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Der Telebasel News Beitrag vom 15. November 2019

Basel

«Die Schweiz hat Mühe, alte Technologien abzuschalten»

Die Cyber-Kriminalität wird weiterhin wachsen und somit auch die Kosten für mehr Sicherheit. Das sagen die Experten am Basel Economic Forum voraus.

Am 15. November fand das Basel Economic Forum (BEF) zum sechsten Mal statt. Das Wirtschaftsforum lud Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ein. Unter den Referenten war unter anderem Philippe Borloz. Der Vizepräsident Sales und General Manager ist verantwortlich für die Cyber-Sicherheit der Kudelski Gruppe für EMEA. Er kümmert sich um Firmen und entwickelt angepasste Lösungsansätze gegen Cyber-Kriminalität. «Cyber-Kriminalität wächst und mit ihr die Kosten für die Unternehmen und Privatpersonen», sagte Borloz gegenüber Telebasel.

Firmen seien generell besser geschützt und deswegen nicht so leicht angreifbar wie Privatpersonen. «Die Angriffsfläche ist viel grösser. Die Lösegelder sind kleiner, das heisst eine Privatperson wird viel eher bereit sein, ein paar Bitcoins oder kleinere Summen zu zahlen, um ihre Daten wieder zu bekommen.»

Das Interview mit Philippe Borloz. (Video: Telebasel)

Vorsicht vor Betrügern

Borloz rät Nutzern, ihr Passwort regelmässig zu ändern und niemals private Daten rauszugeben, wenn nach solchen gefragt wird. «Wenn Sie eine E-Mail von beispielsweise Apple erhalten, dann fahren Sie zuerst mit Ihrer Maus darüber. Sind viele Zahlen drin, handelt es sich um einen Betrug. Diese Mails sollten nicht geöffnet werden», so Borloz.

Diese Probleme kennt auch der Datenschutzbeauftragte des Kantons Basel-Stadt nur zu gut. «Die Herausforderungen sind natürlich gross. Wenn wir die ganze Digitalisierung und neuen Systeme, welche eingeführt werden sollen, anschauen, kommen tagtäglich Fragen», so Beat Rudin. Das Thema Datenschutz sei deswegen nie erledigt und würde Experten auch in den kommenden Jahren extrem fordern.

Das Interview mit Beat Rudin. (Video: Telebasel)

Schweiz im oberen Mittelfeld

Dass die Schweiz in Sachen Datenschutz und Technologien hinterher sei, stimme so nicht ganz: «Die Schweiz ist im oberen Mittelfeld. Wir nutzen vieles davon, aber wir sind ein Land, welches Mühe hat, alte Technologien abzuschalten», meint Felix Kamer, Vizepräsident von Huawei Switzerland. Experten arbeiten weiterhin akribisch daran, dass möglichst sichere Lösungsansätze gefunden werden.

Das Interview mit Felix Kamer. (Video: Telebasel)

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