Dem Imam Ardian Elezi wird u.a. Hetze gegen Juden und Homosexuelle vorgeworfen. (Screenshot: Youtube/Ardian Elezi)

Basel

Umstrittener Imam Ardian Elezi verlässt Basel

Der umstrittene Imam Ardian Elezi hat mit heftigen Aussagen in den letzten Monaten für viel Aufregung gesorgt. Jetzt verlässt er die Schweiz.

Ardian Elezi sorgte in der jüngsten Vergangenheit immer wieder mit Aussagen für Schlagzeilen. Der Imam soll laut Medienberichten gegen Juden und Homosexuelle gehetzt und den Tod des siebenjährigen Jungen Ilias instrumentalisiert haben. Nun verlässt Elezi Basel und auch die Schweiz, wie die «Schweiz am Wochenende» berichtet.

Der Imam habe an der letzten Generalversammlung seiner Moschee der Gemeinde mitgeteilt, dass er als Imam zurücktrete und das Land verlasse, sagte Stadtentwickler Lukas Ott der Zeitung.

Wohin Ardian Elezi geht, ist laut Bericht nicht klar. Laut Lukas Ott gibt es in der Gemeinde unterschiedliche Vermutungen, wohin er ziehen könnte. Elezi habe keine eindeutige Aussage gemacht. «Die einen sagen, Ardian Elezi sei nach Russland ausgewandert. Andere behaupten, er absolviere ein Masterstudium in Jordanien», so Ott.

Hetze gegen Homosexuelle und Juden

Der Imam Elezi löste in den vergangenen Monaten mit diversen Aussagen Empörung in der Öffentlichkeit aus. Laut dem «Tages-Anzeiger» bezeichnete er in einer Predigt Homosexuelle als «Krebsgeschwür gegen die Moral». Zudem riet er offenbar Muslimen, im Sommer zu Hause zu bleiben, um wegen der «vielen halbnackten Frauen» nicht in Versuchung zu geraten. Juden soll er zudem pauschal als «hartherzig» bezeichnet haben.

Die Tötung des siebenjährigen Ilias in Basel im vergangenen März soll Ardian Elezi laut der «Schweiz am Wochenende» ausserdem als «Terrorakt» bezeichnet haben. Er musste daraufhin beim Präsidialdepartement erscheinen. Dort habe er von Stadtentwickler Lukas Ott in Anwesenheit des Religionsbeauftragten David Atwood «die Grenzen des Tolerierbaren in der Schweiz» aufgezeigt bekommen, wie Ott gegenüber der Zeitung erklärte.

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