Lewis Hamilton feiert das halbe Dutzend. (Foto: Key)

International

Lewis Hamilton zum sechsten Mal Weltmeister

Lewis Hamilton macht seinen sechsten WM-Titel in der Formel 1 perfekt. Dem Briten reicht dazu im Grand Prix der USA in Austin Platz 2 hinter Valtteri Bottas.

Für Lewis Hamilton erwies sich Platz 5 in der Startaufstellung als zu grosses Handicap, um sich den Titel mit einem Rennsieg zu holen.

Der Brite stiess zwar schon zu Beginn auf Kosten von Charles Leclerc und des kurz darauf mit gebrochener Radaufhängung ausgeschiedenen Sebastian Vettel im Ferrari an dritte Stelle vor. Und weil er seine Fahrt im Gegensatz zu Bottas und Max Verstappen im Red Bull zum Pneuwechsel nur einmal unterbrach, lag Hamilton zwischenzeitlich sogar in Führung.

Doch der Reifenverschleiss war zu gross. Vier Runden vor Schluss musste Lewis Hamilton Bottas wieder passieren lassen. Der aus der Pole-Position gestartete Finne feierte seinen siebten Grand Prix-Sieg, den vierten in diesem Jahr. Hinter Hamilton wurde Max Verstappen in seinem 100. Formel 1-Rennen Dritter.

Elften Saisonsieg knapp verpasst

So knapp den elften Saisonsieg verpasst zu haben, wurmte Lewis Hamilton im Innersten natürlich schon. Am Ende machte sein Ehrgeiz aber logischerweise der uneingeschränkten Freude Platz.

Der grossen Party stand nichts mehr im Weg. Der Rahmen dafür passte bestens. Wie vor vier Jahren konnte er sich in Austin als Weltmeister feiern lassen – auf einer seiner Lieblingsstrecken an einem für ihn besonderen Ort in dem Land, das längst zu seiner zweiten Heimat geworden ist und in dem er einen Grossteil seiner Zeit abseits des Berufsalltags verbringt.

In die USA wird Lewis Hamilton nicht nur als Privatmann zurückkehren, sondern weiterhin auch als Formel 1-Fahrer. In den vergangenen Tagen hat er bei jeder Gelegenheit immer wieder betont, dass für ihn das Ende der Karriere noch kein Thema ist. Dabei waren Michael Schumachers Rekordmarken an Grand Prix-Siegen und WM-Titeln nicht das zentrale Thema. «Der Energielevel ist hoch genug, um noch mehrere Jahre dabei zu sein. Ich bin besessen von diesem Sport.»

Nuller für Alfa Romeo

Lewis Hamilton will auch in der neuen Epoche dabei sein, die in der übernächsten Saison eingeläutet wird. Der Reiz des Neuen und Unbekannten, den das komplett überarbeitete Reglement mit sich bringt, zieht auch ihn in den Bann. «In dieser neuen Ära will ich ein Pionier sein.»

Nichts zu feiern gab es für das Team Alfa Romeo. Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi gingen zum vierten Mal in Folge leer aus. Der Finne und der Italiener belegten mit einer Runde Rückstand die Plätze 11 und 14.

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