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Der Telebasel News Beitrag vom 21. Oktober 2019.

Baselland

Weitere Schlappe für Buser und die Wirtschaftskammer

Der Direktor der Wirtschaftskammer Christoph Buser ist zum dritten Mal innert vier Jahren an der Wahlurne gescheitert.

Auf allen Kanälen war Christoph Buser präsent: In den letzten Monaten konnte man nicht durch das Baselbiet fahren, ohne dass ein Plakat des Direktors der Wirtschaftskammer einem entgegen lächelte. Gereicht hat es trotzdem nicht. Wie viel Geld er für die Kampagne aufgewandt hat, will er nicht sagen.

Ohne Parteilogo auf Stimmenfang

Kritik hatte es bereits vor den Wahlen an der aufwendigen Kampagne gegeben. So berichtete beispielsweise die Basellandschaftliche Zeitung BZ, dass man an den Plakaten von Christoph Buser nicht ablesen konnte, zu welcher Partei er gehört.

Der Vorwurf, dass er nur für sich Wahlkampf gemacht hat, will er so dann auch nicht gelten lassen: «Intern habe ich immer gesagt, dass ich versuchen werde, mein Netzwerk einzubringen, das ist der Hauseigentümerverband, das sind KMU’s. Aber wenn ich in diese Verbände rein will, kann ich da nicht einfach als FDP-Parteisoldat auftreten und das war auch der Hintergrund der gewählten Kampagne.”

Drei Wahlen, drei Niederlagen in vier Jahren

Für Buser ist es die dritte Niederlage innert vier Jahren an der Wahlurne, trotz immensem und kostspieligem Wahlkampf. Der Direktor der Wirtschaftskammer ist bereits vor vier Jahren mit seiner Stände- und Nationalratskandidatur gescheitert. Diesen Frühling ist Buser nach 12 Jahren aus dem Landrat abgewählt worden. Eine herbe Schlappe für ihn, aber auch für die Wirtschaftskammer.

SP-Landrat Andreas Bammater sieht da einen Grund für Christoph Busers Scheitern, dass man ihn nicht von der Wirtschaftskammer trennen kann: «In den letzten ein bis zwei Jahren hat es Skandale gegeben und ich denke, das hat auch Herrn Buser geschadet.»

Zukunft Busers offen

Einen definitiven Schlussstrich will Christoph Buser noch nicht unter seine politische Karriere ziehen: «Ich mache eigentlich täglich Politik, in meinen Ämtern, von dem her wird sich für mich nicht viel ändern, jetzt nach diesem Wahlgang sowieso nicht. Es hätte sich was geändert, wenn das mit Bern funktioniert hätte, aber wie gesagt, das war unrealistisch und für mich persönlich stellt sich diese Frage erst wieder, wenn die nächsten Wahlen anstehen.»

Auch die Abwahl aus dem Landrat hat Christoph Buser nicht davon abgehalten, mit allen Geschützen in den nationalen Wahlkampf zu ziehen. Obwohl die nächsten Wahlen noch weit weg sind, wird es wohl kaum ruhig um den Direktor der Wirtschaftskammer.

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