Torschütze Marvin Spielmann wird von seinen Teamkollegen gefeiert. (Bild: Keystone)

International

YB holt Punkt in Rotterdam

YB sichert sich in der Europa League auswärts den ersten Punkt. Bei Feyenoord Rotterdam kommen die Berner am Donnerstag dank Marvi Spielmann zu einem 1:1.

Die Young Boys werden dieses 1:1 in Rotterdam gut verkraften können, auch wenn mit etwas Glück in einer teils wilden zweiten Halbzeit mehr möglich gewesen wäre. Nachdem im Hinspiel vor zwei Wochen der Schweizer Meister von Penaltyentscheiden profitiert hatte, war es bei der Reprise in der niederländischen Hafenstadt Feyenoord, das sich diesbezüglich nicht beklagen durfte. Dank Joker Spielmann, der drei Minuten nach seiner Einwechslung stach, reist YB nicht mit leeren Händen in die Schweiz zurück.

Rotterdamer Führung dank Foulpenalty

Feyenoord benötigte in einer ausgeglichenen Startphase eine ungestüme Aktion Jordan Lotombas, um Zählbares mit in die Pause zu nehmen. Der 21-jährige Aussenverteidiger rannte beim Versuch, einen etwas weit vorgelegten Ball des heranstürmenden Ridgeciano Haps zu erlaufen, seinen Gegenspieler im Strafraum einfach um. Beim fälligen Foulpenalty liess Feyenoords Captain Steven Berghuis YB-Goalie David von Ballmoos keine Abwehrchance.

Ohnehin durfte sich das Heimteam bei strittigen Situationen im Strafraum nicht über einen «Auswärtsschiedsrichter» beklagen. So unumstritten Lotombas Foulspiel an Haps gewesen war, so wenig hätten sich die Niederländer nach 47 Minuten über einen Handspenalty für YB beklagen können. Trotz der verwehrten Ausgleichschance aus elf Metern markierte die Strafraumszene den Anfang der besten YB-Phase. An deren Ende stand 24 Minuten der Ausgleich durch Spielmann, der nach einem Konter einen Abpraller ins Tor schiessen konnte. Der 23-Jährige krönte seinen fünften Teileinsatz nach längerer Verletzungspause mit dem ersten Treffer. Mit etwas Glück hätte sich Spielmann in letzter Sekunde gar noch komplett zum Matchwinner gemacht, sein Schuss aus kurzer Distanz flog allerdings über das Tor.

Vehementes Auftreten des Heimteams

Dass auch YB in den Schlussminuten noch um den Punkt zittern musste, war vor allem dem vehementen Auftreten des Heimteams geschuldet. Auf den Unterschied im Vergleich zum Hinspiel in Bern angesprochen, fokussierte YB-Coach Gerardo Seoane im Vorfeld auf die Mentalität. «Sie treten vor heimischem Publikum immer sehr entschlossen auf», sagte er.

Er traf mit dieser Prognose ins Schwarze. Vom zögerlichen Feyenoord aus Bern war im De Kuip kaum mehr etwas zu sehen. Zwar konnte auch Dick Advocaat, der erst vor zehn Tagen das Traineramt vom zuvor entlassenen Jaap Stam übernommen hat, nicht sämtliche Fehlpässe bei Rotterdam abstellen, den Kampfgeist entfachte er beim Klub in der Hafenstadt allemal. Leben lässt es sich für YB mit diesem 1:1 auch darum besonders gut, weil die Berner die Tabelle in Gruppe G gemeinsam mit den Glasgow Rangers anführen, die Porto daheim 2:0 besiegten.

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