Der Augenheilkunde-Konzern Alcon macht beim Umsatz zwar weiter vorwärts – man verweilt aber weiter in der Verlustzone. (Bild: Keystone)

Schweiz

Alcon steigert Umsatz und startet neues Sparprogramm

Der Augenheilkunde-Spezialist Alcon ist umsatzmässig im dritten Quartal weiter gewachsen. Allerdings verharrt das Unternehmen weiter in der Verlustzone.

Der Umsatz von Alcon legte zwischen Juli und September um 4 Prozent auf 1,84 Milliarden Dollar zu. Zu konstanten Wechselkursen entspreche dies einem Plus von 6 Prozent, wie das Unternehmen am späten Dienstagabend mitteilte.

Operativ schrieb Alcon im dritten Quartal einen Verlust von 18 Millionen Dollar, nachdem es im gleichen Zeitraum des Vorjahres ein Minus von 284 Millionen Dollar gewesen war. Belastet wurde die Profitabilität von hohen Abschreibungen und Trennungskosten vom früheren Mutterkonzern Novartis.

Unter dem Strich schrieb Alcon einen Quartalsverlust von 66 Millionen Dollar, nachdem im Vorjahresquartalszeitraum ein Fehlbetrag von 207 Millionen resultiert hatte. Für die ersten drei Quartale zusammen ergibt sich nunmehr ein Konzernverlust von 565 Millionen Dollar – im Vergleich mit einem Minus von 154 Millionen Dollar in den ersten neun Monaten des Vorjahres.

Ausblick konkretisiert

Alcon zeigte sich mit den Zahlen zufrieden: Das Momentum als eigenständige Firma sei stark, sagte Firmenchef David Endicott laut der Mitteilung. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde nun präzisiert. Im laufenden Jahr möchte der Augenheilkunde-Spezialist auf der Basis konstanter Wechselkurse um 4 bis 5 Prozent wachsen (bisher: 3-5 Prozent). Die operative Kerngewinnmarge soll neu zwischen 17,0 und 17,5 Prozent (bisher: 17-18 Prozent) zu erliegen kommen.

Die Mittelfristziele, die unter anderem eine deutlich höhere Kern-Marge vorsehen, wurden bestätigt. Die ausgewiesenen Zahlen dürften aber zunächst stärker als bisher angenommen von den Trennungskosten beeinträchtigt werden. Konkret dürften diese bei rund 500 Millionen Dollar zu liegen kommen, wie das Unternehmen in der Mitteilung einräumte. Bisher war man von 300 Millionen Dollar ausgegangen worden.

Sparprogramm wird lanciert

Um die mittelfristigen Wachstumsziele zu erreichen, lanciert das Unternehmen ausserdem ein «Transformationsprogramm». Dieses soll die Kosten ab 2023 um 200 bis 225 Millionen Dollar permanent senken. Dieses Programm verschlingt allerdings zunächst rund 300 Millionen Dollar an Einmalaufwand, wie es weiter hiess. Die späteren Einsparungen will das Unternehmen in Forschung und Entwicklung investieren und damit weiteres Wachstum erzielen.

Am Mittwochnachmittag plant der Konzernchef ausserdem, den Investoren während einer Telefonkonferenz Red und Antwort zu seinem Quartalszahlenkranz zu stehen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*