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Der Chauffeur filmte, wie die Flüchtlinge seinen LKW verliessen. (Video: zVg)

International

Ormalinger Chauffeur entdeckt Flüchtlinge in LKW

Ein Ormalinger Chauffeur machte an einer Raststätte nahe Brüssel eine erschreckende Entdeckung. Zwei Flüchtlinge haben sich im Frachtraum versteckt.

Ein Ormalinger LKW-Fahrer fand in seinem Lastwagen versteckte Flüchtlinge. Entdeckt hat er diese während einer Pause. Beim Übernachten in seinem LKW auf einer belgischen Raststätte wurde er von einem Klopfen aus dem Frachtraum geweckt. Wie der «Blick» berichtet, dachte der 30-Jährige bei den Geräuschen erst an ein technisches Problem. Schliesslich wurde ihm klar, «dass sich jemand im Laderaum befinden muss».

Der Chauffeur rief die belgische Polizei. Drei Stunden warteten der Baselbieter und ein polnischer Kollege – der ebenfalls Menschen in seinem Frachtraum vermutete – vergeblich auf die Behörden. Dann war ihre Geduld am Ende und die beiden öffneten ihre Laderäume. Ein Dutzend blinde Passagiere stieg aus dem Laster des polnischen Chauffeurs. Andere weigerten sich gar, das Gefährt zu verlassen.

Schock nach Londoner Leichenfund

Im Laderaum des Ormalingers befanden sich ebenfalls zwei Menschen, wie sich kurz danach herausstellte. Diese kletterten beim Öffnen der Ladefläche über die Altkleider-Säcke im Lastwagen nach draussen und verschwanden über eine Wiese. Als die Polizei  eintraf, waren die meisten der Männer verschwunden.

Der Vorfall ereignete sich eine Woche bevor in London der Container mit 39 toten Vietnamesen gefunden worden war. Der Ormalinger Chauffeur sei geschockt gewesen. Der Fall mache ihn nachdenklich, wie er gegenüber dem «Blick» erzählt. Er hoffe, dass es sich nicht um «seine Flüchtlinge» gehandelt habe.

Beim Bericht des LKW-Fahrers handle es sich aus Schweizer Sicht um einen Einzelfall, heisst es seitens des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbands Astag gegenüber der Zeitung. Dies, weil die meisten von der Schweiz gestarteten internationalen Transporte auf den Gleisen stattfinden würden. Dort sei es schwieriger, in die Laderäume zu kommen.

1 Kommentar

  1. Es fahren immer noch zahlreiche Schweizer wöchentlich nach England und keiner riskiert es 2 Stunden vor der Fähre noch einen Halt zu machen. Das Risiko ist zu gross, denn sie lauern überall auf den Raststätten. Und es können nur noch überwachte Parkplätze genutzt werden.
    Das schlimmste ist, wenn sich Asylanten in der Ladung verstecken und der Fahrer es nicht bemerkt, er nicht nur behandelt wird wie ein Verbrecher, sondern es fallen norme Bussen an.
    Keiner sollte sich noch verwundern dass immer weniger sich für diesen Beruf entscheiden. Nicht nur dass die Arbeit schlecht bezahlt wird, sie stehen auch unter permamentem Zeitdruck. Die Gesetze und Kontrollen werden auch immer drastischer. Ich habe grosse Hochachtung für diese Fahrer.Report

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