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Schweiz

Hochreines Kokain überschwemmt Markt in der Schweiz

Weil immer grössere Mengen Kokain in die Schweiz geschmuggelt werden, steigt die Zahl der Notfälle in den Spitälern. Die Schlagzeilen der Sonntgspresse.

Hochreines Kokain überschwemmt die Schweiz

Die Notfälle häufen sich. Der Reinheitsgrad von Kokain hat sich in der Schweiz innert 8 Jahren verdoppelt. Eine direkte Folge der immer grösseren Mengen, die – mit neuen Schmuggelmethoden – nach Europa und die Schweiz gelangen.

Keine andere illegale Droge bringt so viele Konsumenten in die Notaufnahme der Spitäler. Laut Recherchen der «SonntagsZeitung» steigt die Zahl der Notfälle. Der Chefarzt des Notfallzentrums des Inselspitals Bern sagt, man habe 2013 noch 22 Patienten mit Kokainvergiftungen behandelt. 2019 würden es deutlich über 100 Patienten sein.

Millionen für IV-Gutachten

Ärzte verdienen aufgrund von IV-Gutachten teils Millionen. Das berichtet der «SonntagsBlick» und beruft sich dabei auf eine Aufstellung des Bundesamtes für Sozialversicherung BSV, welche die Zeitung mittels Öffentlichkeitsgesetz erhalten habe.

Eine Auswertung der Zahlen zeige, dass die IV-Stellen die Aufträge für Gutachten extrem einseitig vergäben. Im Jahr 2018 bezahlten sie 683 Ärzte und Kliniken für die Erstellung sogenannter monodisziplinären medizinischen IV-Gutachten. Insgesamt vergüteten die IV-Stellen dafür 29,5 Millionen Franken.

Dabei hätten aber zehn Prozent der Gutachter rund 73 Prozent des gesamten Auftragsvolumens erhalten. Ein Berner Arzt habe seit dem Jahr 2012 sogar rund 3,1 Millionen Franken von verschiedenen IV-Stellen kassiert. Zwei weitere Mediziner hätten im gleichen Zeitraum je 1,9 Millionen Franken erhalten.

Wenig Chancen für Resozialisierung von «Carlos»

Die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr hat den Umgang der Justizdirektion mit dem Straftäter «Carlos» in der «NZZ am Sonntag» verteidigt. «In der Strafanstalt Pöschwies haben sich die Mitarbeiter ihm gegenüber immer korrekt verhalten», sagte sie in einem Interview. Fest stehe zudem, dass «Carlos» sein Verhalten ändern müsse, und er dafür therapeutische Hilfe brauche, betonte die Politikerin.

Nach der Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe und zu einer therapeutischen Massnahme relativiert Fehr zudem die hohen Kosten von 20’000 Franken für die Therapien von gefährlichen Straftätern «Das Geld ist vernünftig eingesetzt, weil jede Alternative teurer wäre», erklärte sie gegenüber der «NZZ am Sonntag». Entweder gäbe es weitere Opfer oder die Täter sässen ihr ganzes Leben lang hinter Gittern, führte Fehr weiter aus.

In der «SonntagsZeitung» erklärte dagegen der forensische Psychiater und langjährige Leiter der Klinik Königsfelden AG, Josef Sachs, dass er für eine Resozialisierung von «Carlos» wenig Erfolgschancen sehe. Die meisten therapeutischen Massnahmen würden an ihm abprallen, erklärte er. «Carlos» habe zudem kein Interesse, therapiert zu werden.

Er sei heute «ein gefürchteter Star», der im Gefängnis hohen Respekt geniesse. «Wenn er plötzlich zu einem braven Schulbüebli würde und niemand mehr von ihm rede, würde er das nicht aushalten», sagte Sachs weiter.

SRF-Zentralisierung geht weiter

Die Leitung von Schweizer Radio und Fernsehen SRF hat laut der «SonntagsZeitung» eine weitere Zentralisierung beschlossen. Sie habe den Lokalredaktoren mitgeteilt, dass sämtliche regionalen Internetportale eingestellt würden. SRF wolle auch die erst kürzlich als Pilotprojekt lancierten Facebook-Auftritte der SRF-Regionalredaktionen in Basel, Bern und St. Gallen abschaffen.

Zudem solle es künftig im Regionalbereich auch keine reinen Online-Redaktoren mehr geben. Zur Begründung habe die SRF-Führung in einer Mitarbeiterinformation angegeben, dass eine «umfassende quantitative Analyse der Markt- und Publikumsforschung» ergeben habe, dass die Artikel auf den Regionalseiten kaum Reichweite generierten.

Die SRF-Chefs hätten aber betont, dass es sich bei der Abschaffung der regionalen Seiten explizit nicht um ein Sparprogramm handle. Zahlreiche Mitarbeiter hätten intern daraufhin aber offen Kritik an dem Entscheid geübt, hiess es.

5’150 Forderungen gegen Thomas Cook

Das Verfahren gegen den Schweizer Ableger des bankrotten Reisekonzerns Thomas Cook wird laut der «NZZ am Sonntag» zu einem der grössten Konkursfälle der Schweiz. «Bis jetzt sind mindestens 5’150 Gläubigerforderungen eingegangen», sagte Adrian Gygax, stellvertretender Leiter des zuständigen Konkursamts im Kanton Schwyz, der Zeitung. Vermutlich seien es aber noch erheblich mehr. Die genaue Zahl würde derzeit erhoben, hiess es.

Der Reisekonzern Thomas Cook Schweiz hat seinen Sitz in Pfäffikon (SZ), und es wurde am 1. Oktober 2019 der Konkurs eröffnet. Die Mehrheit der Gläubiger stammten aus der Schweiz sowie aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Holland und Spanien. Thomas Cook Schweiz hatte unter anderem Pauschalreisen angeboten, die über das Internet verkauft worden waren.

Beim wohl grössten Konkursfall der Schweiz, dem Untergang der Swissair, hatten rund 10’000 Gläubiger ihre Forderungen eingereicht – Thomas Cook Schweiz dürfte laut der Zeitung an diesen Wert herankommen.

Ende der Ära Levrat naht

Bis Ende Monat muss Christian Levrat die Karten auf den Tisch legen. Und es deutet alles darauf hin, dass er als SP-Präsident aufhört, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Am 30. November findet in Bern die Delegiertenversammlung der SP statt: «Dort werden wir Bilanz ziehen über die Wahlen. Und auch personelle Fragen stehen in Bern zur Diskussion», lässt er sich zitieren.

Danach ist bereits ein nächster Termin dick in die Agenda der Genossen eingetragen: Am 3./4. April 2020 findet ein Parteitag statt. «In Basel werden wir auch die personelle Zukunft der Partei bestimmen.»

«Senioren» verursachen 315 schwere Unfälle

Rund 315 Unfälle mit Schwerverletzten oder Toten haben laut «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» im vergangenen Jahr Personen über 70 Jahre verursacht. Die Zeitung beruft sich auf Daten des Bundesamtes für Strassen Astra.

Im öffentlichen Fokus würden allerdings immer mehr die jüngeren Fahrzeuglenker stehen – obwohl sich dort die Unfallrate deutlich reduziert habe. Fahrausweis-Entzüge und Verurteilungen älterer Verkehrssünder hätten sich in der vergangenen zehn Jahren praktisch verdoppelt. Ältere Autofahrer müssten ab diesem Jahr ausserdem nicht mehr ab 70 Jahren zur verkehrsmedizinischen Untersuchung,  sondern erst mit 75.

 «Republik» bekommt frisches Geld

Das Online-Magazin «Republik» kann laut einer Meldung der «NZZ am Sonntag» aufatmen. Die Zeitung schreibt, dass Investoren neues Geld einschiessen würden und der Weiterbetrieb damit auf absehbare Zeit ohne einschneidende Sparmassnahmen gesichert sei.

Ursprünglich hatte das Medium in einer zweiten Finanzierungsrunde weitere Geldgeber gesucht, die eine Million Franken investieren würden. «Die zweite Finanzierungsrunde steht kurz vor dem Abschluss; erste Verträge sind unterschrieben. Wir werden darüber an der Generalversammlung im Dezember informieren und dann auch öffentlich kommunizieren», teilte «Republik»-Verwaltungsratspräsidentin Sylvie Reinhard auf Anfrage der Zeitung mit.

Illegale Flugbestattungen in den Alpen

Weil Flugbestattungen in Deutschland verboten sind, weichen die Bestatter laut der «SonntagsZeitung» seit Jahren in den Schweizer Luftraum aus. Dabei transportierten sie die Asche von Verstorbenen mit Kleinflugzeugen in die Schweiz und schütteten die Urnen über den Alpen aus. Ein Bestatter aus Bayern fliege rund 30 Mal pro Jahr mit bis zu zehn Urnen unter anderem in die Schweiz und schütte deren Inhalt meist über den Bündner Alpen aus.

Die Behörden des Kantons Graubünden bezeichnen in der Zeitung die Flugbestattungen als «ganz klar nicht erlaubt und damit illegal». Es handle sich letztlich um nichts anderes als um illegale Abfallentsorgung. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL wolle nun handeln und die fehlbaren deutschen Bestatter allenfalls zur Verantwortung ziehen, hiess es.

SVP-Politiker attackiert Aktivisten

Ein Politiker der SVP war laut dem «SonntagsBlick» bei Störungen einer Demonstration gegen Rassismus aktiv involviert. Die Zeitung beruft sich dabei auf Akten der Schwyzer Kantonspolizei und schreibt, dass ein Vorstandsmitglied einer Schwyzer SVP-Sektion einen linken Aktivisten mit einem Pfefferspray angegriffen habe. Dies geschah laut der Meldung bereits Ende März an einer Demo gegen Rassismus in Schwyz.

Die Kundgebung war eine Reaktion auf den Ku-Klux-Klan-Aufmarsch an der dortigen Fasnacht. Am Rande der linken Demo rotteten sich 40 Rechtsextreme zusammen. Sie hätten gegen Teilnehmer der Kundgebung gepöbelt, und es sei zu Schlägereien zwischen den verfeindeten Lagern gekommen. Der SVP-Politiker wollte sich gegenüber der Zeitung zu den Vorwürfen nicht äussern.

Discounter erhöhen Vaterschaftsurlaub

Die beiden Discounter Lidl und Aldi verdoppeln in der Schweiz laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» den Vaterschaftsurlaub. Ab 2020 böten beide vier statt zwei Wochen als sogenannte «Papi-Zeit» an.

Damit übertrumpften sie ihre Mitbewerber – Denner habe erst vergangenes Jahr zehn Tage an Vaterschaftsurlaub eingeführt. Bei Migros und Coop liegen die Werte bei 15 Tagen.

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