Gespaltene Meinung der User: Die Schliessung der Basler Hauptpost sorgt für Diskussionen. (Foto: Google Streetview)

Basel

«Schaufelt die Post gerade ihr eigenes Grab?»

Die Schliessung der Hauptpost sorgt in der Telebasel-Community für rote Köpfe. Es gibt aber auch Stimmen, die den Schritt befürworten.

An der Rüdengasse geht die Ära der Basler Hauptpost zu Ende. Noch bis 2021 soll die Filiale in der jetzigen Form bestehen, dann schliesst sie. Ab 2022 sollen eine oder zwei Postagenturen mit Bedientheke im Umkreis entstehen.

Der offizielle Grund für die Schliessung: Zu wenig Kunden. So wird die Post nach einer kurzen Verlängerung von drei Jahren bald endgültig ihre Tore schliessen.

Wut und neue Möglichkeiten

Auf Facebook diskutiert die Telebasel-Community über die geplante Schliessung der Hauptpost. Es wird deutlich: bei vielen Usern stossen die Pläne der Post auf Unverständnis. Andere werden die Post an der Rüdengasse nicht vermissen.

Unter die Kommentare mischen sich Stimmen, die Fassungslosigkeit spüren lassen.

Fatalistisch formuliert Claude Boillat seine Frage: Er sieht in der Entscheidung eine Gefahr für die Post selber.

Kritik an Politik und Automaten

Roland Lamprecht erinnert an ein Versprechen von Regierungsrat Christoph Brutschin.

Nicht funktionierende Automaten bereiten derweil Urs Gersbach Sorgen.

Ideen für andere Nutzungsmöglichkeiten

Wenig Abschiedsschmerz empfindet Naidoo Silvio. Auf die Frage «Wirst du die Hauptpost vermissen?» sagt er klar: «Nein».

Urs Von Felten bringt derweil neue Nutzungsideen ein. Könnte bald eine neue Konzertlocation an der Rüdengasse entstehen?

Sandy Kohl findet, es brauche keine Postfilialen mehr. «Wenn ich zum Kiosk möchte, gehe ich zum Kiosk», kommentiert sie das wachsende Verkaufsangebot in den Poststellen.

Weg aus der City nach Lörrach

Bernie Bosshart analysiert, dass viele Menschen sowieso immer weniger in die «City» gingen.

Ein sterbendes Basel sieht derweil Cindy Schütz. Sie gibt gleich einen Tipp für den Besuch einer anderen Destination als Basel. Auch Christine Ruckstuhl Hauenstein macht sich Sorgen um Basel. Man solle doch eine Döner Bude anstelle der Post eröffnen, meint sie höhnisch.

«Das sind eben die Zeiten von Online», schreibt Georges H. Wolf. Ganz viele Läden bekämen den wachsenden Online-Markt zu spüren. Doch ganz unschuldig seien die Ladenbesitzer dabei nicht, merkt er an.

1 Kommentar

  1. Eine Agentur ermöglicht keine Einzahlungen mit Bargeld! Das wird immer wieder gerne verschwiegen und der Kunde merkt es erst, wenn er eine Einzahlung in einer toll angepriesenen Agentur tätigen will. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung Bargeld-Abschaffung. Die Post hilft fleissig mit bei der Schaffung des gläsernen und überall kontrolierbaren Bürgers.Report

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