am Montag war internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. Auch die Basler Soroptimistinnen engagieren sich und lassen die Stadt orange erleuchten.

Immer noch erfährt jede dritte Frau in ihrem Leben physische und/oder psychische Gewalt. Am Montag, 25. November 2019 war Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. Lanciert wurde er 1991 vom damaligen UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon.

Im Rahmen der internationalen Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» finden jedes Jahr vom 25. November bis zum 10. Dezember (Internationaler Tag der Menschenrechte) weltweit Aktionen statt. Das gemeinsame Zeichen aller Aktionen ist die orange Farbe, die eine bessere Zukunft ohne Gewalt symbolisiert.

Orange ist das gemeinsame Zeichen: So wird auch der Tinguely-Brunnen in Basel am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (2018) orange angestrahlt. (Bild: International Soroptimist Club Basel)

Orangefarbene Beleuchtung erregt Aufmerksamkeit

Mit dem Slogan «#16Days #WeStandUpForWomen» engagiert sich der Frauen-Serviceclubs Soroptimist International gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Die Orange Days sind eine perfekte Plattform, um das Bewusstsein der Bevölkerung für diese Thematik zu schärfen. So werden in der Schweiz und weltweit immer mehr Gebäude, Denkmäler und Plätze orange beleuchtet und es wird mit verschiedenen Aktionen auf dieses Menschenrechts-Problem aufmerksam gemacht.

Der International Soroptimist Club Basel hat 2018 in Basel einen Flashmob organisiert, um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. (Video: zVg)

Für die Basler Soroptimistinnen ist es wichtig, dass auch in Basel sichtbare Zeichen gesetzt werden. Mittels einer dreitägigen Beleuchtungsaktion vom 29. November bis zum 1. Dezember 2019 wird Basel jeweils am Abend in orangefarbenes Licht getaucht. Der Bahnhof SBB und der Tinguely Brunnen werden an allen drei Tagen und das IWB CityCenter in der Steinenvorstadt am 30. November orangefarben angestrahlt. Zusätzlich wird das Leuchtschriftband am Theater Basel auf den Aktionstag hinweisen.

Das IWB Gebäude in Basel erstrahlt ebenfalls orange. (Bild: International Soroptimist Club Basel)

Standaktion am Theaterplatz

Am Samstag, 30. November 2019, hat ab 13 Uhr auf dem Theaterplatz Basel eine Standaktion stattgefunden. Dabei waren auch die Opferhilfe beider Basel und deren Präventionsprojekt «Luisa ist hier».

Letzteres bezeichnet eine Schutzmassnahme, die sich gegen Belästigungen  in Lokalen und Diskotheken richtet und in Deutschland, aber auch in Zürich und Winterthur bereits funktioniert. Mit der Code-Frage «Ist Luisa hier?» können sich Frauen, wenn sie sich belästigt fühlen, an das Personal wenden. Sie erhalten dann Schutz und, oder Unterstützung, um diskret aus der unangenehmen oder auch gefährlichen Situation herauszukommen.

Über die Organisation

Der Name Sorpotimist kommt aus dem Lateinischen (sorores optimae) und bedeutet «die besten Schwestern».

Soroptimist International wurde 1921 in Kalifornien gegründet. 1930 entstand der erste Schweizer Club in Genf, 1957 dann der Club in Basel. Mit heute über 3’000 Clubs und rund 80’000 Mitgliedern in 125 Ländern ist Soroptimist International die weltweit grösste Organisation von Serviceclubs qualifizierter, berufstätiger Frauen. Sie sind politisch neutral und an keine Konfession gebunden.

Die Mitglieder setzen sich ein für die Stellung der Frau, den Erhalt hoher ethischer Werte, Menschenrechte und die Förderung von Freiheit, Gleichheit und Frieden. Soroptimist International hat als NGO konsultativen Status bei der UNO, der UNESCO, der ECOSOC und sitzt mit beratendem Status beim Europarat in Straßburg.

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