Der Turm soll am nördlichen Ortseingang von Aesch entstehen und so aussehen. (Illustration: Salathé Architekten Basel)

Baselland

Aesch will 39-Meter-Turm bauen

Nach Pratteln und Münchenstein jetzt auch Aesch: Die Agglomerationsgemeinde will ein Hochhaus von 39 Metern Höhe bauen.

Es ist die dritte Agglomerationsgemeinde im Raum Basel, die innert weniger Monate den Bau eines Hochhauses ankündigt. Aesch möchte am nördlichen Ortsende ein 39 Meter hohes Gebäude errichten, wie die «Schweiz am Wochenende» berichtet. Auf einem Areal, dass heute eine Brache ist, mit Gewerbe- und Verkehrsflächen in der nahen Umgebung.

Das geplante Hochhaus soll 13 Stockwerke umfassen. In den oberen zwei Dritteln sind Wohnungen vorgesehen, im unteren Drittel Büros und stilles Gewerbe. Es ist auch denkbar, dass eine Kindertagesstätte und Läden einziehen, wie es in der Zeitung weiter heisst. Nebst dem Hochhaus sind auch drei weitere Gebäude geplant. Diese sind laut der Zeitung alle niedriger und Teil der Gesamtüberbauung Victus. Der gleichnamige Quartierplan sieht 180 neue Wohneinheiten vor.

Kritik: Mietpreise «für Expats»

Das Projekt und der Quartierplan wurden Ende September an der Aescher Gemeindeversammlung besprochen, und es gab laut dem Zeitungsbericht auch Kritik: Eine Bewohnerin der angrenzenden Siedlung Fiechtenacker war der Meinung, dass Aesch einen solch «extrem überdimensionierten Bau» nicht brauche. Die Mieten seien sicher hoch und für die Aescher Normalbevölkerung nicht bezahlbar. Leisten könnten sich dies «nur Expats». Die Gemeindeversammlung stimmte dem Quartierplan Victus schliesslich aber mit grosser Mehrheit zu.

Die 30-tägige Einsprachefrist ist mittlerweile verstrichen und es sind keine Einwände eingegangen, wie es in der «Schweiz am Wochenende» weiter heisst. Die Pläne des geplanten Baus können nun auf der Aescher Gemeindeverwaltung eingesehen werden.

Quartierplan ermöglicht höheren Bau

Eigentlich ist es in Aesch gar nicht erlaubt, Gebäude über 21 Meter Höhe zu bauen. Im Rahmen von Quartierplänen sind aber Ausnahmen bis 40 Meter Höhe zulässig. Und im Gewerbegebiet «Aesch Nord» sind laut der Zeitung noch höhere Bauten vorgesehen.

Aesch ist bereits die dritte Gemeinde in der Agglomeration Basel, die ein Hochhaus plant. Bereits Pratteln und Münchenstein planen Hochbauten (Telebasel berichtete). Neben dem 39-Meter-Turm gedenkt Aesch auch, in «Aesch Nord» einen kleinen künstlichen See anzulegen.

Holzdom mit neuer Sporthalle geplant

Anstelle der Löhrenackerhalle will Aesch auch einen Holzdom bauen. Das Projekt wurde ebenfalls an der Gemeindeversammlung vorgestellt. Der kreisförmige Bau soll einen Radius von 75 Metern haben. Der Innenraum soll unterteilbar in einen Eventsaal und eine Sporthalle sein und 1’800 Zuschauern Platz bieten. Der Volleyball-Club Sm’Aesch Pfeffingen könnte künftig im Holzdom seine Heimspiele austragen. Laut der «Schweiz am Wochenende» ist aber noch nichts spruchreif.

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