Die Swiss holt sämtliche Flugzeuge ihrer C-Series-Flotte in die Werkstatt. (Archivbild: Keystone)

Schweiz

Swiss holt alle C-Series-Flieger auf den Boden

Die Swiss legt ihre Europamaschinen vom Typ C-Series vorübergehend still. Grund sind Probleme mit den Triebwerken. Es kommt zu Flugausfällen.

Die Swiss-Maschinen des Typs C-Series müssen wegen Triebwerks-Problemen einer umfassenden Inspektion unterzogen werden. Dies führt zu zahlreichen Flugausfällen, wie die Swiss am Dienstagnachmittag bekannt gab.

Am EuroAirport Basel-Mullhouse sin bislang keine Verspätungen festzustellen. Anders sieht es am Flughafen Zürich aus, wo das Grounden der betroffenen Swiss-Maschinen erste Auswirkungen zeigt. So fallen etwa die Swiss-Flüge nach Oslo, Berlin, Hamburg und Paris aus.

(Screenshot: flughafen-zuerich.ch)

Auslöser für die Massnahme ist ein erneuter Vorfall mit einer C-Series (auch A220 genannt), die ein Triebwerk von Pratt & Whitney hat. Darüber haben mehrere Onlineportale berichtet.

«Sicherheit hat oberste Priorität»

Ab dem heutigen Mittag würden sämtliche C-Series-Flugzeuge einer umfassenden Inspektion unterzogen. «Erst nach einwandfreier Inspektion werden die Flugzeuge wieder in den regulären Flugbetrieb zurückkehren», schrieb die Swiss. Dies führe zu einer spürbaren Einschränkung des Flugbetriebs der Swiss, da zahlreiche Flüge annulliert werden müssen.

Die «Swiss nimmt diese Vorfälle sehr ernst und steht im engen Austausch mit den zuständigen Behörden, Airbus Canada und dem Triebwerkhersteller Pratt & Whitney», hiess es weiter. «Die Sicherheit unserer Kunden und Crews hat für uns oberste Priorität. Wir werden alles dafür tun, den Flugbetrieb unserer C-Series-Flotte schnellstmöglich wieder zu normalisieren und weiterhin einen sicheren Flugbetrieb gewährleisten zu können.»

Mehrere Triebwerkspannen

In den vergangenen Monaten hatte es mehrere Triebwerkspannen gegeben. Die insgesamt 29 Maschinen stammen vom kanadischen Unternehmen Bombardier, das seine Mittelstreckenjets mittlerweile an Airbus verkauft hat. Deshalb erhielten die Maschinen auch die Airbus-Nomenklatur A220.

«Wir bedauern die Umstände, die unseren Fluggästen dadurch entstehen, sehr», schrieb die Swiss. Betroffene Fluggäste würden aktiv von der Airline informiert, sofern Kontaktdaten bei der Buchung angegeben worden seien. Die Passagiere würden auf Kosten der Swiss auf die bestmögliche Alternative umgebucht. Zudem könnten Tickets von Passagieren für einen annullierten Flug kostenlos umgebucht oder erstattet werden.

73 Flüge ausgefallen, 7000 Passagiere betroffen

Allein am Dienstag sind aufgrund der Probleme an den Triebwerken 73 Flüge der Swiss annulliert worden und knapp 7000 Passagiere gestrandet, wie die Gesellschaft am Abend mitteilte. Für den Mittwoch verspricht die Swiss Besserung. Doch auch da werde es zu Ausfällen kommen, hiess es. Insgesamt seien am Mittwoch 32 Flüge und 2’940 Passagiere betroffen.

Ab Donnerstag soll der Flugbetrieb der Swiss dann wieder weitgehend regulär über die Bühne gehen.

Herber Rückschlag

Die Probleme mit den Vorzeigemaschinen sind ein herber Rückschlag für die Swiss. Die 29-Bombardier-Flieger machen knapp die Hälfe der Europaflotte der Fluggesellschaft aus.

Das Paradepferd der Swiss hatte ab 2016 schrittweise die veralteten Jumbolinos ersetzt. Die Maschinen verbrauchen deutlich weniger Treibstoff und können mehr Passagiere transportieren als die Jumbolinos, womit die Swiss mehr Geld verdienen kann.

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