(Bildmontage: Telebasel)

Basel

Von «respektlos» bis «das ist doch die Realität»

In der ersten Folge der neuen Staffel von «Mona mittendrin» bei SRF stirbt vor laufender Kamera ein Mann. Das wirft in der Telebasel-Community viele Fragen auf.

Mona Vetsch begleitet in der neusten Folge der SRF-Sendung «Mona mittendrin» die Basler Berufsfeuerwehr. Die Moderatorin begleitet die Feuerwehrleute bei realen Einsätzen und wird dabei Zeugin eines traurigen Vorfalls: Vetsch und ihr Kamerateam sind live mit dabei, als die Feuerwehrleute erfolglos versuchen, einen Mann zu reanimieren. Die Bilder dazu strahlt der Sender verpixelt aus.

Bereits im Vorfeld wurde der Fall durch die Berichterstattung vom «Blick» heftig diskutiert. Bei der Ausstrahlung der Sendung entschärfte SRF die Bilder. Die ursprüngliche Szene wäre eigentlich gar nicht zur Veröffentlichung bestimmt gewesen. Was bleibt, sind vor allem zahlreiche Fragen zur Pietät. So berichten auch verschiedene Medien über die Identität des Verstorbenen und veröffentlichen Bilder des Mannes. Auch Telebasel fragte: Darf man sterbende Menschen filmen?

Diskussionen in der Telebasel-Community

Diese Frage löste in der Telebasel-Community Diskussionen aus. Während manche User ganz klar gegen solche Szenen sind, ist es für andere «einfach die Realität». So heisst es zum Beispiel: «Die Sendung heisst ‹Mona mittendrin›, nicht ‹Mona weit weg›».

«Ob der Sterbende das gewollt hätte?»

Obwohl viele User betonen, dass der Tod einfach zum Leben dazugehört, ist für einige die Ausstrahlung solcher Szenen ein No-Go. «Nein, das verletzt die Privatsphäre. Der Sterbende hatte keine Wahl. Ob er das gewollt hätte?», fragt sich eine Userin.

Doch es ist nicht nur die ausgestrahlte Szene, die für Diskussionen sorgt. Laut der Meinung einiger User hat in der ganzen Sache vor allem der «Blick» den Bogen überspannt. «Das hat ‹Blick› wieder dramatisiert», heisst es.

Vereinzelt gibt es User, die die ganze Diskussion so gar nicht verstehen. «Man sah ja nur eine Hand. Wo ist das Problem?» oder «Man hat ja gar nicht viel gesehen. Die Feuerwehrmänner haben nur ihre Arbeit gemacht.»

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