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FCB-Trainer Marcel Koller, Fabian Frei, Raoul Petretta und Djordje Nikolić sprechen über den Sieg gegen Getafe. (Video: Telebasel)

International

«Das macht eine grosse Mannschaft aus»

Der FCB gewann gestern ein intensives Spiel in Getafe und ist nun auch in der Europa League Tabellenführer. Dementsprechend gut ist die Stimmung im FCB-Lager.

Es war ein hartes Stück Arbeit. Neun gelbe Karten (inklusive der gelb-roten Karte gegen Kevin Bua) und fünfzehn Minuten in Unterzahl musste der FCB gestern in Spanien überwinden. Umso grösser war die Freude nach dem Spiel.

«Das habe ich auch noch nie erlebt»

Trotz des Siegs hadern die FCB-Akteure mit den vielen gelben Karten. So auch Fabian Frei: «So unfair, wie die neun gelben Karten scheinen, waren wir dann doch nicht auf dem Platz, habe ich das Gefühl».

Auch sein Trainer Marcel Koller findet, dass es zu viele gelbe Karten gab. «Ich glaube nicht, dass fast jedes Foul eine gelbe Karte hätte nach sich ziehen müssen. Dementsprechend habe ich das auch noch nie erlebt. Neun gelbe Karten!»

Schöne Art und Weise

Aber nun zum Erfreulichen: Der FCB spielte, auch später in Unterzahl, eine gute Partie gegen einen starken Gegner aus einer der besten Ligen der Welt. «Es war ein Sieg, der der Mannschaft gut getan hat», sagte Fabian Frei nach dem Spiel.

Vor allem die Art und Weise sei schön gewesen. «Nach der roten Karte dachten wahrscheinlich viele, dass es nun extrem schwer werde, zu punkten. Wir haben an uns geglaubt und haben gut verteidigt», sagte Fabian Frei und fügte hinzu, dass die Stimmung nach dem Sieg in der Kabine sehr gut gewesen sei. Wie der Sieg in der Kabine genau gefeiert wurde, erfahren Sie im Video oben.

Mann des Spiels: Djordje Nikolić

Raoul Petretta geht sogar noch weiter: «Ich glaube, wir haben bewiesen, dass wir leiden können. Das macht eine grosse Mannschaft in solchen Spielen aus», sagte der Aussenverteidiger nach dem Spiel.

Der wahre Held des Spiels stand aber im Tor. Weil Jonas Omlin nicht spielen konnte, sprang Djordje Nikolić kurzfristig für ihn ein. Und er machte seine Sache sehr gut, strahlte Sicherheit aus und parierte einige Male glänzend. Das in seinem ersten Spiel auf der europäischen Bühne: «Ich habe nur meinen Job gemacht. Als zweiter Goalie muss man bereit sein», sagte er lediglich zu seiner Leistung.

Für den FCB war es gestern also ein voller Erfolg. Nun sind die Basler nicht nur Tabellenführer der Super League, sondern auch in ihrer Europa League-Gruppe. Damit dürfte ihr Selbstvertrauen weiter steigen. Kaum vorstellbar, dass sich das am Sonntag im Klassiker gegen den schwächelnden FC Zürich ändern könnte.

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