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Die BVB will mit Humor neue Angestellte finden. (Screenshot: bvb.ch)

Basel

«Zur Not» stellt die BVB auch Zürcher ein

Die BVB werben mit Humor für neue Angestellte. Auf ihrer Webseite schreiben sie, dass sie «zur Not» auch Zürcher einstellen würden. Das gefällt nicht allen.

Mit Originalität und Humor wollen die BVB neue Mitarbeiter anwerben. Momentan wird ein Sachbearbeiter Personaleinsatz gesucht, wie 20 Minuten schreibt. Das Transport-Unternehmen beschreibt sich Im Stellen-Inserat als multikulturell und offen und schreibt zudem: «Alle sind willkommen – auch Walliser, Thurgauer und zur Not sogar Zürcher».

Gespaltene Meinungen

Ein Basler Personalfachmann ist von der Anzeige nicht begeistert. Auf ihn wirke der Witz unprofessionell und kontraproduktiv. Andere Personen wiederum sind begeistert, denn die BVB erhielt gemäss ihrem Sprecher praktisch nur positive Feedbacks. Ein Bewerber hätte sich sogar im breiten Zürcherdialekt selbst aufgezogen und gemeint, dass er trotz seiner Herkunft am Job interessiert sei, so Benjamin Schmid gegenüber 20 Minuten.

Den frechen Auftritt lancierte das Unternehmen im Herbst 2018, um den «Rekrutierungserfolg in einem begehrten Arbeitsmarkt zu erhöhen.» Das zahlt sich offenbar aus. Für 2020 seien bereits fast alle Ausbildungsklassen des Bus und Tram-Personals voll besetzt.

Wie der Experte für Arbeitgeber-Attraktivität von Recruma, Michel Ganouchi sagt, sei Humor in Stellenausschrieben willkommen. Doch es komme sehr auf das Unternehmen an. Die Credit Suisse oder die Novartis etwa müssten beispielsweise seriös wirken, da sie ganz anders positioniert seien als die BVB.

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