Besucher des Botanischen Gartens in Basel bestaunen die blühende Titanwurz. (Archivbild: Keystone)

Basel

Hoffnung auf neue Titanwurz-Sensation bleibt bestehen

Sie sorgte für so manche Sensation. Jetzt ist die Titanwurz tot. Doch es besteht Hoffnung auf eine neue Basler Stinkepflanze für das entstehende Tropenhaus.

Es war eine Sensation, als die Basler Titanwurz 2011 erstmals nach 75 Jahren wieder blühte. Seither hat die grösste Blume der Welt noch zwei Mal in ihrer schönen Pracht viele  Besucher angelockt. Im Jahr 2016 wurde sie dann wegen der Renovation des Botanischen Gartens an das Papiliorama in Kerzers ausgeliehen. Für erneute Begeisterung sorgten elf Blätter, die sich im November 2018 in Kerzers aus der Knolle gebildet haben. Das ist ein regelrechter Rekord.

Sobald das Basler «Bergnebelhaus» im Sommer 2021 für die Besucher offen stehen wird, soll auch eine Titanwurz wieder zu bestaunen sein. Anders als bisher gedacht, wird es aber nicht die Pflanze vom Papiliorama in Kerzers sein, die nach Basel zurückkommt. Diese ist nämlich tot. Auch die Sprösslinge hat es erwischt. Sie wurden allesamt von einem Schädling befallen, wie die «bz Basel» am Samstag berichtete.

Eine neue Titanwurz gedeiht

Enttäuscht sein müssen die Basler Botaniker trotzdem nicht. Denn seit einigen Jahren gedeiht im Botanischen Garten eine neue Titanwurz. Vor etwa fünf Jahren habe ein Mann sich gemeldet, der in den USA einen Titanwurz-Samen gekauft und die Pflanze so gezüchtet habe.

Weil er auswandere, wollte er die Pflanze weggeben. Erst waren die Botaniker skeptisch, doch schlussendlich sei man begeistert gewesen: Sie hätten eine «super vitale» Knolle erhalten, die sich «prächtig» entwickle. Somit ist die Hoffnung auf ein erneutes Blühen einer Titanwurz in Basel noch nicht gestorben. Die Stinkpflanze könnte in knapp zwei Jahren, rechtzeitig zur Eröffnung des neuen Tropenhauses, ein erstes Mal blühen.

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