Vom Barock bis zur Gegenwart 16. November 2019 – 9. Februar 2020 (Bild: Spielzeug Welten Museum Basel)

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Die Weihnachtskrippe in ihrer Vielfalt

Bevor im 19. Jahrhundert der Christbaum allgemeine Verbreitung fand, stand die Krippe im Mittelpunkt der Weihnachtsfeier.

Die Krippe stand im Mittelpunkt der Weihnachtsfeier

Krippen sind bis heute ein fester Bestandteil des kirchlichen und häuslichen Weihnachtsschmucks und werden in allen erdenklichen künstlerischen Stilen und Materialien gefertigt. Bevor im 19. Jahrhundert der Christbaum allgemeine Verbreitung fand, stand die Krippe im Mittelpunkt der Weihnachtsfeier.

Mit Leihgaben aus dem Kloster Heiligkreuz in Cham und aus der Privatsammlung von Herrn Alfred Dünnenberger ist diese einzigartige Sonderausstellung zustande gekommen. Wunderschöne Krippen aus dem Barock, ausgefallene Szenenkrippen und überdurchschnittlich grosse Krippenfiguren geben einen Einblick in die Welt der Weihnachtskrippen. In dieser Form wird die Ausstellung nur in Basel zu sehen sein.

Als Begründer der Darstellung des Weihnachtsgeschehens gilt der hl. Franziskus von Assisi, der 1223 in Greccio anstelle einer Predigt das Weihnachtsgeschehen mit Menschen und lebenden Tieren nachstellte. Im Mittelalter entstanden teilweise sehr grosse, feste Kompositionen in Kapellen oder hinter Altären. Die Ereignisse der Heiligen Nacht wurden dabei mit bis lebensgrossen Figuren verdeutlicht. Ab dem 16. Jahrhundert findet man kleinformatige Figuren, mit denen man Szenen der Weihnachtsgeschichte immer wieder geändert nachstellen konnte. Manchmal vereinte man die verschiedenen Szenen auch auf einer weiträumigen Landschaft mit unterschiedlichen Schauplätzen.

Durch die Ende des 19. Jahrhunderts beginnende serielle Herstellung von Krippenfiguren aus verhältnismässig preiswerten Materialien wie Terrakotta und Papiermaché kamen auch weniger wohlhabende Privatpersonen in die Lage, sich eine Krippe für ihre Wohnung anschaffen zu können. Eine Familienkrippe fing vielleicht nur mit Maria, Josef und dem Jesuskind an und wurde über die Jahre oft mit viel Zeit, Mühe und Geld erweitert. Immer wieder wurden neue Figuren hinzugestellt und die Szenerie wurde liebevoll erweitert und verschönert.

Zu den berühmtesten Krippen zählen bis heute die neapolitanischen Krippen aus Italien oder die französischen Santons, provenzalische Krippenfiguren, bunt bemalt aus Ton oder Terrakotta. Jede Region und jede Epoche kennt ihre traditionelle Krippe. Das können Landschaftskrippen, Stallkrippen, Tempelkrippen, Wurzelkrippen, Kastenkrippen, Reliefkrippen oder orientalische Krippen sein. Auch beim verwendeten Material für die Krippenfiguren gibt es grosse Unterschiede: Wachs, Terrakotta, Ton, Holz, Glas, Papiermaché, Papier, Karton, Blech, Stroh, Blei oder Zinn. Die hauptsächlichen Figuren in einer Weihnachtskrippe sind das Jesuskind in einer Krippe, Maria und Josef, Ochs und Esel, Hirte und Schafe, die drei Weisen aus dem Morgenland mit Geschenken und der Verkündigungsengel.

Facts & Figures

Öffnungszeiten

Museum, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Museum, im Dezember täglich von 10 bis 18 Uhr

Ristorante La Sosta und Boutique, täglich von 9.30 bis 18 Uhr

Für das Spielzeug Welten Museum Basel sind der Schweizer Museumspass und der Museums-PASS gültig.

Eintritt

CHF 7.–/5.–

Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt und nur in Begleitung Erwachsener.

Kein Zuschlag für die Sonderausstellung.

Das Gebäude ist rollstuhlgängig.

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