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Die Standbetreiber an der Herbstmesse äussern sich zur bevorstehenden Grossdemo vom Samstag. (Video: Telebasel)

Basel

«Ich hoffe, dass nichts passiert»

Am Samstag findet in Basel eine pro-kurdische Grossdemo statt, die auch an der Herbstmesse vorbeizieht. Wie gehen die Standbetreiber mit der Situation um?

Am Samstagmittag ab 13 Uhr wird es in Basel zu einer ungewöhnlichen Kombination von Veranstaltungen kommen. Einerseits geht die Basler Herbstmesse in ihr zweites Wochenende, andererseits wird eine pro-kurdische Grossdemo veranstaltet, bei der gegen den Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien demonstrieren wird.

Die Grossdemo wird durch die Basler Innenstadt und das Kleinbasel führen und am Barfi und an der Kaserne direkt auf das Publikum der Basler Herbstmesse treffen. Es ist davon auszugehen, dass an der pro-kurdischen Kundgebung auch Vertreter der linksautonomen Szene teilnehmen werden (Telebasel berichtete).

Diese kündigten eventuelle Blockaden, Besetzungen und Angriffe an. Zudem riefen türkisch-nationalistische Kreise in einer Rundmail am Freitagabend dazu auf, an der Grossdemo präsent zu sein. Das berichtet die «bz Basel» am Samstag.

Die Situation könnte also brenzlig werden und auch die Herbstmesse treffen. Unter anderem könnten die Standbetreiber zur Zielscheibe von Angriffen und Vandalismus werden. Was sagen sie zur bevorstehenden, ungewohnten Situation am Samstagnachmittag? Haben Sie Angst? Werden Massnahmen zum Schutz ihrer Stände getroffen?

Messebesuch ja, aber ohne Kinder

Telebasel erkundete sich bei Messebesuchern und den Betreibern der Messestände, wie sie die Situation am Samstag einschätzen. Am Barfüsserplatz sind die Standbetreiber nicht besorgt, dass ihnen und ihrem Stand etwas passieren könnte.

Auch Besucher sind der Meinung, dass der Demo-Zug ruhig und friedlich vorbeiziehe und nicht gefährlich werde. Eine Messebesucherin meint jedoch, dass sie alleine an die Messe gehen werde, aber an diesem Nachmittag niemals Kinder mitnehmen würde. Nur eine der befragten Personen schätzt die Situation als zu gefährlich ein. Für sie steht fest: «Ich werde morgen wegen der Demo zu Hause bleiben und nicht an die Herbstmesse gehen».

(Video: Telebasel)

«Im schlimmsten Fall die Läden schliessen»

Auf dem Kasernenareal waren sich alle Standbetreiber einig – es werde nichts passieren. Denn die Polizei sei vor Ort, wie ihnen von den Veranstaltern der Herbstmesse in einem Schreiben mitgeteilt wurde. Beim Süsswarenstand Sweet Heart heisst es auf Anfrage: «Falls was passiert, ist ja noch ein Polizei-Container auf dem Gelände».

Eine andere Standbetreiberin wiederum bedauert, dass sofort angenommen werde, dass etwas passiere. Schliesslich wollten die Teilnehmer der Kundgebung ja friedlich demonstrieren. Die Verkäuferin des Standes der Confiserie Pinguin fühlt sich ebenfalls sicher. Zur Sicherheit könne man ja die Türe zum Stand abschliessen und falls doch etwas passiere, würde sie die Läden ihres Standes schliessen.

1 Kommentar

  1. Schon mal Linksautonome gesehen die friedlich demonstrieren? Die zünden sogar unschuldige Autos an oder besprayen sie, obwohl die Autos unschuldigen Menschen gehören, die arbeiten müssen um ihren Mietzins bezahlen zu können, da sie nicht wie viele Linksautonomen in einem besetzten Haus wohnen und der arbeitenden Bevölkerung auf der Tasche liegen.Report

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