Giulia Steingruber winkt in Stuttgart ins Publikum. (Bild: Keystone)

International

Rang 18 für Giulia Steingruber an WM

Giulia Steingruber erreichte an den Weltmeisterschaften in Stuttgart im Mehrkampf-Final den 18. Rang. Die Goldmedaille sicherte sich Simone Biles souverän.

Giulia Steingruber steigerte sich im Vergleich zur Qualifikation, die sie als 19. beendet hatte, an drei von vier Geräten. Einzig am Sprung schnitt sie leicht schlechter ab. Besonders angetan war sie von ihrer Leistung am Boden, obwohl sie dort einen Sprung vergass, was sie zwei Zehntel kostete. «Ich bin sehr zufrieden, dass ich hier zwei Wettkämpfe ohne gröbere Fehler zeigen konnte», bilanzierte die 26-jährige Ostschweizerin.

Viel mehr war aktuell nicht möglich. Steingruber bestritt nach einem im Juli 2018 erlittenen Kreuzbandriss ihren ersten internationalen Wettkampf seit der WM 2017 in Montreal. Das persönliche Ticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, an denen sich hoch hinaus will, hatte sie schon am Samstag gelöst. Einen Gerätefinal verpasste sie allerdings, am Sprung fehlte dafür ein Zehntel.

Klar ist, dass Steingruber mehr will. An ihren letzten beiden Weltmeisterschaften belegte sie im Mehrkampf die Plätze 5 respektive 7 belegt. Insofern beabsichtigt sie, «am einen oder anderen Gerät aufzustocken». Dass ihr das gelingen wird, daran bestehen keine Zweifel, schliesslich ist es schon erstaunlich, welche Fortschritte sie seit dem Comeback Anfang September an den Schweizer Meisterschaften in Romont erzielt hat. «Mega», sagte Steingruber dazu.

Biles eine Klasse für sich

Goldmedaillengewinnerin Simone Biles war einmal mehr eine Klasse für sich. Zwar turnte die 22-jährige Amerikanerin nicht mehr ganz so stark wie in der Qualifikation, dennoch betrug ihr Vorsprung auf die zweitplatzierte Chinesin Tang Xijing 2,1 Punkte. Bronze gewann die Russin Angelina Melnikowa.

Biles holte zum fünften Mal nach 2013, 2014, 2015 und 2018 den WM-Titel im Mehrkampf war – 2017 hatte sie eine Pause eingelegt. Insgesamt stand sie zum 16. Mal zuoberst auf dem WM-Podest, zum zweiten Mal in Stuttgart nach dem Triumph der USA im Teamwettbewerb. Mit nunmehr 22 Medaillen an diesem Event fehlt ihr noch eine zur Egalisierung der Rekordmarke des Weissrussen Witali Scherbo. Dass sie diese am Wochenende in den Gerätefinals verbessern wird, dafür muss man kein Prophet sein. Im Mehrkampf-Final war Biles an drei Geräten die Beste, einzig am Schwebebalken waren zwei Konkurrentinnen stärker. «Ich fühle mich heute sicherer als bei den Olympischen Spielen», erklärte Biles. Das heisst etwas, gewann sie doch 2016 in Rio de Janeiro vier Goldmedaillen.

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