Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 22. Oktober 2019.

Baselland

Winzer trotz Wetterextremen zufrieden

Wegen des späten Winterfrosts im Mai und einer heftigen Trockenphase im Sommer fällt die Weinlese kleiner aus. Die Qualität soll darunter nicht leiden.

Nach einer sehr erfolgreichen Weinernte im vergangenen Jahr, müssen sich die Winzer in dieser Saison mit einer kleineren Ausbeute zufrieden geben. Schuld daran ist der Spätfrost im Mai und eine heftige Trockenphase im Sommer. Die Qualität der Trauben sei dennoch überzeugend. «Das Ziel ist es, ein Traubengut zu erzeugen, welches gesund, reif und aromatisch ist. Und wenn man die Arbeit richtig macht und die Kultur steuert, gelingt das auch», sagte der Rebbau Kommissar Andreas Buser.

Damit die Kunden trotz der mickrigeren Ernte nicht auf guten Wein verzichten müssen, mussten die Produzenten viel mehr Arbeit rein stecken. «Die angeschlagenen Trauben, welche einen Sonnenbrand erlitten haben, müssen gesondert werden», so Buser weiter. Die vom Frost befallenen Trauben wurden entweder aussortiert oder aufgepäppelt.

Klimawandel verändert Weinangebot

Die zunehmende Klimaveränderung und heisseren Tage sind eine grosse Herausforderung für die Bauern. Die Winzer würden darunter aktuell noch nicht leiden. «Der Vergleich Kopfsalat / Reben passt perfekt. Ihr könnt euch vorstellen, wie tief ein Kopfsalat wurzelt, da sind wir vielleicht bei 10 Zentimeter-Wurzeln. Die oberste Erdschicht ist relativ schnell ausgetrocknet», erklärt der Siebe Dupf Kellermeister Thomas Engel. Rebstöcke könnten bis zu zehn Meter lange Wurzeln schlagen und würden so immer noch zur Wasserquelle finden.

Die heissen Temperaturen verändern teilweise auch das Weinangebot im Verkauf. «Das führt dazu, dass der Blauburgunder auch mal ein etwas kräftigerer Wein wird. Das ist zwar nicht typisch, kommt aber vielen Menschen entgegen, weil sie doch eher gerne kräftigen Wein haben», so Engel.

Hervorragendes Vor-Rebjahr

Im vergangenen Jahr konnten sich die Winzer über einen starken Ernteanstieg freuen. «2018 war einfacher, weil die Trockenheit weniger stark gewirkt hat. Wir kamen aus einem nassen Winter, einem nassen Mai und das hat für die Reben gereicht.» Ausserdem gab es im vergangenen Jahr nicht zwei Hitzewellen, die den Reben zusätzlich zugesetzt hätten. Mit Temperaturen im Juli über 37 Grad, kam es auch zu sogenannten Sonnenbrandschäden und die setzten den Winzern zusätzlich zu.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*