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Der Telebasel News Beitrag vom 18. November 2019.

Basel

25 Angriffe auf Israelitische Gemeinde

Vor Gericht steht diese Woche ein Mann (38), der unter anderem die jüdische Genossenschafts-Metzgerei in Basel beschädigt haben soll.

Vor rund einem Jahr wurde in Basel die jüdische Genossenschafts-Metzgerei Opfer mutmasslich antisemitischer Angriffe. Scheiben wurden eingeschlagen und Buchstaben an der Fassade entfernt. Am Montag musste sich unter anderem deshalb ein 38-jähriger in Basel wohnhafter Mann mit deutschem Pass vor Strafgericht verantworten. Gemäss Anklageschrift der Staatsanwaltschaft soll er gezielt Menschen jüdischen Glaubens bedroht, beleidigt oder gar genötigt haben. Verschiedene Autos soll er beschädigt, bespuckt und an die Hausfassade einer Synagoge uriniert haben. Einem Mann habe er den Hitlergruss gezeigt. Ausserdem soll der Beschuldigte in den Universitären Psychiatrischen Kliniken viermal falschen Alarm ausgelöst haben, worauf die Feuerwehr ausrücken musste.

«Habe ein Koks-Problem»

Der Beschuldigte sagte vor Gericht, er habe ein Koks-Problem. Ein psychiatrisches Gutachten diagnostizierte ihm eine paranoide Schizophrenie. In seiner Kindheit sei er missbraucht worden, sagte er weiter. Ging aber in der Befragung nicht näher darauf ein. Immer wieder sagte der 38-Jährige ausserdem, es laufe eine Verschwörung der Israelitischen Gemeinde gegen ihn. Man habe ihm dort Geld geboten, damit seine Tochter konvertiere.

Urteil wird am Mittwoch erwartet

Insgesamt 26 Punkte umfasst die Anklage. Eine Anzeige wurde zurückgezogen, weil der Zeuge nicht vor Gericht aussagen wollte. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Freiheitsstrafe von 16 Monaten, die zugunsten einer Stationären Massnahme aufgeschoben werden soll. Ausserdem soll der Beschuldigte eine Busse von 1200 Franken bezahlen müssen. Der Verteidiger forderte mit Ausnahme von zwei Punkten Freisprüche und eine Busse von 100 Franken wegen Sachbeschädigung. Das Gericht wird das Urteil voraussichtlich am Mittwoch bekanntgeben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

1 Kommentar

  1. Ich WILL KEINE antisemitische Schlagzeile mehr, in Basel, lesen müssen !!!!!!! Sind wir denn wirklich wieder im zweiten Reich angelangt ??? Jetzt ist die Politik sehr stark gefordert !!!!!!!!!! Es darf niemals wieder so ein Progrom gegen die jüdische Bevölkerung geben, n i e m a l s !!!!!!!!!!Report

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