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Der Basler Zolli beherbergt zwei der intelligenten Gemeinen Kraken. (Video: Youtube/ZooBasel)
Basel

Gemeine Kraken üben Flaschen öffnen

Gemeine Kraken sind für ihre Intelligenz bekannt. Im Basler Zolli üben derzeit zwei Tiere dieser intelligenten Tintenfisch-Art Flaschen zu öffnen.

In der Natur spielen Gemeine Kraken gerne mit Muschel- und Schneckenschalen und öffnen diese. Deshalb wird diesen Tieren im Zolli die Nahrung in Flaschen mit verschiedensten Verschlüssen gebracht, so dass sie die Gefässe erst mit ihren acht Armen öffnen müssen.

Einer der beiden Gemeinen Kraken lebt hinter den Kulissen im Vivarium und der andere ist in einerm Schaubecken zu sehen.

Blaublütig und intelligent

Kraken können ihre acht Arme unabhängig voneinander bewegen, da jeder Arm von einem eigenen Nervenzentrum angesteuert wird. Ein Oktopus hat also neun Gehirne und zudem drei Herzen. Ihr Blut ist blau, da ihr Sauerstoff nicht von eisenhaltigem Hämoglobin gebunden wird, sondern von kupferhaltigem Hämocyanin.

Ausserdem gehört der Gemeine Krake zum Hauptteil der jährlichen 300’000 Tonnen gefangenen Kraken. Trotzdem steht die Art nicht auf der Roten Liste für bedrohte Tiere. Im westlichen Mittelmeer ist das Tier sogar sehr zahlreich anzutreffen. Das hat unter anderem mit der hohen Vermehrungsraten der Gemeinen Kraken zu tun. Ein grosses Weibchen kann bis zu 500’000 Eier produzieren.

Kurzes Leben

Bei den Kraken bedeutet die Fortpflanzung gleichzeitig den Tod der Elterntiere. Denn: Das Weibchen entkräftet sich während der Fürsorge der Eier dermassen, dass es danach stirb. Die Gemeinen Kraken werden in der Natur nur etwa drei bis vier Jahre alt. Im Aquarium hingegen sterben sie meist nach etwa anderthalb bis zwei Jahren nach der Ankunft. Das hat damit zu tun, dass sie beim Fang meistens schon eine gewisse Grösse und somit ein fortgeschrittenes Alter haben.

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