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Der Telebasel News-Beitrag vom 13. November 2019

Basel

Muttenzer Landwirt wehrt sich gegen Salzbohrungen

Weil das Salz bald ausgeht, soll auf der Rütihard gebohrt werden. Die Interessensgruppe «Rettet die Rütihard» wehrt sich gegen den geplanten Salzabbau.

Schweizer Nahrung bald ohne Salz? Das könnte zukünftig durchaus möglich sein. Weil die Salzvorräte der Saline Schweizerhalle spätestens 2025 ausgehen werden, muss Salz bald auf neuen Gebieten abgebaut werden.

Aus diesem Grund soll unter dem Erholungsgebiet Rütihard in Muttenz eine neue Salzschicht freigelegt werden. Gegner wehren sich gegen dieses Vorhaben. «Die Felder leiden, weil man woanders wenden muss und dadurch können sie auch nicht mehr so einfach bewirtschaftet werden», sagte Ruedi Brunner, Initiant der Interessensgruppe (IG) «Rettet die Rütihard».

Prominente Unterstützung erhält die IG mittlerweile von Vera Weber von der Weber-Stiftung. Sie hat sich in der Vergangenheit bereits für die Verhinderung des Ozeaniums stark gemacht.

Inwiefern Weber die Salzabbau-Gegner unterstützen wird, ist aktuell noch nicht klar. «Wir hatten bisher ein Mal kurz Kontakt. Wir haben noch nicht darüber gesprochen, in welcher Art und Weise die Weber-Stiftung uns unterstützen wird. Es geht bestimmt mal darum, uns Tipps zu geben, wie eine Kampagne geführt wird und dass gewisse Einsprachefristen nicht verpasst werden.»

«Sind nicht per se gegen Salzabbau»

Dass die Interessensgruppe völlig gegen den Salzabbau sei, stimme nicht: «Wir haben hier oben eine Oase und die soll so bleiben, wie sie ist», so Ruedi Brunner. Die Bohrungen würden viel zu nahe am Wohngebiet stattfinden und die Bevölkerung über Jahre hinweg stören. Die Erschliessung für den Abbau verursache ausserdem wohl Schäden während der Bauzeit und könnte zu Gebirgsbewegungen infolge der Salzgewinnung führen.

Der Boden auf der Rütihard gehört der Bürgergemeinde, die bisher keine Bedenken geäussert hat. Geplant sind zahlreiche Bohrlöcher mit riesigen unterirdischen Kavernen. 

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