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Roger Federer über seinen 10. Titel an den Swiss Indoors. (Video: Telebasel)

Basel

Swiss Indoors-Ticker

Bleiben Sie auf dem Laufenden. Alle Neuigkeiten und Videos rund um die Swiss Indoors 2019 gibt es hier im Ticker.
Roger Federer über seinen 10. Titel in Basel
Turnierdirektor Roger Brennwald zieht Bilanz

Roger Brennwald, der langjährige Turnierpräsident der Swiss Indoors, zog auch nach der 50. Ausgabe seines Turniers eine überaus zufriedene Bilanz. Dank der ungebrochenen Euphorie um Roger Federer sprach der 72-jährige Gründer von einem «Turnier der Superlative».

Roger Federer begeisterte die Massen an seinem Heimevent auch mit 38 Jahren, und auch an Federers spielfreien Tagen war der Zuspruch für das Basler ATP-500-Turnier gross. Lediglich am Dienstag, als keine Schweizer im Einsatz standen, wurden nicht alle der verfügbaren 9000 Tickets für die St. Jakobshalle abgesetzt. Einmal mehr habe Federer das Turnier geprägt, erklärte Brennwald. «Seine Auftritte waren erneut überragend. Dazu konnten wir das neue Tennisdorf einweihen.»

Als spielerischen Höhepunkt strich Brennwald den Achtelfinal zwischen Stan Wawrinka und Frances Tiafoe heraus, den der Schweizer 7:5 im dritten Satz gewann. Dass Wawrinka danach wegen einer Blockade im Rücken für den Viertelfinal gegen Federer Forfait erklärte, trübte das positive Bild nicht.

In einem Jahr feiern die Swiss Indoors ihr 50-Jahre-Jubiläum. «Wir werden es zu einem einmaligen Ereignis machen», versprach Brennwald, ohne auf Details einzugehen. Primär gelte es, das hohe Level zu halten, auf das man sich in der Ära von Roger Federer gehoben hat. Dass auch 2020 mit dem 20-fachen Grand-Slam-Sieger zu rechnen ist – Federer kündigte an, in Basel bis zu seinem Rücktritt anzutreten -, spielt dem zum weltweit am meisten beachteten Schweizer Sportereignis gewachsenen und mit einem Budget von rund 19 Millionen Franken operierenden Turnier selbstredend in die Karten. Was danach kommt? So weit vorausblicken mag Brennwald angesichts der besonderen Umstände mit Federer nicht mehr: «Wir nehmen inzwischen Jahr für Jahr. Das ist unser Schicksal.» (sda)

Die zehn Swiss Indoors-Titel in Bildern
Roger Federer gewinnt zum zehnten Mal die Swiss Indoors
 (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Roger Federer macht das Stängeli an den Swiss Indoors perfekt. Der 38-Jährige setzt sich im Final seines Heimturniers in Basel gegen den Australier Alex de Minaur (ATP 28) 6:2, 6:2 durch.

Mit nunmehr 38 Jahren dominierte Federer die Swiss Indoors nach Belieben. Zum 19. Mal trat er im Haupttableau an, so überlegen wie dieses Mal war er noch nie. Begünstigt auch von einem Freilos im Viertelfinal nach der Aufgabe von Stan Wawrinka gab er in der ganzen Woche lediglich 18 Games ab. 263 (bestechende) Minuten reichten, um den Jubiläums-Triumph perfekt zu machen, der ihm in diesem Sommer auch schon in Halle gelungen ist.

Alex de Minaur chancenlos 

Lediglich 4 dieser 18 Games gehen auf das Konto von Alex de Minaur, der sich mit seinen Defensivkünsten als Ungesetzter in den Final kämpfte, der in den 68 Minuten gegen den auf ganzer Linie überzeugenden Federer aber ähnlich chancenlos war wie zuvor Peter Gojowczyk, Radu Albot und Stefanos Tsitsipas.

Zwar zwang der 20-jährige De Minaur den Schweizer vermehrt in Ballwechsel, auch er musste sich auf der schnellen Unterlage in der St. Jakobshalle seinen Service aber in beiden Sätzen früh abnehmen lassen. Nur einmal, im siebten Spiel des zweiten Satzes, geriet Federer als Aufschläger ansatzweise in Bedrängnis. Das 0:30 machte er wett, ohne einen Breakball abwehren zu müssen.

Federer hält damit bei 103 Turniersiegen. Nur noch sechs Titel fehlen ihm zum einst für unerreichbar gehaltenen Rekord von Jimmy Connors. Dass er auch im fortgeschrittenen Tennis-Alter zu den vier besten Tennisspielern der Welt neben Novak Djokovic, Rafael Nadal und dem in den letzten Monaten aufgerückten Daniil Medwedew gehört, unterstrich er 2019 unter anderem mit den Titeln in Dubai, Miami, Halle und Basel und dem hauchdünn entglittenen neunten Triumph in Wimbledon.

Mit dem fünften Triumph in Folge (2016 fehlte er wegen einer Verletzung) baute Federer seine Siegesserie in Basel auf 24 Siege aus. Seine letzte Niederlage datiert von 2013, als er im Final Juan Martin Del Potro unterlag. Bereits vor einer Woche hatte er angekündigt, an seinem Heimturnier anzutreten, solange er noch spielt.

Tagesprogramm vom Final-Sonntag

Roger Federer über seine exzellente Form

(Video: Telebasel) 

Im Vorfeld des Finals gegen Alex de Minaur lässt Roger Federer den Herbst aber auch die Woche an den Swiss Indoors kurz Revue passieren. Er spricht darüber, was es denn braucht, um ihn zu schlagen auf Hartplatz. Und auch darüber, dass er es bereut, nicht gegen Stan Wawrinka spielen gekonnt zu haben.

Roger Federer zum 15. Mal im Final der Swiss Indoors
(KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Roger Federer steht zum 15. Mal im Final der Basler Swiss Indoors. Der 38-jährige Baselbieter bezwingt Stefanos Tsitsipas (ATP 7) dank jeweils frühen Breaks in 78 Minuten 6:4, 6:4 und greift am Sonntag um 15.00 Uhr nach seinem zehnten Titel am Heimturnier. Sein Gegner im Final ist der 20-jährige Australier Alex de Minaur (ATP 28). (sda)

Alex de Minaur wartet im Final auf Federer oder Tsitsipas
(KEYSTONE/Alexandra Wey)

Alex de Minaur (ATP 28) steht an den Swiss Indoors in Basel als erster Finalist fest.

Der 20-jährige Australier bezwang im Halbfinal den Amerikaner Reilly Opelka (ATP 37) nach mehr als zweieinhalb Stunden 7:6, (7:2), 6:7 (4:7), 7:6 (7:3) und trifft am Sonntag auf den Sieger des Duells zwischen Roger Federer und Stefanos Tsitsipas.

Gegen den fast 30 Zentimeter längeren Opelka machte der Grundlinienspezialist De Minaur seinen Grössennachteil zum vierten Mal in diesem Jahr wett. Zwar schlug der 2,11 m grosse Opelka seine Asse 989 bis 1013 in diesem Jahr und übernahm er in dieser Rubrik die Spitze vor John Isner, spielerisch war der zähe De Minaur aber besser.

De Minaur, der aktuell am besten klassierte Spieler seines Landes, ist der erste australische Finalist in Basel seit Mark Philippoussis 1997. Er gewann in diesem Jahr bereits drei Turniere. Unabhängig des Final-Ausgangs wird er am Montag erstmals in die Top 20 der Welt vorstossen. Gegen Federer hat De Minaur noch nie gespielt. (sda)

Das Programm vom Samstag

Tsitsipas folgt Federer ins Halbfinal
 (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Roger Federer trifft an den Swiss Indoors in Basel im Halbfinal auf Stefanos Tsitsipas (ATP 7). Der als Nummer 3 gesetzte Grieche setzte sich gegen den Serben Filip Krajinovic (ATP 46) nach fast zwei Stunden 3:6, 6:4, 6:4 durch.

Der Halbfinal beginnt am Samstag frühestens um 16.00 Uhr. Davor machen der Amerikaner Reilly Opelka und der Australier Alex de Minaur den ersten Finalisten aus. Federer ist an seinem Heimturnier seit 23 Spielen ungeschlagen und greift nach dem zehnten Titel. (sda)

Reaktionen der Fans nach dem geplatzten Schweizer Viertelfinal
Opelka und De Minaur weitere Halbfinalisten nach Federer
(KEYSTONE/Alexandra Wey)

Reilly Opelka und Alex de Minaur stehen an den Swiss Indoors als weitere Halbfinalisten nach Roger Federer fest.

Die Zahl der namhaften Gegner von Roger Federer schrumpfte am Viertelfinaltag in Basel weiter. Mit Roberto Bautista Agut strich nach Stan Wawrinka (Forfait für den Viertelfinal gegen Federer) und Alexander Zverev (Aus in der 1. Runde gegen Taylor Fritz) ein weiterer Titelkandidat die Segel. Der als Nummer 4 gesetzte Spanier unterlag dem 22-jährigen Amerikaner Reilly Opelka in etwas mehr als anderthalb Stunden 3:6, 6:3, 3:6.

Im zweiten Viertelfinal des Tages setzte sich der mit einer Wildcard ausgestattete australische Youngster Alex de Minaur (ATP 28) gegen den Deutschen Jan-Lennard Struff (ATP 41) 6:4, 7:6 (7:4) durch.

Der 20-jährige Australier Alex de Minaur ballt gegen Jan-Lennard Struff die Siegerfaust. (Bild: Keystone)

Opelka, der im Februar in New York sein erstes Turnier auf ATP-Stufe gewonnen hat, ebnete sich den Weg zum Erfolg gegen Bautista Agut mit 31 Assen. Der 2,11 m grosse Spieler hält damit in diesem Jahr bei 988 Assen. Nur sein Landsamm John Isner punktete öfter direkt mit dem Service.

Der 22-jährige Opelka und der 20-jährige De Minaur spielen am Samstag im ersten Halbfinal gegeneinander um den Finaleinzug. Federer, der nach Stan Wawrinkas Aufgabe im Viertelfinal ein Freilos genoss, bekommt es – frühestens um 16.00 Uhr – mit dem Sieger des Duells zwischen Stefanos Tsitsipas (ATP 7) und Filip Krajinovic (ATP 46) zu tun.

Programm vom Freitag

Stan Wawrinka gibt Forfait

Schreckensnachricht für die Swiss Indoors Basel: Der Schweizer Viertelfinal zwischen Roger Federer und Stan Wawrinka findet am Freitagabend nicht statt. Wawrinka erklärt wegen Rückenproblemen Forfait.

«Ich habe mich im allerletzten Game am Freitag am Rücken verletzt», so Wawrinka, «ich werde auf keinen Fall in der Lage sein, am Freitag bereits wieder zu spielen.» Im besten Falle könne er nächste Woche in Paris-Bercy nochmals antreten.

Die Swiss Indoors bringen Stan Wawrinka einfach kein Glück. Acht Mal scheiterte er seit 2003 als Favorit an Aussenseitern. Selten spielte er in Basel wirklich gut. Und jetzt, als er nach der Finalqualifikation letzte Woche in Antwerpen auch in Basel für einmal in Form schien, erwischte es ihn nach dem zweiten Sieg innerhalb von 27 Stunden am Rücken.

Wawrinka trat heuer erstmals seit 2016 wieder in Basel an. Vor zwei Jahren fehlte er wegen seiner Knieoperation; 2018 verzichtete er im letzten Moment auf den Start ebenfalls wegen einer Rückenverletzung.

In Basel zahlte Wawrinka den Tribut für die Anstrengungen der letzten Woche. Letzte Woche startete er in Antwerpen erstmals seit dem US Open wieder an ein Turnier. Er bestritt in Antwerpen und Basel sechs Einzel innerhalb von acht Tagen. Das allerletzte Spiel des Achtelfinals gegen Tiafoe, in dem sich Wawrinka verletzte, war der absolute Höhepunkt des Spiels. Tiafoe nützte bei eigenem Aufschlag fünf Spielbälle zum 6:6-Ausgleich nicht, anschliessend kam Wawrinka zu zwei Matchbällen, den zweiten nützte er.

«Es ist bitter, am Freitag nicht spielen zu können, zumal mich die Fans im Achtelfinal enorm unterstützten. Das war womöglich die beste Ambiance an einem meiner Spiele im ganzen Jahr», so Wawrinka.

Dank Wawrinkas Forfait zieht Roger Federer kampflos in die Halbfinals ein. Dort trifft er am Samstag entweder auf den Griechen Stefanos Tsitsipas oder den Serben Filip Krajinovic.

Stan Wawrinka zieht sich aus Turnier zurück
(KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Stan Wawrinka zieht sich aus den Swiss Indoors zurück. Das hat der Romands nach dem Sieg gegen Frances Tiafoe an der Pressekonferenz bekannt gegen. Er habe im letzten Game seinen Rücken gespürt und wolle kein Risiko eingehen.

Dementsprechend wird es am Freitag an den Swiss Indoors doch nicht zum heiss ersehnten Duell mit Roger Federer kommen. Der Baselbieter wird kampflos in den Halbfinal des Turniers einziehen.

Stan Wawrinka zittert sich in Viertelfinal gegen Roger Federer
(KEYSTONE)

Stan Wawrinka setzt die Schweizer Siegesserie an den Swiss Indoors Basel fort. Der als Nummer 7 gesetzte Romand schafft es trotz Satzverlust gegen Frances Tiafoe (6:3, 3:6, 7:5) in den Viertelfinal.

Dort kommt es am Freitagabend zum Schweizer Duell gegen Roger Federer.

Ganz so souverän wie Roger Federer gelang Stan Wawrinka der Durchmarsch durch die ersten zwei Runden nicht. Federer gab auf seinem Parcours in den Viertelfinal bloss sechs Games ab. Stan Wawrinka leistete sich in seinem Achtelfinal gegen den 13 Jahre jüngeren Frances Tiafoe (USA), mit dem er trotz des Altersunterschieds eng befreundet ist, sogar einen Satzverlust. Die Partie, die als Lehrstunde für Tiafoe begann, geriet am Ende zum Krimi. Aber letztlich setzte sich Wawrinka 2:32 Stunden doch noch durch.

Wawrinka erlebte in der St. Jakobshalle trotz des Umwegs über den dritten Satz einen gemütlichen, äusserst stimmungsvollen Abend. Für einmal war er es, der vor 9000 Zuschauern in der ausverkauften Arena die Hauptrolle spielte. Wie schon am Vorabend wurde die 34-jährige Nummer 2 der Schweiz vom Publikum mit offenen Armen und euphorisch empfangen. Wawrinka verdankte die Sympathien mit einer zweiten starken Leistung.

Wawrinka brillierte phasenweise sogar. Am Ende benötigte er aber den Support des Publikums, um sich zum Sieg zu zittern. Der Verlust des zweiten Satzes war noch eine statistische Anomalie. Wawrinka verlor den Satz, obwohl er zu mehr Breakbällen gekommen war, obwohl er mehr Gewinnschläge produzierte, und obwohl ihm weniger Fehler als dem Gegner unterliefen. Im dritten Satz hingegen spielte Tiafoe von Anfang an auf Augenhöhe mit. Wie schon am Sonntag im Final von Antwerpen gegen Andy Murray drohte Wawrinka eine Niederlage in einem Spiel, welches er anfänglich klar dominiert hatte.

Aber Wawrinka biss sich durch. Er wehrte beim Stand von 5:5 im dritten Satz zwei Breakbälle ab. Später bot sich Tiafoe bei eigenem Aufschlag fünf Mal die Chance zum 6:6-Ausgleich. Schliesslich nützte “Stan the Man” aber seinen zweiten Matchball.

In der Vergangenheit hat Wawrinka solche Spiele an den Swiss Indoors regelmässig verloren. Den beiden Halbfinal-Qualifikationen von 2006 und 2011 stehen viele Enttäuschungen gegenüber. Acht Mal verlor Wawrinka am Basler Turnier als Favorit gegen Aussenseiter wie Mischa Zverev (2016), Ivo Karlovic (2015), Michail Kukuschkin (2014), Edouard Roger-Vasselin (2013), Nikolai Dawydenko (2012), Benjamin Becker (2008), Kristof Vliegen (2005) oder Tomas Zib (2003).

Für Wawrinka beginnt am Freitagabend ein neues Turnier. In den Viertelfinal gegen Roger Federer steigt er gewiss nicht mehr als der Favorit. Beim Publikum wird Wawrinka auch nicht mehr Hahn im Korb sein. Es ist für den Romand ein Ding der Unmöglichkeit, in Basel bei der Publikumsgunst an “King Roger” vorbeizukommen. Federer gewann in Indian Wells und Roland-Garros in diesem Jahr schon die ersten zwei Schweizer Duelle gegen Wawrinka.

In den Direktbegegnungen führt Federer gegen Wawinka mit 23:3. Seine drei Siege erkämpfte sich Wawrinka alle auf Sand. Auf Hartplätzen steht es 17:0 für Federer. (sda)

Stefanos Tsitsipas kämpft sich in den Viertelfinal
(KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Stefanos Tsitsipas steht im Viertelfinal der Swiss Indoors. Nach nach einer kämpferischen Leistungen gegen den Litauer Ricardas Berankis.

Der Start in die Partie gelang dem Aussenseiter aus Litauen besser. Er konnte den ersten Satz im Tie-Break für sich entscheiden. Anschliessend schien Berankis die Luft auszugehen. Sein griechischer Gegner wurde besser und liess besonders bei eigenem Aufschlag nichts mehr anbrennen. Endresultat: 6:7 | 6:2 | 6:4.

Stefanos Tsitsipas spielt morgen gegen den Sieger der Partie zwischen Fabio Fognini und Filip Krajinovic.

 

David Goffin scheitert an Reilly Opelka
(KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Der der starken Leistung von David Goffin zum Auftakt der Swiss Indoors gegen Marin Cilic, muss der Belgier bereits wieder die Koffer packen. Er scheitert in drei eng umkämpften Sätzen am amerikanischen Aufschlagungeheuer Reilly Opelka.

Ergebnis: Reilly Opelka (USA) s. David Goffin (BEL/6) 6:7 (4:7), 7:6 (7:4), 7:5

Bautista Agut gewinnt gegen Gasquet
(KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Roberto Bautista Agut bezwingt den Franzosen Richard Gasquet in drei Sätzen mit 6.2 4:5 6:3 und zieht somit in die Viertelfinals ein.

David Goffin scheitert am Amerikaner Reilly Opelka

 

 (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

David Goffin scheitert im Achtelfinale nach drei Sätzen am Amerikaner Reilly Opelka.

Das Programm am Donnerstag

Roger Federer: «Es ist ein anderes Jahr und eine andere Situation»

In einem möglichen Viertelfinal gegen Stan Wawrinka wäre Roger Federer an den Swiss Indoors klarer Favorit – auf dem Papier. Der Maestro sieht es trotz Glanzauftritten nicht so einfach.

Roger Federer überzeugte bei seinen ersten beiden Einsätzen an den Swiss Indoors auf der ganzen Linie. Einzig 2006, auf dem Weg zu seinem ersten von bislang neun Titeln in Basel, verlor er in den ersten zwei Spielen noch ein Game weniger als in diesem Jahr. Die Form stimmt also.

Nun hofft jeder, dass es am Freitag zu einem Duell der beiden Schweizer Stars Federer und Stan Wawrinka kommt. Dafür muss der Waadtländer am Donnerstag noch seinen Achtelfinal gegen den Amerikaner Frances Tiafoe gewinnen. Eine alles andere als einfache Aufgabe, doch auch Wawrinka überzeugte in seinem Auftaktspiel.

(Video: Telebasel) 

Alles spricht für Roger Federer

Sollten sich die beiden gemeinsamen Doppel-Olympiasieger von 2008 ein 27. Mal gegenüber stehen, würde dennoch alles für Roger Federer sprechen. Einzig auf Sand hat er dreimal gegen seinen Kumpel verloren, und in der St. Jakobshalle ist er seit 22 Spielen ungeschlagen. Alles Roger also? Nicht für Federer.

«Ich sehe es nicht so, dass ich hier besonders klarer Favorit bin», warnt der 38-jährige Baselbieter. «Auf einem Indoor-Belag kann es, wie auf Rasen, sehr schnell gehen.» Die Margen seien klein, auch Wawrinka könne mit seinem Aufschlag mehrere Games lang dominieren. Er gibt aber zu: «Auf schnellen Belägen ist es sicher etwas einfacher, ihn aus dem Konzept zu bringen. Da ist es für mich bis jetzt meist, oder sogar immer, aufgegangen.» Es sei aber bei weitem nicht immer eine klare Angelegenheit gewesen.

Kein Spiel wie jedes andere 

Nun würde er sich über ein weiteres Duell freuen. «Ich spiele immer gerne gegen ihn.» Ein Spiel wie jedes andere werde es nie sein. «Es ist wie eine Schachpartie», erklärt der 20-fache Grand-Slam-Champion. «Ich weiss , wo er sich wohl fühlt und er, wo ich mich wohl fühle. Und wir wissen, dass der andere dies auch weiss.» Etwas freut Federer besonders: «Nach unseren Operationen ist es alles andere als selbstverständlich, dass wir heute noch immer regelmässig gegeneinander spielen können.»

Zweimal war dies in diesem Jahr der Fall. In Indian Wells gewann Federer klar, in Paris auf Sand relativ knapp in vier Sätzen. Auch das bisher einzige Duell in Basel, 2011 im Halbfinal, ging an Federer. Überhaupt hat Wawrinka in der St. Jakobshalle kaum je überzeugen können. Für Federer will dies jedoch nichts heissen. «Wie es scheint, hat er hier meist Mühe gehabt. Aber jetzt ist es anders. Er war in Antwerpen auf einem Indoor-Platz im Final, hat hier gegen Cuevas gut gespielt.» Zudem habe er am US Open mit Wawrinka trainiert und wisse, was er dort gesehen habe.

«Ich habe diesen Stan im Kopf, wenn ich gegen ihn spiele und nicht den Stan, der hier vor sechs Jahren oder so gegen irgendjemanden in der 1. Runde verlor”, betont er. “Ich denke, das wird auch ihn nicht mehr interessieren.»

Der Mittwoch an den Swiss Indoors in Bildern
Laaksonen kann Exploit nicht wiederholen
(KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Henri Laaksonen (ATP 105) gelang im Achtelfinal der Swiss Indoors kein zweiter Exploit. Der 27-jährige Schaffhauser unterlag dem Deutschen Jan-Lennard Struff (ATP 41) klar 3:6, 4:6. In der 1. Runde hatte der Empfänger einer Wildcard noch den als Nummer 8 gesetzten Benoît Paire ausgeschaltet. (sda)

Taylor Fritz scheitert an Alex de Minaur
(KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Der Amerikaner Taylor Fritz scheitert in der zweiten Runde der Swiss Indoors am Wildcard-Spieler Alex de Minaur. Gegen den Australier konnte Fritz die Leistung gegen Alexander Zverev am Abend zuvor nicht wiederholen.

Der Youngster Alex de Minaur trifft im Viertelfinal am Freitag auf Laaksonen-Bezwinger Jan-Lennard Struff aus Deutschland.

Federer mit dem zweiten Express-Sieg
(KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Roger Federer verschwendet an den Swiss Indoors bislang keine unnötige Energie. Nachdem er in der 1. Runde für seinen Sieg 52 Minuten gebraucht hatte, bezwang der 38-jährige Basler in den Achtelfinals seines Heimturniers den Moldawier Radu Albot (ATP 49) in 64 Minuten 6:0, 6:3.

Im Viertelfinal würde es am Freitag zum Schweizer Duell kommen, falls Stan Wawrinka seinen Achtelfinal am Donnerstag gegen den Amerikaner Frances Tiafoe ebenfalls gewinnt. Federer ist in Basel seit mittlerweile 22 Spielen – und der Finalniederlage 2013 gegen Juan Martin Del Potro – ungeschlagen. (sda)

Wawrinka ohne Probleme zum Auftaktsieg

 

Stan Wawrinka gewinnt seine Auftaktpartie an den Swiss Indoors ohne jedes Problem 6:3, 6:4 gegen den Uruguayer Pablo Cuevas (ATP 45) und steht in den Achtelfinals.

Wawrinka schaffte in beiden Sätzen ein frühes Break, zum 3:1 im ersten und zum 2:1 im zweiten. Da er bei eigenem Aufschlag überhaupt nie in Bedrängnis geriet und keine einzige Breakchance des Sandspezialisten aus Südamerika abwehren musste, kam nie echte Spannung auf. Zu klar hatte der 34-jährige Waadtländer das Geschehen im Griff.

Am Donnerstag trifft er nun in Basel auf den Amerikaner Frances Tiafoe (ATP 48) oder den Engländer Dan Evans (ATP 43). (sda)

David Goffin besiegt Marin Cilic souverän
(KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Ein starker Auftritt von David Goffin gleich zu Beginn des Turniers. Der Belgier lässt dem Turniersieger aus dem Jahr 2016 – Marin Cilic – keine Chance und zieht in die zweite Runde ein.

Er trifft morgen auf den Amerikaner Reilly Opelka.

Tagesprogramm vom Mittwoch

Stefanos Tsitsipas über seinen Erstrunden-Sieg

Der junge Grieche spricht über die Bedingungen auf dem Center Court in der St. Jakobshalle. Wie er seine Leistung im ersten Spiel des Turniers gesehen hat. Und er schätzt die möglichen beiden Gegner in der nächsten Runde, Pablo Andujar und Ricardas Berankis, ein.

Bautista Agut bezwingt Vorjahres-Finalist Copil
(KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Für den Vorjahres-Finalisten Marius Copil sind die diesjährigen Swiss Indoors bereits zu Ende. Der mit einer Wildcard angetretene Rumäne scheitert am Spanier Roberto Bautista Agut in zwei Sätzen mit 6:4 und 7:5.

Robert Bautista Agut zieht damit in die zweite Runde ein und trifft am Donnerstag auf den Franzosen Richard Gasquet, welcher den Argentinier Juan Ignacio Londero mit 6:1 und 7:6 (4) bezwang.

Stefanos Tsitsipas gewinnt souverän
(KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Die Weltnummer 7 aus Griechenland hatte gegen den spanischen Linkshänder Albert Ramos-Viñolas eineinhalb Sätze lang alles im Griff, ehe er im zweiten Durchgang doch noch in ein Tiebreak musste. Am Ende siegt Stefanos Tsitsipas in zwei Sätzen mit 6:3 und 7:6 (6). Er trifft am Donnerstag auf den Sieger der Partie Ricardas Bernankis gegen Pablo Andujar. (sda)

Alexander Zverev: «Ich war platt und hatte keine Energie»
Alexander Zverev bereits ausgeschieden
(KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Alexander Zverev, die Nummer 6 der Welt und in Basel als Nummer 2 gesetzt, scheiterte an den Swiss Indoors gleich beim ersten Einsatz. Der 22-jährige Deutsche unterlag in der 1. Runde im Duell zweier starker Aufschläger dem Amerikaner Taylor Fritz (ATP 31) 6:7 (7:9), 4:6. Nach dem einzigen Break im zweiten Satz fand der Halbfinalist des letzten Jahres keinen Weg mehr ins Spiel zurück. Der 21-jährige Fritz trifft nun auf den noch ein Jahr jüngeren Australier Alex de Minaur.

Die Achtelfinals erreicht hat hingegen der als Nummer 5 gesetzte Italiener Fabio Fognini (ATP 12) mit einem Zweisatz-Sieg gegen den australischen Qualifikanten Alexei Popyrin.

Radu Albot vor dem Duell mit Roger Federer

Der nächste Gegner von Roger Federer spricht über das letzte Duell mit dem Schweizer in Miami. Wie man gegen Roger Federer bestehen kann. Und ob er in seinem Heimatland Moldawien genauso berühmt ist wie der «Maestro».

Auch Fabio Fognini gewinnt sein erstes Match
(Bild: Keystone via AP)

Der Italiener gewinnt sein Match ohne Probleme in zwei Sätzen, mit 6:2 und 6:4 gegen Alexei Popyrin. Fognini steigt somit souverän in die 50. Turnierauflage der Swiss Indoors ein.

Federer-Gegner bekannt: Radu Albot
( Bild: Keystone)

Der Moldawier Radu Albot setzt sich in drei Sätzen gegen den Serben Dušan Lajovic durch und trifft somit in der nächsten Runde auf Roger Federer. Die aktuelle Weltnummer 49 traf erst einmal in seiner Karriere auf den «Maestro». Roger Federer konnte an der diesjährigen Miami Open in drei Sätzen gegen Albot gewinnen.

Stan Wawrinka: «So schrecklich war mein Jahr ja nicht»
(KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Stan Wawrinka versank nach der mehr als unnötigen Niederlage im Final von Antwerpen gegen Andy Murray nicht in ein Jammertal. «Natürlich hatte ich den Sieg eigentlich schon in der Hand», gab er am Dienstag in Basel zu. «Es haben, ein, zwei Punkte gefehlt, vielleicht auch ein wenig Glück. Am Ende tut mir diese Niederlage aber nicht so weh.»

Um diese Aussage zu verstehen, muss man auch ein wenig Wawrinkas Hintergrund der letzten Monate verstehen. Bereits das US Open, wo er im Viertelfinal am Aufsteiger Daniil Medwedew scheiterte, spielte er unter beträchtlichen Schmerzen. «Ich leide an einer Entzündung an den Fersen und Sehnen beider Füsse», erklärte der 34-jährige Waadtländer. «Damit schlug ich mich bereits in New York herum, danach wurden die Schmerzen dann zu gross.»

Wawrinka musste eine Pause einlegen und auf die Turniere in St. Petersburg und in Asien verzichten. Auch die Teilnahme in Antwerpen stand bis kurz vor Turnierbeginn auf der Kippe. «Zwei, drei Tage vorher war ich noch nicht sicher, ob ich spielen kann.» Er ging das Risiko ein – und wurde dafür belohnt. «Dass ich mit einer so kurzen Vorbereitung so gut spielte, zeigt doch, dass mein Jahr nicht so schrecklich war», fügte er mit einem Schmunzeln an. Da hat er durchaus recht. «Ich bin immerhin 15. im Jahresranking. Es ist ein gutes Jahr», betonte der dreifache Grand-Slam-Champion. Auch wenn noch einiges mehr drin gelegen wäre.

Schmerzfrei ist Wawrinka auch jetzt noch nicht, für die Swiss Indoors hat er sich dennoch einiges vorgenommen. Er bestreitet seine Auftaktpartie am Mittwoch gegen den Uruguayer Pablo Cuevas (ATP 45). «Er ist ein Spieler mit einem guten Händchen und viel Talent», warnt der Romand. «Aber er fühlt sich auf Sand sicher wohler, weil er da mehr Zeit hat.» Wawrinka rechnet auch mit einem «Kampf gegen mich selber, wie immer in den ersten Runden. Ich habe hier ja noch nie unglaublich gut gespielt. Ich zögere, ich verkrampfe mich …».

Wawrinka hat Lust auf Olympia

Zögern tut Wawrinka auch noch, wenn es um die Olympischen Spiele im kommenden Sommer geht. “Ich würde gerne in Tokio spielen, die Lust ist da. Aber ich muss den Turnierkalender noch mit meinem Team im Detail festlegen.” Wie Roger Federer wäre allerdings auch der Romand auf eine von zwei Wildcards vom internationalen Tennisverband angewiesen, da er zuletzt im Davis Cup nicht gespielt hat und auch die Reise nach Peru im März nicht mitmachen wird.

Wawrinka hat gute Erinnerungen an Olympische Spiele. 2008 gewann er an der Seite von Roger Federer Gold im Doppel, 2012 war bei der Eröffnungsfeier in London Fahnenträger der Schweizer Delegation. (sda)

Tagesprogramm vom Dienstag

Roger Federer zum Auftaktsieg gegen Peter Gojowzcyk

Der Maestro erklärt nach seinem souveränen Auftakt-Sieg an den Swiss Indoors, wie er so schnell durch das Match kommen konnte. Und was er gegenüber früher an seiner Spielweise geändert hat.

(Video: Telebasel)

Laaksonen überrascht in Basel erneut
(Bild: Keystone)

Nach Roger Federer ist am Eröffnungstag der Swiss Indoors überraschend auch Henri Laaksonen (ATP 105) in die 2. Runde eingezogen. Der 27-jährige Schaffhauser setzte sich gegen den als Nummer 8 gesetzten Benoît Paire (ATP 25) 6:3, 7:5 durch und trifft als nächstes auf den Deutschen Jan-Lennard Struff (ATP 41).

Mit dem Erfolg gegen den launenhaften Franzosen Paire, der 2019 zwei Turniere gewonnen hat, glückte Laaksonen Ähnliches wie im Vorjahr. Damals hatte er in Basel in der 1. Runde mit einem Zweisatzsieg gegen den damaligen Weltranglisten-21. Marco Cecchinato verblüfft, bevor er gegen Taylor Fritz ausschied.

Hatte Laaksonen beim Sieg gegen Cecchinato davon profitiert, dass der Gegner nach einem intensiven Sommer ausgebrannt war, verdiente er sich den Zweitrunden-Vorstoss diesmal mit einem abgezockten Auftritt. Er gewann den ersten Satz auf überzeugende Art und auch dank einigen schönen Punkten und liess sich im zweiten nicht verunsichern, als er einen Breakvorsprung zunächst aus der Hand gab. 65:51 gewonnene Punkte und 10:5 Breakbälle verdeutlichen, dass der Sieger zu Recht Laaksonen hiess. (sda)

Federers Gala zum Auftakt der Swiss Indoors
(Bild: Keystone)

Roger Federer gewinnt sein Auftaktspiel an den Swiss Indoors souverän. Der neunfache Basel-Sieger schlägt den deutschen Qualifikanten Peter Gojowczyk (ATP 112) in 52 Minuten 6:2, 6:1.

Federers Gegner in der 2. Runde ist entweder der Moldawier Radu Albot (ATP 45) oder der Serbe Dusan Lajovic (ATP 33). In seinem 1500. Spiel auf ATP-Stufe geriet Federer nicht in Bedrängnis. Zwar begann er im Anschluss an die Eröffnungsfeier mit einem Auftritt der Soul-Sängerin Anastacia mit einem leichten Vorhandfehler, kurz darauf breakte er seinen Widersacher aber ohne Punktverlust zum 3:1, und nach 23 Minuten hatte er den ersten Satz im Trockenen. Auch im zweiten Satz zog Federer zügig davon – obwohl er sich beim Stand von 2:0 den Service einmal abnehmen liess.

Zehn Tage nach der ärgerlichen Niederlage gegen Alexander Zverev in Schanghai zeigte sich Federer bestens erholt. Auf dem Weg zum 21. Sieg in Folge in Basel schlug er zwölf Asse und erarbeitete er sich zehn Breakchancen.

Tagesprogramm Super Monday

Roger Federer über den Super Monday

22 Jahre nach seinem ersten Anlauf in der Qualifikation der Swiss Indoors eröffnet Roger Federer an seinem Heimturnier in Basel am Montag seine Jagd nach dem zehnten Titel. Vor seinem Auftakt stellt er klar: «Solange ich aktiv bin, werde ich in Basel spielen».

Neuer Vertrag ausgehandelt

Man weiss ja nicht, wie lange Roger Federer der Tenniswelt noch erhalten bleibt. 38-jährig ist der 20-fache Grand Slam-Sieger inzwischen, und auch wenn gerade nichts auf einen baldigen Rückzug hindeutet, hängt die Frage in der Luft: Wie lange macht er es noch?

In Basel stellten sich einige diese Frage zuletzt noch etwas intensiver, weil Federers derzeitiger Kontrakt mit den Swiss Indoors ausläuft. Dass die so erfolgreiche Symbiose durchaus kompliziert sein kann, ist seit den letzten Verhandlungen bekannt.

2013, als letztmals verhandelt wurde, liefen die Dinge aus dem Ruder. Man fand keine Einigung, es kam zum Zerwürfnis zwischen Turnierdirektor Roger Brennwald und dem designierten Aushängeschild Roger Federer. Schliesslich trat Federer in jenem Jahr in Basel ohne Vertrag an und das Turnier durfte nicht mit Federer werben. Beide Seiten gingen als Verlierer aus aus der Geschichte.

Diesmal haben sich die Parteien gefunden, ohne dass unschöne Details an die Öffentlichkeit gelangten. Am Tag vor seinem Eröffnungsspiel am Montagabend bestätigte Roger Federer gegenüber den Medien in der St. Jakobshalle, dass man sich in den letzten Tagen geeinigt hat: «Ich spiele hier, solange ich aktiv bin. Meine Gage geht vollumfänglich in meine Stiftung».

Am liebsten alles

Dass die neue Vereinbarung unbefristet ist, entspricht der Logik. Seit längerem vertritt Roger Federer glaubhaft den Standpunkt, dass er sich keinen Zeitpunkt für den Rücktritt festgelegt hat, dass sein Körper bestimmt, wann es vorbei ist. Rücktrittsgedanken habe er vor drei Jahren gehabt, als ihn Rückenprobleme plagten und er von einer Knie-Operation zurückkam. Jetzt sei er voll im Sog des Spielens. Seine Pläne für das kommende Jahr unterstreichen, dass er bei allen wichtigen Turnieren dabei sein will.

Häppchenweise verriet Federer zuletzt, dass er in Tokio an den Olympischen Spielen teilnehmen wird und dass er die French Open erneut eingeplant hat. Er hat in den nächsten Monaten also die vier Grand Slam-Turniere und die Olympischen Spiele in seinem Kalender, dazu den ATP-Cup in Sydney im Frühjahr, den Laver Cup im September, die üblichen Turniere der Grand Slams und eine Reihe von Schaukämpfen. «Dieses Jahr hat mir gezeigt, dass die Auftritte auf Sand meine Leistung auf Rasen nicht negativ beeinflussen», betonte er am Sonntag. Vollgas statt Rückzug also, wobei Roger Federer das nicht als Abschiedstournee interpretiert haben will.

Dass seine grössten Herausforderer wie nun in Basel zusehends junge Spieler wie Alexander Zverev und Stefanos Tsitsipas sind, überrascht ihn nicht. «Die Jungen stehen an der Schwelle, und die Erfolge von Daniil Medwedew können auch bei Zverev, Shapovalov, Rublew, Chatschanow und Co. etwas auslösen», glaubt Federer. Und fügt an; «2020 wird interessant. Stoff für gute Geschichten ist vorhanden». (sda)

Roger Federer zum möglichen «Stängeli»

In Basel greift Roger Federer ab Montag nach dem zehnten Titel. «Sehr speziell» findet er das selbst. «Du denkst eigentlich, dass so etwas niemals möglich ist. Ich war schon schwer beeindruckt, als Jewgeni Kafelnikow damals in Moskau fünfmal gewonnen hat.»

Obwohl er an seinem Heimturnier seit der Finalniederlage gegen Juan Martín del Potro 2013 ungeschlagen ist, startet Federer ohne grosse Erwartungen: «Ich bin immer vorsichtig, vor allem auf Indoor-Belägen. Da kann es sehr schnell gehen». Er sagte aber auch: «Die Saison verläuft bislang sehr solid. Ich komme mit viel Selbstvertrauen und fühle mich auch gut, nachdem ich vor zwei Tagen noch etwas eingerostet gewesen bin». (sda)

Talk mit Turnier-Direktor Roger Brennwald

Vor dem Start des Turniers hatten wir die Möglichkeit im Sport-Talk mit Swiss Indoors-Turnierdirektor Roger Brennwald vorauszublicken.

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