Das WEF liefert gemäss Impressum «keine nachvollziehbaren Gründe, wieso die WoZ die Akkreditierung nicht erhalten sollte». (Symbolbild: Keystone)

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WoZ erhält keinen Zutritt zum WEF in Davos

Die Wochenzeitung erhält keinen Zugang zum Weltwirtschaftsforum 2020. Laut WEF erfolgte die Anmeldung der Akkreditierung sehr spät und sei keine Zensur.

Wie WoZ-Co-Redaktionsleiter Yves Wegelin am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte, hat das Blatt den Termin für die Akkreditierung eingehalten. Am Morgen des 30. Oktobers, einen Tag vor Ablauf der Frist, habe die WoZ eine Anfrage per Mail gemacht, mit der Bitte um Akkreditierung für das WEF Ende Januar 2020.

Am Mittag des 12. Novembers sei dann die Antwort gekommen, dass nicht alle Medien zum Anlass zugelassen würden. Laut Wegelin werden vom WEF Medien bevorzugt, welche auch während des Jahres mit der Organisation zusammenarbeiten.

Jährlich tausende Medienanfragen für Akkreditierungen

Die WoZ habe sich extrem spät gemeldet, einen Tag vor Ablauf der Frist für die Akkreditierung, sagte Yann Zopf von der Medienstelle des WEF gegenüber Keystone-SDA. Aufgrund dessen habe man festgestellt, dass das Kontingent für die Schweizer Medien bereits voll sei. Das habe nichts mit Zensur zu tun.

Jährlich erhalte das WEF tausende Medienanfragen für die Akkreditierung. Aus Platzgründen sei ein Kontingent von maximal 500 Journalisten zugelassen, wobei teilweise mehrere Journalisten eines Mediums zugelassen würden.

Impressum kritisiert Entscheid

Bereits im Jahr 2012 hatte die WoZ die Akkreditierung nicht erhalten. Damals habe sich das WEF wohl auf medialen Druck und einen politischen Vorstoss hin zu einem Umdenken bewegen lassen, wie Impressum, der Verband der Journalistinnen und Journalisten am Donnerstag mitteilte. So konnte die Zeitung im Jahr 2013 die Akkreditierung für die folgenden Jahre wieder erlangen.

Das WEF liefert gemäss Impressum «keine nachvollziehbaren Gründe, wieso die WoZ die Akkreditierung nicht erhalten sollte». Das Forum handle willkürlich und verstosse bei seinem Vorgehen gegen die Pressefreiheit. Aus diesen Gründen missbillige Impressum diese ungerechtfertigte Zutrittsverweigerung.

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