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Schweiz

Swiss-Chef fordert Mindestpreise für Flugtickets

Swiss-Chef Thomas Klühr will keine Flugtickets unter 100 Franken. Und die Schweiz diskutiert über den Bundesrat. Das sind die Schlagzeilen der Sonntagspresse.

Wichtige Schlagzeilen der Sonntagspresse in nicht verifizierten Meldungen:

Swiss-Chef will «keine Flüge unter 100 Franken»

Der Konzernchef der Fluggesellschaft Swiss, Thomas Klühr, hat sich laut dem «SonntagsBlick» in die Klimadebatte eingeschaltet. «Fliegen ist so ein wichtiger Bestandteil unserer Mobilität geworden, der sich nicht einfach verbieten lässt», sagte der Manager gegenüber der Zeitung. Anstatt darüber nachzudenken, wie man das Fliegen verteuern, verhindern und verbieten könne, müsse es das Ziel sein, einen Treibstoff zu entwickeln, der CO2 neutral sei. «Langfristig ist der Einsatz von synthetischem Treibstoff die Lösung für die Luftfahrt», betonte Klühr. Dafür seien aber enorme Anfangsinvestitionen nötig und der Swiss-Chef forderte deshalb einen Schulterschluss von Industrie, Politik und Wissenschaft: Man benötige industrielle Serienreife und die politische Unterstützung durch Geld.

Falls die Flugticketabgabe zudem wirklich umgesetzt werde, sollten die Gelder vollständig für die Entwicklung von synthetischem Treibstoff verwendet werden, sagte er. Gleichzeitig sprach sich Klühr für Mindestpreise bei Flugtickets aus: «In der Schweiz sollte es keine zweistelligen Ticketpreise geben. Also keine Flüge unter 100 Franken.»

Hat die Schweiz bald neun Bundesräte?

In der Sonntagspresse ist die Zusammensetzung des Bundesrates nach den eidgenössischen Wahlen mit dem Zugewinn der Öko-Parteien ein grosses Thema. Laut der «NZZ am Sonntag» nähmen die Grünen den FDP-Bundesrat Ignazio Cassis ins Visier. Doch selbst falls er die Wiederwahl schaffe stünde eine Rochade bei den Departementen an. Cassis solle das Aussendepartement EDA und damit die Hauptverantwortung für die Europapolitik abgeben, hiess es. Kritiker sagten, er habe in Brüssel seine Glaubwürdigkeit verspielt und in Bern das Vertrauen der Sozialpartner verloren. Dafür werde SP-Bundesrat Alain Berset für den Posten im EDA ins Spiel gebracht, denn er habe schon mit einem Wechsel ins Aussendepartement geliebäugelt.

SP-Präsident Christian Levrat sagte dem «SonntagsBlick», dass er für eine Aufstockung des Bundesrates auf neun Mitglieder sei. Dies gebe mehr Spielraum, um die grossen Parteien angemessen in der Regierung zu integrieren und kurzfristig das Problem der fehlenden grünen Beteiligung zu lösen. Alt-Bundesrat und SVP-Stratege Christoph Blocher eilt den Grünen laut der «SonntagsZeitung» zu Hilfe und skizziert, wie die SVP bei der Wahl eines Grünen in den Bundesrat mitmachen könnte. Blocher schlage den Rückzug von je einem SP- und FDP-Bundesrat vor. An ihrer Stelle soll je eine Person von den Grünen und den Grünliberalen in die Regierung einziehen. Dies ergäbe einen Bundesrat mit zwei Sitzen für die SVP und je einem für SP, FDP, Grüne, CVP und Grünliberale. Mit der Blocher-Zauberformel «würde die zahlenmässige Konkordanz einigermassen eingehalten», sagte der SVP-Übervater gegenüber der «SonntagsZeitung».

Die Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche» schreibt ebenfalls, dass die Grünen an den Bundesratssitz von Cassis wollten. Allerdings zitiert die Zeitung auch kritische Stimmen, die sagen, dass mit dem Austritt von Cassis aus dem Bundesrat die italienischsprachige Schweiz aus dem Gremium verdrängt würde.

Schwule Kardinäle belästigen laut Buch Schweizergardisten

Der «SonntagsBlick» schreibt, dass Schweizergardisten von homosexuellen Würdenträger im Vatikan belästigt würden. Die Zeitung beruft sich dabei auf das Buch «Sodom» von Frédéric Martel, dass auf Deutsch erschienen ist und für Schockwellen im Vatikan sorge. Demnach hätten zwei Schweizergardisten berichtet, dass ihnen Avancen von dutzenden Kirchenführern gemacht worden seien. Von kleinen Aufmerksamkeiten bis zu offener sexueller Belästigung oder gar Nötigung sei alles dabei gewesen, hiess es. Ein Schweizergardist sei regelmässig mitten in der Nacht von einem Kardinal angerufen worden und in sein Schlafgemach zitiert worden. Das Ausmass diese Umtriebe habe die meisten Gardisten schockiert, zitiert die Zeitung aus dem Buch. Einen ausführlichen Fragenkatalog vom «SonntagsBlick» habe das Kommando der Schweizergarde nicht beantwortet. Dagegen teilte es mit, «dass die jungen Schweizer, die sich für den Dienst bei der Päpstlichen Schweizergarde interessieren, sich an militärischen und religiösen Werten orientieren.»

Mehr Geld in Lohnrunde 2020

Die Lohnrunde 2020 bringt laut der «NZZ am Sonntag» seit Jahren wieder ein Plus. Erstmals seit 2016 könnten Arbeitnehmer wieder mit einer ansehnlichen Gehaltserhöhung rechnen, hiess es. Die Zeitung beruft sich auf eine Analyse des Portals Lohntendenzen.ch. Demnach steigen die Löhne im kommenden Jahr um durchschnittlich 1,1 Prozent. Abzüglich der von der Schweizerischen Nationalbank SNB erwarteten Teuerung von 0,2 Prozent blieben somit ein Reallohnzuwachs von 0,9 Prozent. Die Unternehmen liessen Mitarbeiter verstärkt am Erfolg der vergangenen Jahre teilhaben, hiess es von dem Portal gegenüber der Zeitung. Von den Branchen schnitten die Informationstechnologie sowie Pharma und Chemie am besten ab. Knausriger seien die Sektoren Gesundheit, das Gastgewerbe und die Erziehung.

UBS will, dass Khan Anzeige zurückzieht

Der Verwaltungsrat der Grossbank UBS will laut einer Meldung der «SonntagsZeitung», dass der Co-Leiter der UBS-Vermögensverwaltungssparte Iqbal Khan seine Strafanzeige gegen Privatdetektive zurückzieht. Die Zeitung beruft sich dabei auf Informationen aus dem Aufsichtsgremium. Khans ehemaliger Arbeitgeber, die Grossbank Credit Suisse, hatte den Manager mittels Detektiven beschatten lassen und war dabei aufgeflogen. Das Strafverfahren berge nunmehr aber auch Gefahren für Khans neuen Arbeitgeber, die UBS, hiess es in der Zeitung. Der Verwaltungsrat der UBS befürchte, dass im Zusammenhang mit der sogenannten Beschattungsaffäre immer neue Details ans Licht kämen, die auch Khan belasten könnten.

Gesundheitskosten könnten 20 Prozent tiefer sein

Die Gesundheitskosten in der Schweiz könnten laut einer Meldung von «Le Matin Dimanche» um rund 20 Prozent gesenkt werden. Dies würde zirka 16 Milliarden Franken entsprechen. Das Sparpotenzial errechne sich, wenn man ausländische Studien über medizinisch nicht notwendige Eingriffe auf die Schweiz übertragen würde. Die Zahlen existierten für das Inland nicht, aber Experten bezweifeln, dass es für die Schweiz anders ausfallen würde. Zu den unnötigen Behandlungen zählen laut der Zeitung etwa zu viele Antibiotika-Gaben gegen Sinusitis, wiederholte Blutentnahmen in Spitälern oder der Missbrauch von Entzündungshemmern.

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