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Der Telebasel News Beitrag vom 21. Oktober 2019.

Basel

«Ich muss herausfinden, was ich machen muss»

Am Tag nach den Wahlen wissen die beiden Wahlsiegerinnen Soland und Christ nicht, wo ihnen der Kopf steht. Noch immer sind sie überwältigt von ihrem Sieg.

Sie hatten eigentlich beide dasselbe Amt im Visier. Die beiden Anwältinnen, Tanja Soland und Katja Christ, wollten in den Regierungsrat. Geschafft hatte es mit einem deutlichem Vorsprung Tanja Soland von der SP. Doch auch Katja Christ triumphiert an diesem Abend. Dank der Listenverbindungen ist sie in Basel die erste Grünliberale im Nationalrat. Die beiden Frauen gehen neben Eva Herzog als die grossen Wahlsiegerinnen des Abends hervor.

Der Tag danach

Einen Tag nach den Wahlen können es die beiden noch nicht realisieren. Etwas müde aber glücklich machte sich Katja Christ heute in der Früh wieder auf dem Weg zur Arbeit in die Kanzlei. Ihre Gefühle kann sie noch wirklich fassen: «Ich glaube, das ist etwas, das man nicht mit Worten beschreiben kann, wenn man es nicht selber erlebt hat.»

Auch Tanja Soland muss sich nach dem gestrigen Abend noch sammeln: «Ich habe es noch nicht geschafft alle Mails und SMS durchzulesen und ich bin immer noch aufgeregt. Ich muss jetzt erst mal herausfinden, was ich machen muss», gibt sie zu.

Jobwechsel für Soland

Die beiden Anwältinnen und ehemaligen Konkurrentinnen treten ab Januar 2020 ihre neuen Ämter an. Das wird für die beiden unterschiedliche Konsequenzen haben. Während Katja Christ ihren Job in der Kanzlei weiterhin ausführen kann, wird Tanja Soland ihren Beruf niederlegen müssen. Für sie bedeutet die Wahl zur Regierungsrätin einen Jobwechsel.  Diese Aufgabe ist ein Vollzeitjob. Schon bald wird Tanja Soland ihre Kanzlei verlassen müssen: «Wenn ich das Büro räumen muss und meine tollen Bürokollegen verabschiede, dann wird mir das Leid tun. Andererseits ist es auch toll etwas Neues zu machen.»

Christ bleibt Anwältin

Christ hingegen weiss noch nicht genau, wie sich ihre neue Aufgabe auf den Beruf auswirken wird. «Ich muss erst genau schauen, was mein Pensum in Bern bedeutet und dann muss ich das mit meinen Partnern besprechen, wie wir das aufgleisen.» Sie gehe davon aus, dass sie reduzieren muss, weiter arbeiten will sie aber auf jeden Fall.

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