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Der Telebasel Sport Beitrag vom 16. Oktober 2019.

Schweiz

«Vor drei Tagen waren wir tot, jetzt leben wir wieder» 

Die Erlösung war den Schweizern nach dem erkämpften Sieg gegen Irland anzusehen. Captain Stephan Lichtsteiner ist froh, sind sie «back in the game».

Wegbereiter zum so wichtigen Sieg der Schweizer Nati gegen Irland, dem erst zweiten in den letzten sieben Spielen, war Haris Seferović. Der Stürmer von Benfica Lissabon traf in der 16. Minute mit einem schönen Flachschuss und beendete damit seine Torflaute in der SFV-Auswahl. Zuvor hatte er 2019 in einem Länderspiel noch nicht getroffen.

«Nicht nur ich, sondern die ganze Mannschaft ist erleichtert», sagte Haris Seferović, der einer der besten im Schweizer Team war. «Wir haben gekämpft, Willen gezeigt und verdient gewonnen.» Der einzige Vorwurf, den sie sich gefallen lassen müssten, sei, dass sie den Sack nicht früher zugemacht hätten. «Aber irgendein Fuss eines Iren war immer dazwischen.»

Kämpfen bis zum Schluss

Captain Stephan Lichtsteiner, der nach 70 Minuten ausgewechselt wurde, gab zu, dass sie bis zum Schluss nervös gewesen seien und gebibbert hätten, zumal die kopfballstarken Iren in der 90. Minute noch einen Corner schlagen konnten. «Wir sind froh, dass wir den Match nach Hause gebracht und zu null gespielt haben.»

Sie Schweizer Nati sei nun wieder «back in the game», die Ausgangslage sei gut. «Wir haben noch zwei Gegner, die wir auf dem Papier schlagen müssen», sagte Lichtsteiner. «Aber wenn uns diese Qualifikation etwas gelehrt hat, dann die Tatsache, dass es nie fertig ist, und wir immer bis zum Schluss fighten müssen.» In drei Spielen dieser EM-Qualifikation hatten die Schweizer in der Schlussphase noch späte Gegentore erhalten, die sie insgesamt fünf Punkte kosteten.

Yann Sommer freute sich, wie die Mannschaft mit dem Druck umgegangen ist. «Wir wussten und spürten, dass es um viel geht. Wir mussten unbedingt gewinnen», sagte der Keeper, der während des Spiels wenig geprüft wurde. Dies könne die Mannschaft in ihrem Entwicklungsprozess nach vorne bringen. «Das gibt Selbstvertrauen und kann einen Schub auslösen, weil wir nun wissen, dass wir mit einer solchen Situation umgehen können.»

Petkovićs Genugtuung

Vladimir Petković spricht seiner Mannschaft nach dem wertvollen 2:0-Erfolg über Irland in der EM-Qualifikation ein dickes Lob aus. Und gibt seiner Genugtuung gegenüber den Kritikern Ausdruck. «Ich möchte meinen Spielern für die mentale, spielerische und physische Überlegenheit gratulieren», sagte Vladimir Petković nach dem kapitalen Heimsieg in Genf zufrieden.

Seine Mannschaft sei sehr präsent und entschlossen aufgetreten und habe sich von den schwierigen Platzverhältnissen nicht beirren lassen, lobte Petković. «Wir haben gezeigt, dass wir auch sehr gut kämpfen können.»

Seine Genugtuung darüber, die Kritiker zum Verstummen gebracht zu haben, hielt der Schweizer Nationalcoach nicht zurück. «Vor drei Tagen waren wir tot, jetzt leben wir wieder und feiern das. Die Spieler können mit vielen positiven Gefühlen zu ihren Klubs zurückkehren», sagte er im Wissen, dass sich die Ausgangslage der Schweiz dank dem 2:0 schlagartig zum Guten gewendet hat.

Irlands Trainer Mick McCarthy sprach von einem «schwierigen Spiel. Unsere erste Halbzeit war schwach. Die zweite besser, aber nicht gut genug. Die Schweizer hatten meistens den Ball». Es gelte, aus dem Spiel zu lernen, denn immerhin habe man noch eine Chance, sich zu qualifizieren.

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