Die Demonstranten vom 24. November 2018 antworten auf die Bilder-Veröffentlichung mit der Publikation von Polizisten-Fotos. (Bild: Keystone)

Basel

Demonstranten stellen Polizisten-Bilder online

Nach einer Demonstration im November 2018 veröffentlichte die Staatsanwaltschaft Bilder von gesuchten Personen. Nun drehen die Chaoten den Spiess um.

Am 24. November 2018 fand in Basel eine bewilligte Demonstration der rechtsradikalen Pnos statt. Rund 2000 linksautonome Demonstranten liefen in der Gegendemonstration. Der Tag endete in Krawallen mit drei Verletzten und zwei Festnahmen.

Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt veröffentlichte nun, fast ein Jahr nach den Ereignissen, anonymisierte Bilder der mutmasslichen Randalierer. Zuvor hatten die Behörden eine einwöchige Frist für die mutmasslichen Täter gesetzt, damit sie sich freiwillig stellen können.

Die Antwort der Linksautonomen liess nicht lange auf sich warten, wie die Zeitung «20 Minuten» schreibt: Fotos von 22 Polizisten, die an der Demonstration im Einsatz standen, wurden von den Demonstranten veröffentlicht.

Bilder bisher verpixelt

Es ist nicht das erste Mal, dass die Basler Behörden mittels Internet nach Personen fahnden. Die Demonstranten in diesem Fall werden beschuldigt wegen Verdachts des Angriffs, Landfriedensbruchs, Körperverletzung, Gewalt und Drohung gegen Beamte, Nötigung sowie Störung des öffentlichen Verkehrs.

Die bisher veröffentlichten Bilder zeigen die Gesuchten verpixelt. Sollten sie sich nicht innert zehn Tagen melden, werden die Bilder unzensiert veröffentlicht, wie die Behörden ankünden.

«Kein Pranger»

«Die Polizei stellte sich schützend vor die Faschisten», schreiben die Linksautonomen auf der Plattform. Es sei «zu mehreren gewalttätigen Übergriffen auf die Teilnehmenden der antifaschistischen Aktion von Seiten der Polizei» gekommen.

«Uns ist der Aufruf auf der Internetseite bekannt», so Toprak Yerguz, Mediensprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements, gegenüber «20 Minuten». Über die abgebildeten Personen und den internen Umgang mit den Bildern habe er sich nicht geäussert.

Bei den Online-Bildern handle es sich nicht um einen Pranger. Ein Pranger sei eine öffentlichen Demütigung. «Eine öffentliche Fahndung durch die Staatsanwaltschaft wird dann eingesetzt, wenn alle anderen polizeilichen Ermittlungs- und Fahndungsmassnahmen ausgeschöpft sind», wird er weiter zitiert.

1 Kommentar

  1. Ist ja der Hammer, dass Kriminelle & Chaoten Gesindel und Mutter-Söhnchen, die nichts mit ihrer
    Freizeit anzufangen wissen, wohl verstanden UNSERE Polizei welche auch nur jeden Tag ihren Job
    FÜR UNS ALLE tut – nicht nur körperlich sondern auch über die Soz. Netzwerke angreifen !
    Ich meine, geht mal endlich arbeiten und hockt nicht auf der faulen Haut oder falls Ihr dass nicht
    “möget”, geht runter in die Länder für welche Ihr ( im Falle der Pro-Kurden Demo ) – was Euch niemand
    glaubt – einsteht und helft den Leuten in diesen Regionen sich zu wehren! Aber eben, da seit Ihr zu feige, es ist einfacher Scheiben einzuschlagen und ein Mützchen über`s Köpfchen zu tragen, sodass Papi Euch beim nach Hause kommen nicht die Ohren lang zieht…
    Sich nur über Gewalt und Graffitis zu manifestieren, ist sowas von langweilig und ewig gestrig – einfach nur gähhn….
    Hansjörg Däppen – BaselReport

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