Ob Wanderung oder Spaziergang: Der Herbst zeigt sich heute von seiner schönsten Seite. (Foto: Leser-Reporter)

Schweiz

Goldener Oktober bringt Sommergefühle

Eine Mischung aus viel Sonnenschein, subtropischen Luftmassen und Südwestwind hat am Sonntag in der Nordwestwschweiz einen Sommertag gebracht.
Vergangener Monat war wärmster September – gleichauf mit 2015

Der vergangene Monat ist nach Messungen der US-Klimabehörde NOAA global der wärmste September seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 gewesen – gemeinsam mit dem September 2015. Die Durchschnittstemperatur über Land- und Ozeanflächen lag bei 15,95 Grad Celsius.

Die Temperatur habe um 0,95 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts von 15 Grad gelegen, teilte die NOAA am Mittwoch mit. In der nördlichen Hemisphäre sei es mit 1,24 Grad Celsius über dem Durchschnitt sogar der wärmste September seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen.

Besonders warm war es nach Angaben der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) unter anderem in Alaska, dem Westen Kanadas, dem Süden der USA und im nördlichen Pazifik.

Die weltweit zehn wärmsten September gab es laut NOAA seit 2005. Die vergangenen fünf seien die fünf wärmsten seit Messbeginn 1880 gewesen.

Über 25 Grad warm in Basel

Eine Mischung aus viel Sonnenschein, subtropischen Luftmassen und etwas Südwestwind hat am Sonntag in der Nordwestwschweiz und in Chur einen Sommertag gebracht. Das Thermometer stieg über die Sommertagsmarke von 25 Grad.

Wie MeteoNews mitteilte, wurde an drei Orten in der Nordwestschweiz sowie in Chur ein Sommertag mit Temperaturen von mehr als 25 Grad verzeichnet. An der Spitze teilen sich Delsberg JU und Chur mit 26,2 Grad den Tagessieg. Dies bedeutet für Delsberg ein neuer Rekord, es wurde so spät im Jahr noch nie so warm seit Beginn der Messreihe 1959.

Auch in Basel zeigte das Thermometer über 25 Grad an:

Auch sonst lagen die Höchstwerte im Norden bei warmen 22 bis 24 Grad. Im Süden gab es Maxima um 19 Grad. Ermöglicht wurde das sonnige und warme Oktoberwetter durch eine südwestlichen Höhenströmung. Auf der Vorderseite einer Tiefdruckzone über den Britischen Inseln und höherem Luftdruck über dem Mittelmeer mit dem dazugehörendem Hoch über Südosteuropa werden aktuell subtropische Luftmassen in den Alpenraum gebracht.

In den Alpentälern herrscht dazu noch eine Föhntendenz. Auch zum Start in die neue Woche ändert sich an dieser Grosswetterlage nur wenig. Im Mittelland können sich zwar am Montagmorgen teils noch Nebelfelder halten. Ansonsten darf man sich über einen weiteren goldenen Oktobertag mit viel Sonne und blauem Himmel freuen, nur im Süden nimmt die Bewölkung langsam zu.

Die Temperaturen steigen auf 20 bis 24 Grad, mit Föhn sind bis zu 25 Grad möglich. Am Dienstag beendet eine Kaltfront die schöne und warme Wetterphase. (sda)

Wunderschöne Herbst-Landschaften

Wenn Sie heute in der Natur unterwegs sind, dann zücken Sie die Kamera. Vielleicht gewinnen Sie mit ihrem Bild bei unserem Leser-Wettbewerb sogar einen Gutschein von Pro Innerstadt.

 

Raus aus dem Haus: Sommertag in der Region angesagt

Viel Sonnenschein in der Region

Nach dem Regen kommt ja bekanntlich die Sonne. Ab Freitag zeigt sich der Herbst von seiner schönsten Seite. Bis am Montag wird gemäss «MeteoNews» viel Sonnenschein erwartet. Vor allem in der Region Basel wird es noch einmal so richtig schön. Am Freitag sollte sogar die 20-Grad-Marke geknackt werden. Das Quecksilber könnte fast bis auf 25 Grad steigen.

Bis dahin muss man sich aber noch etwas gedulden. Am Donnerstag gibt es einen Mix aus Sonnenschein, Wolken und Regenschauern.

 

Sonne und Spätsommer am Wochenende

Das Wochenende steht vor der Tür und die Vorfreude auf dieses dürfte mit einem Blick auf die Wetterprognosen noch grösser werden. Denn am Samstag und Sonntag kehrt der Spätsommer nochmals in die Region zurück. Bereits am Samstag scheint die Sonne. Auch wenn es stellenweise noch leicht bewölkt ist, wird es doch milde 21 Grad warm. Trocken bleibt es ebenfalls.

Am Sonntag zeigt sich der Spätsommer dann bei Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 25 Grad von seiner schönsten Seite.

(Screenshot: MeteoSchweiz)

Am Abend ziehen Wolken auf und verdichten sich in der Nacht auf Montag. Zum Start der neuen Woche gibt es einzelne Regentropfen und das Thermometer fällt unter die 20-Grad-Marke. Am Dienstag gibt es zwar nochmals ein paar Grad mehr, es geht aber regnerisch weiter.

(Screenshot: MeteoSchweiz)

Hitzetag in der zweiten Septemberhälfte

In Sitten hat es am Montag noch einmal einen Hitzetag gegeben: Die Temperatur stieg am Nachmittag auf 30,2 Grad, wie SRF Meteo mitteilte. Mehr als 30 Grad in der zweiten Septemberhälfte gab es in der Walliser Kantonshauptstadt bisher erst viermal. Der Rekord wurde am 17. September 1975 erzielt: Damals war es mit 33,2 Grad noch deutlich heisser als am Montag.

In der Nordwestschweiz lagen die offiziellen Temperaturen zum Wochenstart bei knapp 29 Grad. An privaten Stationen, ohne Zertifizierung, wurde lokal der Wert von 30 Grad ebenfalls erreicht. Im Mittelland lagen die Temperaturen bei 28 Grad.

Schon am Dienstag gehen die Temperaturen laut SRF Meteo im östlichen Mittelland markant auf Werte um 22 Grad zurück. Im Westen und Süden sind immer noch 28 Grad möglich. Nach einer kühleren Phase von Mittwoch bis Freitag darf am kommenden Wochenende wieder mit Sommertagen gerechnet werden, nach 30 Grad sieht es aber nicht mehr aus.

30 Grad oder mehr in der zweiten Septemberhälfte wurden bis jetzt vor allem in den Föhngebieten verzeichnet. Am 17. September 1975 reichte der Föhn bis in den Kanton Schaffhausen, und so gab es damals auch in Hallau mit 30,1 Grad einen Hitzetag. Im Mittelland wurden im September 1987 stellenweise 30 Grad nach der Monatshälfte registriert, so 30,7 Grad im Norden der Stadt Zürich oder 30,1 Grad in Aarau.

Mehr als 30 Grad gab es in der zweiten Septemberhälfte auch schon im Tessin, so fast 32 Grad am 25. September 1983 in der Magadinoebene. Im Tessin gibt es aber noch einen anderen Hitzerekord im Herbst: Am 24. Oktober 2018 wurden in Locarno 30,5 Grad gemessen.

Hallo, lieber Spätsommer!

Nachdem vergangene Woche in den Bergen schon der erste Schnee fiel, zeigt sich der Spätsommer jetzt noch einmal von seiner schönsten Seite. Am Freitag wird gemäss «MeteoNews» an vielen Orten in der Schweiz die 25-Grad-Marke geknackt.

Auch das Wochenende sieht viel versprechend aus. Am Sonntag wird sogar mit Temperaturen von 26 bis 28 Grad gerechnet. In den Bergen liegt die Nullgradgrenze zwischen 4200 und 4600 Metern.

Leser Video aus St. Moritz

Leser Video aus St. Moritz zeigt den Schneefall von heute Vormittag.

Anhaltender Schneefall in den Bergen

Weisses Erwachen heute in den Bergen. Wer keine Handschuhe und Mütze dabei hat, der muss frieren. Denn die Schneefallgrenze ist bei rund 1500 Metern.

Aber auch im Flachland ist es heute eher trübe und kalt – ein perfekter Tag, um zu Hause zu chillen.

Starker Regen im Tessin

Im Tessin fiel seit dem späten Donnerstagnachmittag kräftiger und gewittrig verstärkter Regen, in Mosogno wurden bis am Freitagmorgen 106 Liter pro Quadratmeter registriert. Auch an anderen Stationen zwischen Tessin, Goms, Gotthard und Graubünden kamen grosse Regenmengen zustande, wie Meteonews weiter schreibt.

So sind mehrere Strassen wegen Erdrutschen gesperrt. Zu einem Erdrutsch kam es zwischen Grandvillard und Estavannens FR, diese Strasse bleibt bis am Abend um 18 Uhr geschlossen. Auch die Strasse Chamoson – Hameau de Châtelard im Wallis ist in beiden Fahrtrichtungen wegen eines Erdrutsches gesperrt.

Bis zu 50 cm Neuschnee

Noch hat der Herbst offiziell nicht begonnen, dennoch ist bei hochgelegen Passstrassen für Fahrzeugen die Winterausrüstung bereits aktuell. In den Bergen sank die Schneefallgrenze am Freitag erstmals verbreitet auf 2000 Meter, in der Gotthardregion sogar tiefer.

So gab es am Morgen in Andermatt zwischen 1400 und 1500 Metern über Meer ein winterliches Erwachen, wie der Wetterdienst Meteonews in einer Mitteilung vom Freitag schreibt. Hier sei die Schneefallgrenze wegen intensiven Niederschlages niedriger gewesen, hiess es.

Oberhalb von 2000 Metern liegen nun 10 bis 30 Zentimeter Neuschnee, in den Hochalpen gab es zum Teil bis zu zu einem halben Meter Schnee. Deswegen waren am Morgen einige Pässe und andere Verkehrswege gesperrt, wie zum Beispiel der Nufenen- , der Susten-, Furka- und Grimselpass sowie der San Bernardino.

 

Schneefallgrenze unter 2000 Meter

«Vorsicht beim Befahren der höchsten Alpenpässe mit Sommerpneus», twittert meteonews. Der Grund: Die Schneefallrenze soll heute Abend unter 2000 Meter sinken.

Hitzetag endet mit Regen und Gewitter

Gewitter zum Herbstanfang

Vom Berner Oberland über die Zentralschweiz bis nach Graubünden verabschiedet sich der Sommer am Samstag mit teils heftigen Gewittern. Grund für diese Gewitter sind mitunter auch die hohen Temperaturen: Unter anderem im Basel war es über 30 Grad heiss.

Für die Region sind morgen Nachmittag die ersten Gewitter angesagt. Auch die Temperaturen sinken passend zum meteorologischen Herbstanfang am Sonntag. Die Höchsttemperaturen werden bei 20 Grad liegen.

Vom #Berneroberland über die #Zentralschweiz bis nach #Graubünden. Teils kräftige #Gewitter unterwegs im #Alpenraum. ⛈⛈⛈ ^ng pic.twitter.com/27sBRgpkPF

— SRF Meteo (@srfmeteo) August 31, 2019

Niederschlag und verhängnisvolle Gewitter im August

Wegen häufiger Gewitter gab es im August in der Schweiz viel Niederschlag. Im Wallis wurden nach den heftigsten Gewittern des Monats zwei Personen von einer Flutwelle mitgerissen. Diese Gewitter gingen am 11. und 12. August auf einer breiten Linie zwischen vom Centovalli TI und Bedretto TI bis zum Säntis AI und zur oberen Surselva GR nieder, wie Meteoschweiz am Freitag in Erinnerung rief.

Etwas abseits der Hauptlinie wurde das Dorf Chamoson im Wallis von einer Schlammlawine getroffen. Eine sechsjährige französische Touristin und ein 37-jähriger Genfer befanden sich in einem Auto in der Nähe des Flussufers, als sie von einer Flutwelle mitgerissen wurden.

Derweil wurde in Arosa GR ein neuer 2-Tages-Niederschlagsrekord gemessen – dort fielen innert 48 Stunden 160 Millimeter Niederschlag. Diese Grössenordnung ist gemäss einer Analyse von Meteoschweiz alle 50 bis 100 Jahre zu erwarten. Im Tessin gab es dazu zudem Hagel und kräftige Böen.

Wetter beruhigt sich – Hitze zurück

Nach einer vorübergehenden Wetterberuhigung in der Monatsmitte meldete sich am 17. August die Hitze zurück. Im Mittelland, am Genfersee, im Unterwallis und im Rheintal zwischen Chur und dem Bodensee stieg die Temperatur auf über 30 Grad. Bereits am darauffolgenden Abend entluden sich aber die nächsten Gewitter. Im Raum Appenzell lösten die starken Regenfälle Erdrutsche aus.

Zwischenzeitlich kühlten sich die Temperaturen wegen der Bise und dem Hochnebel etwas ab. Ein Hoch brachte zum Ende des Monats den Sommer zurück. Beidseits der Alpen wurden Höchstwerte um 26 bis 29 Grad Grad verzeichnet. An einzelnen Tagen gab es gar noch Hitzetage – so im aargauischen Würenlingen (30 bis 30,7 Grad) oder in Basel (über 30 Grad).

Insgesamt bewegte sich die Temperatur dabei deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Für dieses Wochenende sind weiterhin sommerliche Temperaturen zu erwarten. (sda)

Sommer legt Endspurt hin

Der August neigt sich dem Ende zu und der Spätsommer zeigt nochmals was in ihm steckt. Übers Wochenende sind in der Region Temperaturen um die 29 Grad gemeldet. Auch Regen soll nur, wenn überhaupt, am Sonntag fallen.

Doch lange kann sich die Hitze nicht halten. Bereits ab nächsten Montag fällt das Quecksilber massiv. Mit 20 Grad im Durchschnitt beträgt der Temperaturunterschied im Vergleich zum Wochenende knapp 10 Grad.

(Grafik: meteoblue.ch)

Wer also noch nicht genug Sommer abbekommen hat, kann sich freuen. Und wer weiss, ob es in diesem Jahr überhaupt nochmal so heiss sein wird.

 

Klimawandel verändert Ausmass von Überschwemmungen in Europa

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Ausmass von Hochwasser-Erignissen in Europa regional unterschiedlich verändert. Mancherorts nahmen sie zu, andernorts gingen sie deutlich zurück. Schuld daran ist eindeutig der Klimawandel, zeigt eine Studie.

Wenn Flüsse über die Ufer treten, richten sie gewaltigen Schaden an. Ein internationales Forschungsteam unter Wiener Leitung und mit Beteiligung der ETH Zürich beziffert in einer Studie die weltweiten jährlichen Schäden mit rund 100 Milliarden Euro.

Das Team geht davon aus, dass die Überschwemmungsschäden mit anhaltendem Wirtschaftswachstum und Urbanisierung sowie durch den Klimawandel weiter zunehmen. Denn eine wärmere Atmosphäre kann deutlich mehr Wasser speichern. Bisher war aber nicht klar, inwieweit der Klimawandel das Ausmass der Überschwemmungen beeinflusst, einheitliche Trends schien es nicht zu geben.

Der Hydrologe Günter Blöschl von der Technischen Universität (TU) Wien hat in der Studie gemeinsam mit mehr als 30 Forschungsgruppen einen Datensatz von 3’738 Hochwassermessstationen an europäischen Flüssen zwischen 1960 und 2010 ausgewertet. Zudem wurde bewertet, wie sich wichtige Faktoren für Überschwemmungen verändern, etwa maximale Niederschläge, Bodenfeuchte und Lufttemperatur. Von den Ergebnissen berichten die Wissenschaftler im Fachjournal «Nature».

Klare regionale Muster

Blöschls Schluss: «Der Einfluss des Klimawandels auf das Ausmass von Hochwasserereignissen ist eindeutig erkennbar.» Es würden sich klare regionale Muster sowohl beim Anstieg als auch beim Rückgang der beobachteten Flusshochwasser in den vergangenen fünf Jahrzehnten in Europa zeigen, die den Klimawandel widerspiegeln, schreiben die Forschenden in der Arbeit.

So nimmt in Mittel- und Nordwesteuropa, zwischen Island und der Schweiz, das Ausmass von Hochwässern zu, weil dort die Niederschläge speziell im Herbst und Winter zunehmen und die Böden feuchter werden.

Dagegen geht in Südeuropa das Ausmass von Überschwemmungen eher zurück, weil der Klimawandel zu Rückgängen bei den Niederschlägen und zunehmender Verdunstung führt. In dieser Region gab es aber wegen häufiger Gewitter und Abholzung der Wälder häufiger Überschwemmungen durch kleinere Flüsse. Auch in Osteuropa geht das Ausmass von Überschwemmungen zurück, Grund dafür sind abnehmende Schneedecke bedingt durch wärmere Temperaturen.

Vorhersagen bestätigt

«Es gibt also kein europaweit einheitliches Bild – aber die regionalen Entwicklungen entsprechen alle den vorhergesagten Klimaveränderungen. Das zeigt uns: Wir sind bereits mittendrin im Klimawandel», so Blöschl in einer Aussendung. Bei einer ungebremsten Fortsetzung dieser Trends sei mit drastischen Auswirkungen auf das Überflutungsrisiko in vielen Regionen Europas zu rechnen.

Die Wissenschaftler fordern, diese Erkenntnisse in allen Ländern Europas in zukünftigen Hochwasserschutz-Überlegungen miteinzubeziehen und den Klimawandel zu berücksichtigen. «Das Hochwassermanagement muss sich an diese neuen Realitäten anpassen, sonst werden die jährlichen Hochwasserschäden noch schneller steigen als bisher», so Blöschl. (sda)

Fortsetzung der Hitzewelle in der Region

In Maisprach war es gestern in der Region Nordwestschweiz am heissesten.

Heisse Temperaturen in der letzten Sommerwoche

Bis am Mittwoch soll es in der Schweiz stellenweise nochmals 30 Grad warm werden. Solche Hitzetage zum Ende des Sommers sind jedoch nichts Aussergewöhnliches. In zwei Jahren wurde in der letzten Dekade des Augusts gar der Jahreshitzerekord gebrochen.

So wurden am 20. August 2012 in Sitten 36,9 Grad gemessen, am 22. August 2011 36,8 Grad, wie SRF Meteo am Montag in einer Mitteilung schreibt. Im selben Jahr wurden auch in Basel ab dem 20. August noch 35 Grad gemessen.

Hohe Temperaturen zum meteorologischen Ende des Sommers sind eher die Regel als die Ausnahme. Seit 2010 gab es nur zwei Jahre, in denen es Ende August keine Hitzetage gab, nämlich 2013 und 2014. Regional betrachtet sei das Klima Ende August im Süden ausgeglichener als im Norden. In der Regel fehle die absolute Hitze, dafür sei es nachts meist deutlich milder als im Norden.

Mit Beginn des Herbstmonats September am kommenden Sonntag dürfte die Sommerhitze vorbei sein. Doch im vergangenen Jahr scherte sich das Klima nicht um solche Annahmen – in Sitten massen die Thermometer noch fünf Mal 30 Grad, und sogar im Oberaargau gab es zwei Tage mit mehr als 30 Grad.

Statistisch gesehen gibt es gemäss SRF Meteo in Visp VS und Chiasso TI alle fünf Jahre noch einen Hitzetag im September – am Flughafen Zürich und in Basel und Genf nur noch alle zehn Jahre. SRF Meteo geht mit Blick auf die aktuellen Wettermodelle “eher nicht” davon aus, dass im September die Hitzemarke noch einmal erreicht wird.

Hitzetag in Basel

Für heute Montag erwarten die Meteorologen für die Region Basel einen Hitzetag.

In der Schweiz zeichnet sich drittheissester Sommer ab

2019 geht der vierte Sommer in kurzer Folge zu Ende, der im landesweiten Mittel 15 Grad Celsius überstieg. Laut MeteoSchweiz zeichnet sich der drittheisseste Sommer seit Messbeginn im Jahr 1864 ab. Die Extremwerte früherer Jahre seien heute Sommerdurchschnitt.

Für den Sommer 2019 ist im landesweiten Mittel eine Temperatur zwischen 15 und 16 Grad zu erwarten, teilte MeteoSchweiz am Freitag in einer vorläufigen Bilanz mit. Das liegt mehr als zwei Grad über der Norm für den Zeitraum von 1981 bis 2010. Über 15 Grad brachten es bisher nur die Sommer 2018, 2017 und 2015 sowie der legendäre Hitzesommer 2003 mit seinen extremen 16,9 Grad.

Zweitwärmster Juni

Der Juni 2019 war der zweitwärmste seit Messbeginn, der Juli der sechstwärmste. Die Temperatur der Juni-Juli-Periode stieg im landesweiten Mittel auf 15,7 Grad, den zweithöchsten Wert seit Messbeginn.

Nach aktuellen Berechnungen wird es dagegen der August nur unter die zwanzig wärmsten Augustmonate seit 1864 schaffen. Im Gegensatz zum heissen Sommer 2018 lieferte der diesjährige Sommer dafür in vielen Gebieten der Schweiz ausreichend Niederschlag.

Vor der markanten Sommererwärmung ab den 1980er-Jahren brachten es nur die extremsten Sommer über eine mittlere Tagestemperatur von 14 Grad. Dieser seinerzeitige Extremwert wurden in den letzten 30 Jahren zum Sommerdurchschnitt (13,8 Grad).

«Klares Signal für Klimaänderung»

Aus dem Sommerklima verschwunden sind seit Anfang 1990 hingegen die vergleichsweise kühlen Sommer mit einem landesweiten Mittel von 12 Grad oder tiefer. Vor 1980 war das eine häufige Erscheinung. Für Meteoschweiz ist diese markante Zunahme der Sommerwärme «eines der klaren Signale der laufenden Klimaänderung».

Der definitive Bericht von Meteoschweiz zum Sommer 2019 ist ab dem 10. September verfügbar.

Der Sommer meldet sich zurück

Aufs Wochenende hin können Sie noch einmal Badehose und Sonnencrème einpacken: Der Sommer meldet sich zurück – zum Ende der Hundstage heute Freitag, 23. August.

 

 

Azorenhoch über dem Eidgenössischen

Und der Wetterbericht für das Wochenende in Zug verheisst tatsächlich abermals nur Gutes. Der grosse Hosenlupf mit gesamtschweizerischer Ausstrahlung findet alle drei Jahre fast immer am letzten August-Wochenende statt. So scheint denn also über den Eidgenössischen Schwingfesten ein Azorenhoch zu schweben, dass sich von nichts verjagen lässt.

Manchmal ist es an einem Eidgenössischen fast zu schön, um angenehm zu sein. Nämlich dann, wenn es schier unerträglich heiss wird. Aussergewöhnlich hohe Temperaturen machten allen in der Arena an den letzten zwei Eidgenössischen Schwingfesten in der Romandie zu schaffen, 2001 in Nyon und 2016 in Estavayer.

Überschwemmungen im Rheintal

Im Kanton St. Gallen ist es nach starken Niederschlägen in der Nacht auf Mittwoch an mehreren Orten zu Überschwemmungen gekommen. Dabei liefen mehrere Häuser mit Wasser voll und Strassen wurden überschwemmt. Verletzt wurde laut ersten Angaben der Polizei niemand.

Die St. Galler Polizei zählte seit Dienstagabend 16 Feuerwehreinsätze wegen des Hochwassers, wie ein Sprecher am frühen Mittwochmorgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Hauptsächlich betroffen seien das Rheintal. In den Gemeinden Buchs und Grabs an der Grenze zu Liechtenstein gebe es die grössten Einsätze. In Grabs sei ein Bach über die Ufer getreten. Das Wasser drang demnach in mehrere Häuser ein.

Schirm ist heute Pflicht

Heute Dienstag braucht es Schirm und Gummistiefel – die Wetter-Prognosen sind nämlich sehr trübe.

Gewitter-Schäden in Lörrach und Weil

Die deutsche Polizei vermeldete am Montag zahlreiche Notrufe wegen umgestürzter Baumstämme und abgebrochener Äste auf den Strassen in Lörrach und Weil am Rhein. Mehrere Strassen in Lörrach seien zudem überflutet worden. An verschiedenen Stellen sei es zu Autounfällen gekommen. Verletzt worden sei aber niemand.

In den beiden Basel verlief die Nacht ohne nennenswerte Zwischenfälle, wie die Nachfrage bei den Polizei-Medienstellen in Basel-Stadt und Baselland ergab.

Starke Winde und 7500 Blitze

Heftige Gewitter über Basel

Die vorausgesagten Gewitter erreichten die Region Basel kurz nach Mitternacht – begleitet von Blitz und Donner und viel Wind.

Ein Leser-Reporter-Video dokumentiert das heftige Gewitter in Basel.

Video: Leser-Reporter

Gewitter sind im Anmarsch

Am Sonntag zeigt sich der Sommer noch einmal von seiner besten Seite – jedenfalls bis am Abend. Dann ziehen von Westen her Gewitter auf. Eine allfällig geplante Grillparty am Abend könnte also ins Wasser fallen.

In der Nacht auf Montag fällt viel Regen – verbunden mit einem Temperatursturz. Montag und Dienstag werden Temperaturen um die 20 Grad erwartet – ab Mittwoch dürfte sich dann der (Spät-)Sommer wieder zurückmelden.

US-Klimabehörde wertet Juli als heissesten Monat seit Messbeginn

Der Juli war nach Daten der US-Klimabehörde NOAA global gesehen der heisseste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880.

Die Durchschnittstemperatur über Land- und Ozeanflächen habe um 0,95 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts von 15,8 Grad Celsius gelegen. Das teilte die Behörde am Donnerstag in Washington mit. Damit übertreffe der Monat den Juli 2016, der der bisherige Rekordhalter war, um 0,03 Grad Celsius.

Die auffälligsten Abweichungen gab es laut NOAA in Alaska, Mitteleuropa, den nord- und südwestlichen Teilen Asiens sowie in Teilen Afrikas und Australiens. Bereits der Juni war nach Angaben der NOAA der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen.

In der vergangenen Woche hatte auch der Klimawandeldienst Copernicus den Juli zum heissesten Monat seit Beginn der Aufzeichnungen erklärt. (sda)

Rhein ist wie eine Badewanne

Badewannen-Feeling heute Morgen im Rhein: Um 8 Uhr beträgt die Wassertemperatur 20.9 Grad, die Luft ist hingegen nur 12 Grad warm.



Über 100 Liter Regen pro Quadratmeter

Zu Beginn der Woche wurde es in vielen Teilen der Schweiz nass, sehr nass. Wie der Wetterdienst «Meteonews» mitteilt, gab es seit Sonntagabend insbesondere in der südlichen Schweiz viel Niederschlag. Stellenweise wurden über 100 Liter Regen pro Quadratmeter registriert.

Am meisten regnete es in Robièi im Nordtessin, wo 141 Liter Wasser pro Quadratmeter vom Himmel kamen. Dahinter folgen die Tessiner Gemeinden Biasca und Airolo mit 135 beziehungsweise 133 Litern. Wegen des vielen Regens kam es lokal zu Erdrutschen, Steinschlägen und überbordenden Bächen.

Von Erdrutschen und Hochwasser besonders betroffen ist das Wallis, wo am Sonntag ein Auto mit einem Mann und einem Kind von den Wassermassen mitgerissen wurde. Sie werden seither vermisst. Zudem ist der Nufenenpass wegen Erdrutschen gesperrt.

Am Dienstag wird es trockener und die Lage entspannt sich. In Basel und der Region bleibt es bei kühlen 21 Grad trocken.

Rheinschwimmen: «Sicherheit hat oberste Priorität»

Der Regen der letzten Tage hat den Rheinpegel ansteigen lassen. Zudem führt der Rhein Schwemmholz mit. Am Dienstag sollte in Basel eigentlich das offizielle Rheinschwimmen stattfinden – doch der Sprung ins kühle Nass ist momentan nicht allzu verlockend. Zumal auch die Luft am Dienstag kühler wird.

Gemäss Wetterbericht fallen die Temperaturen auf 21 Grad. «Bei einer leichten Bise sind das gefühlte 16 bis 17 Grad», sagt Christian Senn von der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG). Da es in östlichen Teilen der Schweiz immer noch regne, wisse man nicht, wie viel Wasser der Rhein am Dienstag führen wird.

Die SLRG, die das Rheinschwimmen veranstaltet, hat deshalb am Montag entschieden, den Event um eine Woche auf den 20. August zu verschieben. In der Hoffnung, dass dann bessere Bedingungen vorherrschen. Und wenn Rheinpegel und Wetter dann erneut nicht stimmen? «Auch dann gehen wir nach unseren Richtlinien vor», so SLRG-Präsident Christian Senn. Der Anlass werde nicht um jeden Preis durchgeführt. «Schlussendlich hat die Sicherheit oberste Priorität», so Senn.

Heftige Stürme fegen über Ost- und Zentralfrankreich

Im Norden des Départements Meurthe-et-Moselle an der französisch-luxemburgischen Grenze zog am Freitagabend ein Tornado durch. Er richtete im Südwesten Luxemburgs schweren Schaden an, mehrere Menschen wurden nach Angaben der luxemburgischen Regierung verletzt, einige schwer.

Auf der französischen Seite wurde die Feuerwehr laut Medienberichten innerhalb einer Stunde zu rund 60 Einsätzen gerufen. In den Gemeinden Longwy und Herserange wurden Dutzende Hausdächer von dem Sturm abgedeckt. Die Feuerwehr des Départements veröffentlichte Fotos von beschädigten Autos auf Facebook. Der französische Wetterdienst Météo France gab für Samstag Entwarnung, lediglich an der Küste im Norden des Landes gab es noch stärkeren Wind.

In der südfranzösischen Stadt Toulouse standen wegen starker Regenfälle einige Strassen unter Wasser, wie der Nachrichtensender Franceinfo berichtete.

In der Gemeinde Saint-Côme-d’Olt, die zwischen Toulouse und Lyon liegt, musste demnach in der Nacht von Freitag auf Samstag ein Campingplatz evakuiert werden. Die 15 Camper wurden in temporäre Unterkünfte gebracht. Rund 15’000 Haushalte waren am Samstag laut Franceinfo noch ohne Strom, weil Stürme die Leitungen beschädigt hatten. (sda)

15 Fussballer bei Blitzeinschlag in Deutschland verletzt

Bei einem Blitzeinschlag in Deutschland sind 15 Fussballer verletzt worden. Der Blitz schlug während des Trainings am Freitagabend in der Nähe des Sportplatzes in Rosenfeld (D) ein, wie ein Sprecher der deutschen Polizei anschliessend mitteilte.

Dadurch erlitten die Spieler alle leichte Verletzungen. Eine Person war kurzzeitig bewusstlos. Ein Grossaufgebot an Sanitätern kam zu dem Sportplatz in Baden-Württemberg und brachte die Fussballer vorsorglich in ein Spital. Weitere Informationen waren zunächst aber nicht bekannt.

Auf Tropennacht folgen Gewitter

Vorzeitiges Ende in Vevey

An der Fête des Vignerons in Vevey ist am Freitagabend eine Aufführung abgebrochen worden. Als Ursache für das Vorgehen gaben die Veranstalter starken Regen an.

Die Aufführung sei aufgrund eines Unwetters um 22.49 Uhr unterbrochen worden, sagte eine Mediensprecherin des Winzerfestes in der Nacht auf Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Da die Veranstaltung bereits über 90 Minuten aufgeführt gewesen sei, werde sie nicht wiederholt, hiess es weiter.

Aber auch in anderen Gegenden der Schweiz gab es Unwetter in der Nacht auf Samstag. So löste die Meteocentrale am späten Freitagabend etwa eine Unwetterwarnung der Stufe Rot für Luzern aus. Es bestünde die Gefahr von Hagel, von Starkregen und von schweren Sturmböen, schrieb die Organisation in einer Medieninformation.

Trockenheit und Sturmschäden setzen dem Solothurner Wald zu

Der Solothurner Wald leidet unter den Folgen von Sturmschäden und Trockenheit. Der Wald ist «in bisher nie dagewesenem Mass» belastet, wie der der kantonale Verband der Bürgergemeinden und Waldeigentümer feststellt. Besonders betroffen sind Buche, Weisstanne und Fichte.

Die Auswirkungen der Trockenheit auf die Buche im nördlichen Teil des Kantons und auf die Weisstanne am Jurasüdfuss seien gravierend, schreiben der Verband und die Solothurner Staatskanzlei am Freitag in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Im Mittelland seien zudem die Folgen des Sturms Burglind und die Borkenkäferschäden bei der Fichte gut sichtbar.

Die Folgen seien im Wald deutlich wahrnehmbar. Äste, Kronenteile und ganze Bäume seien dürr und könnten jederzeit abfallen oder umstürzen. Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass sich diese Situation rasch entschärfen werde.

Waldbesucher sollen vorsichtig sein

Der Verband ruft die Bevölkerung zur Vorsicht im Wald auf. Das Forstpersonal arbeite mit Hochdruck daran, die Risiken für die Waldbesucher zu senken. Holzschläge würden eine weitere Ausbreitung des Borkenkäfers eindämmen.

Weil der Holzmarkt europaweit völlig übersättigt sei, decke der niedrige Holzpreis die Kosten der Eingriffe jedoch kaum. Die Situation sei eine grosse Herausforderung und bringe die Forstbetriebe personell und finanziell an den Rand ihrer Kapazität, hält der Verband weiter fest. (sda)

Die Temperaturen fahren Achterbahn

Heute wird es wieder richtig heiss

08.08.2019 07:05

Nach einem herbstlichen Donnerstagmorgen macht der Nebel wieder der Sonne Platz. Am Nachmittag warten Temperaturen von bis zu 29 Grad.

 

Golfspieler von Blitz getroffen und schwer verletzt im Spital

In Saanenmöser im Berner Oberland ist am Dienstagabend ein Mann beim Golfspiel von einem Blitz getroffen worden. Schwer verletzt musste er per Helikopter ins Spital geflogen werden.

Wie eine Mediensprecherin der Berner Kantonspolizei auf Anfrage sagte, ging die Meldung bei der Polizei um 18 Uhr ein. Die Sprecherin bestätigte damit eine Meldung auf der Internetseite des «Blicks».

Wie der Golfclub Gstaad-Saanenland am Mittwoch auf Anfrage bekanntgab, hatte der Golfclub-Manager zuvor entschieden, dass die Spielrunde wegen des aufziehenden Gewitters abgebrochen werden muss. Dies wird den Spielern mit dem Abfeuern von zwei Raketen kommuniziert. In der Folge fanden sich alle Spieler im Clubhaus ein.

Zwei setzten ihre Runde aber später fort. Einer dieser beiden Spieler sei kurz vor sechs Uhr vom Blitz getroffen worden. Er konnte auf dem Golfplatz reanimiert werden. Der Mitspieler leistete erste Hilfe.

Im Golfreglement stehe, schreibt der Golfclub, dass sich bei einem Spielabbruch alle Beteiligten vom Platz entfernen müssten. Befolgten sie das nicht, liege das in ihrer eigenen Verantwortung.

Übers Berner Oberland zogen am Dienstag immer wieder Gewitter. Die meisten Schadensmeldungen gingen bei der Berner Kantonspolizei in der Zeit von 15 bis 17 Uhr ein. Danach kam es nur noch vereinzelt zu Meldungen, wie die Polizeisprecherin weiter sagte. In den meisten Fällen ging es um umgestürzte Bäume oder Wasser in Kellern.

Saanenmöser ist eine Ortschaft in der Gemeinde Saanen, zu der auch der Berner Nobel-Ferienort Gstaad gehört. (sda)

Regnerischer Mittwoch

Die Meteorologen sagen auch für heute viel Regen voraus.

Fraglich ist, ob es so viel regnet wie am Dienstag, der neben Niederschlag auch über 40’000 Blitze brachte.

Von Blitz getroffen: Zwei Swiss-Maschinen kehren um

Zwei Maschinen der Swiss sind am Dienstag von Blitzen getroffen worden und aus Sicherheitsgründen nach Zürich zurückgekehrt. Für die Passagiere bestand nach Angaben der Fluggesellschaft keine Gefahr.

Die erste Maschine war auf dem Weg nach Amsterdam. An Bord befanden sich 165 Passagiere. Wegen eines Gewitters über dem Flughafen war der Airbus A321 mit mehr als anderthalb Stunden Verspätung um 9 Uhr gestartet, wie Swiss-Mediensprecherin Meike Fuhlrott zu einer Meldung von 20minuten.ch sagte. Anderthalb Stunden später hätte die Maschine Amsterdam erreichen sollen.

Kurz nach dem Start wurde das Flugzeug jedoch von einem Blitz getroffen. Die Piloten stellten zwar keine Auswirkungen fest, entschieden sich aber, nach Zürich zurückzukehren.

Das sei die normale Prozedur nach einem Blitzeinschlag, erklärte die Mediensprecherin. In Zürich gebe es die beste Wartungsinfrastruktur, um Flugzeuge nach Blitzschlägen auf allenfalls verborgene Schäden zu kontrollieren. Die getroffene A321 setzte 40 Minuten nach dem Start wieder in Zürich auf. Die Landung verlief problemlos.

Maschine nach Lissabon ebenfalls getroffen

Am frühen Nachmittag wurde eine weitere A321 ebenfalls kurz nach dem Start von einem Blitz getroffen. Die Maschine war mit 158 Passagieren an Bord nach Lissabon unterwegs. Auch in diesem Fall bemerkten die Piloten keine Auswirkungen, kehrten aber für eine Überprüfung zurück.

Die Passagiere beider Flüge wurden auf andere Verbindungen umgebucht, auch solche von anderen Fluggesellschaften.

Blitzschläge in Flugzeuge könnten bei bestimmten Wettersituationen vorkommen, sagte Fuhlrott. Zwei an einem Tag seien aber die grosse Ausnahme.

Keine Starts am Flughafen Zürich wegen Gewitter

Ein Gewitter hat sich am Dienstagmorgen massiv auf den Betrieb des Flughafens Zürich ausgewirkt. Wegen der Gefahr von Blitzeinschlag wurden über eine Stunde lang keine Flugzeuge abgefertigt und konnten darum nicht starten.

Von 6:57 bis 8:12 Uhr seien keine Flugzeuge gestartet, erklärte Sonja Zöchling, Kommunikationschefin des Flughafens, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Das Gewitter habe sich während dieser Zeit unmittelbar über dem Flughafen befunden.

Aus Sicherheitsgründen durften sich während des Gewitters keine Flughafenmitarbeiter im Freien aufhalten und die Flugzeuge startklar machen. Als Folge konnten die Maschinen ihre Docks und Standplätze nicht verlassen.

Schnellabschaltung des AKW Beznau 1 wegen Blitzeinschlags

Am Dienstag um 1:34 Uhr fiel im Unterwerk Beznau eine Sammelschiene aus – dies wahrscheinlich in Folge eines Blitzeinschlags, heisst es in einer Medienmitteilung der Axpo Holding AG. Das führte im Block 1 zu einer Schnellabschaltung und im Block 2 zu einem Lastabwurf, bei dem die Leistung auf Eigenbedarf reduziert wurde.

Ab 3:50 Uhr habe die Leistung in Block 2 wieder erhöht werden können. Block 1 werde derzeit für das Wiederanfahren vorbereitet, schreibt die Axpo weiter. Im Verlauf des Vormittag soll Block 1 wieder die Produktion aufnehmen können.

Die Sicherheit der Bevölkerung und der Mitarbeitenden war laut Mitteilung jederzeit gewährleistet.

Rund 6'000 Blitze

Teilweise heftige Gewitter zogen über die Schweiz. In der Nacht auf Dienstag, 6. August, gingen bis 6 Uhr fast 6’000 Blitze nieder. Am meisten blitzte es im Thurgau (2’000) und im Kanton Zürich (1’000).

Es werden in der Region Basel weitere Gewitter erwartet. Besonders am Abend und in der Nacht auf Mittwoch steigt das Regen- und Gewitter-Risiko wieder. Die erwartete Maximal-Temperatur beträgt am Dienstag 28 Grad in Basel.

(Screenshot: srf.ch/meteo)
Aargau stuft Brandgefahr zurück

Im Kanton Aargau hat sich die Brandgefahr im Freien gemäss den Kantonsbehörden dank der Wetterlage etwas gemildert. Die Waldbrand-Gefahrenstufe wurde gesenkt. Die Behörden mahnen jedoch zu Vorsicht.

Die Niederschläge und etwas kühleren Temperaturen in den letzten Tagen hätten zu einer weiteren Entspannung im Aargau und den umliegenden Kantonen geführt, teilte der Kantonale Führungsstab (KFS) am Montag mit.

Im Verlauf der Woche seien Niederschläge in weiten Teilen des Kantonsgebiets angekündigt. Daher beschlossen die zuständigen Behörden des Kantons, die Gefahrenstufe von 3 auf 2 zu senken. Somit sind ab heute keine konkreten Vorsichtsmassnahmen mehr empfohlen.

Trockenheit hält an

Die Lage in den Bereichen Landwirtschaft und Fischbestände bleibt dank den Niederschlägen zwar angespannt, aber stabil, wie die Behörden festhalten. Wasserentnahmeverbote bleiben bestehen; neue Verbote sind derzeit nicht geplant. Aufgrund der etwas tieferen Temperaturen und der Niederschläge sei momentan nicht mit einem Fischsterben zu rechnen.

(sda)

Juli 2019 weltweit heissester Monat seit Messbeginn

Der vergangene Juli war weltweit der heisseste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das teilte der von der EU betriebene Copernicus-Dienst zur Überwachung des Klimawandels am Montag mit.

Dessen Chef Jean-Noël Thibaut erklärte, der Juli sei üblicherweise weltweit der heisseste Monat des Jahres. Die Temperaturen im Juli 2019 hätten aber noch knapp über denen im bisherigen heissesten Monat Juli 2016 gelegen.

Erst kürzlich hatte der Copernicus-Dienst verkündet, dass die Welt dieses Jahr den heissesten Juni seit Beginn der regelmässigen Messungen erlebt habe. Die Schweiz und weite Teile Europas ächzten unter einer Hitzewelle mit Rekordtemperaturen. Bei einer weiteren Hitzewelle im Folgemonat wurden erneut zahlreiche Rekorde geknackt.

Die vergangenen vier Jahre waren weltweit die heissesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter stiegen die Temperaturen weltweit bereits um ein Grad an. Im Pariser-Klimaabkommen von 2015 hatten sich die Unterzeichnerstaaten darauf verständigt, den Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen.

Wetterprognosen Basel

Am Montag, 5. August, zu Tagesbeginn bleibt es in Basel wechselnd bewölkt. Es bleibt aber trocken. Am Nachmittag werden einzelne Wolken erwartet, prognostizieren die Meteorologen von Meteoblue. Die Sonne wird nur vereinzelt sichtbar sein. Die Temperaturen erreichen einen Höchstwert um 30 Grad.

(Screenshot: meteoblue.com)

Am Dienstag und Mittwoch sind lokale Gewitter und Schauer möglich. Am Dienstag wird es nochmals warm, mit Temperaturen um 28 Grad. Am Tag danach fallen dann die Temperaturen auf 22 Grad.

(Screenshot: meteoblue.com)
Hitzewelle führt zu enormer Eisschmelze in Grönland

Die letzte Hitzewelle hat nicht nur hier ihre Spuren hinterlassen. Wie SRF Meteo auf Twitter schreibt, schwappte sie über das Nordmeer bis nach Gröndland und verursachte dort eine enorme Eisschmelze.

Die Hitze ist noch nicht vorbei

Die Hitze hat sich am ersten Augustsamstag zurückgemeldet. Im Tessin wurden bis 31 Grad gemessen und in Sion im Wallis gab es mit 30,4 Grad auch einen Hitzetag. Am Sonntag, spätestens am Montag, sind auch im Mittelland Hitzetage möglich.

Schon zwei Hitzewellen suchten dieses Jahr die Schweiz heim, wie der Wetterdienst SRF Meteo am Samstag mitteilte. Die erste kam im Juni, die zweite im Juli. Im Tessin gab es nach der Juli-Hitzewelle gerade mal einen Tag Atempause. Schon am Nationalfeiertag wurden wieder Hitzewerte gemessen.

Mit den Werten in Sitten erreichte die Hitze am Samstag auch wieder den Norden. In der Walliser Hauptstadt wurde am 30. Juli der letzte Hitzetag verzeichnet.

Eine neue Hitzewelle steht indessen nicht vor der Tür, beruhigt SRF Meteo. Ausgeschwitzt ist aber nicht, denn am Sonntag dürfte es im Rhonetal, am Genfersee und auch im westlichen Mittelland Hitzewerte von über 30 Grad geben.

Der Osten bleibt noch verschont, ab Montag sind aber auch dort 30 Grad und mehr möglich. Am Dienstag zieht eine Störung übers Land. Dennoch kann es auch dann lokal noch über 30 Grad warm werden.

Klimawandel ist Schuld an extremer Hitzewelle

Der Klimawandel hat Experten zufolge die rekordverdächtige Hitzewelle in Westeuropa im vergangenen Monat befeuert. Ohne die vom Menschen verursachte Erderwärmung wäre der Juli zwischen eineinhalb und drei Grad Celsius kühler gewesen, teilte ein internationales Forscherteam am Freitag mit.

Die Wissenschaftler nutzten für ihre Berechnungen jeweils die drei wärmsten aufeinanderfolgenden Tage in mehreren europäischen Ländern. An allen untersuchten Orten wären die Temperaturen bei unverändertem Klima niedriger gewesen, teilte das Team vom «World Weather Attribution Projekt» mit.

Auch habe der Klimawandel das Auftreten der Juli-Hitzewelle deutlich wahrscheinlicher gemacht. Ohne die Luftverschmutzung seit Beginn der industriellen Revolution würden Hitzerekorde wie im vergangenen Monat nur alle 1000 Jahre in Europa vorkommen.

Es wird immer heisser

Es sei «so gut wie sicher», dass es die Hitzewelle im Sommer in Europa ohne den Klimawandel nicht gegeben hätte, sagte die an der Studie beteiligte Wissenschaftlerin Martha Vogel von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich.

Die Hitzewellen im Juni und Juli sorgten in mehreren Ländern für Beeinträchtigungen im Bahnverkehr, führten zu Dürre auf den Feldern und erhöhten das Risiko für Waldbrände. In Frankreich waren mehrere Regionen von Wasserknappheit betroffen. Die Regierung setzte zahlreiche Massnahmen in Kraft, um besonders alte Menschen, Kleinkinder, Obdachlose und Menschen mit Behinderung zu schützen.

Europa hat in den vergangenen 15 Jahren sieben aussergewöhnlich intensive Hitzewellen erlebt. Die Wetteraufzeichnungen decken sich mit Messungen zur Erderwärmung: Die vier heissesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen waren die vergangenen vier Jahre. In Deutschland und Frankreich wurden im Juli mit je 42,6 Grad Celsius neue Hitzerekorde gemeldet, ebenso in Belgien mit 41,8 Grad und in den Niederlanden mit 40,4 Grad. Die Hitzewelle erreichte sogar Skandinavien.

Nach nur vier Jahren erneut ein rekordheisser Hochsommer

Mit nur kurzen Unterbrüchen schwitzt die Schweiz seit Juni. Die hohen Juni-Juli-Temperaturen in diesem Sommer bestätigen die rasante Erwärmung in den beiden Sommermonaten seit 1980.

«Die seit Juni anhaltende Wärme führte im landesweiten Mittel zur zweitwärmsten Juni-Juli-Periode seit Messbeginn 1894», schreibt das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie Meteo Schweiz in einer Mitteilung von Dienstag.

Im Juni und Juli 2019 lag die Temperatur im landesweiten Mittel bei 15,7 Grad. Mit 16,4 Grad lag sie nur im Hitzesommer 2003 höher; gleich warm zeigten sich die beiden Sommermonate 2015.

Diese recht kurz aufeinander folgenden Hitzerekorde bestätigen, dass intensive Hitzeperioden in den letzten Jahrzehnten häufiger geworden sind. Dieses häufigere Auftreten von Hitzewellen «ist eines der klaren Signale der laufenden Klimaänderung», schreibt Meteo Schweiz. Und: «Nach einer aktuellen ETH-Analyse ist in der Schweiz das Auftreten einer Hitzeperiode wie im Juli 2019 heute rund zehnmal wahrscheinlicher als ohne Klimaerwärmung.»

Von 1989 bis 2018 ist die Juni-Juli-Temperatur verglichen mit der Normperiode (1961 bis 1990) um 1,5 Grad gestiegen – und gar um 2 Grad verglichen mit der vorindustriellen Periode (1871 bis 1900).

Schon heute seien die früher heissesten Perioden zum Durchschnitt geworden, bilanziert Meteo Schweiz – und prognostiziert, dass bis 2060 dieser Durchschnitt «um weitere 1,5 bis 3,5 Grad» ansteigen dürfte.

Trockene Witterung verursacht bisher geringe Ausfälle bei Bauern

Die Trockenheit in den letzten Wochen hat in der Schweizer Landwirtschaft bisher zu wenigen Einbussen geführt. Mageren Grasschnitt gab es allerdings in der Westschweiz, und Gemüse- und Obstbauern mussten mehr als üblich bewässern.

«Die Trockenheit im laufenden Jahr ist nicht mit jener im vergangenen Jahr vergleichbar», stellt Sandra Helfenstein, Sprecherin des Schweizer Bauernverbandes (SBV), auf Anfrage fest.

In den Kantonen Waadt, Freiburg und Neuenburg sowie an einigen Orten in der Deutschschweiz sei der letzte Grasschnitt zwar mager gewesen, aber nicht im gleichen Ausmass wie 2018. Andere Gebiete hätten kaum einen Ausfall zu vermelden.

Auch die übrigen Kulturen dürften noch nicht gross unter der Trockenheit gelitten haben, da es immer mal wieder etwas Regen gegeben habe. Gemüse- und Obstbauern mussten laut dem SBV mehr bewässern, was deren Produktionskosten erhöht habe.

Bedingtes Feuerverbot wird aufgehoben

Die gesunkenen Temperaturen und die Niederschläge am Wochenende haben im ganzen Kanton Baselland eine Entspannung der Waldbrandlage gebracht, schreibt das Amt für Wald beider Basel in einer Mitteilung. Die Waldbrandgefahrenstufe wurde von Stufe 3 auf Stufe 2 gesenkt.

Trotzdem sei im Umgang mit Feuern im Wald weiterhin Vorsicht angebracht. Es wird empfohlen, nur in fest eingerichteten Feuerstellen Feuer zu entfachen und im Umgang mit Feuerwerk vorsichtig zu sein.

Auch in Basel-Stadt gilt neu ebenfalls Waldbrandgefahrenstufe 2 und somit die gleichen Massnahmen wie im Kanton Basel-Landschaft, steht in der Mitteilung weiter.

Trockenheit abgeschwächt

Die Gewitter fielen je nach Region sehr ungleichmässig aus. Im Wallis, im Bündnerland und im Südtessin gab es gebietsweise praktisch keinen Niederschlag. Die aktuelle Trockenheit sei durch die Regenfälle vielerorts etwas abgeschwächt worden, schreibt der Wetterdienst. In den nächsten Tagen dürfte es bei recht sonnigem Wetter nur wenig Niederschläge geben.

Brandgefahr entschärft

Die Niederschläge der vergangenen Tage haben die Brandgefahr im Wallis und im Thurgau vorübergehend entschärft, wie die beiden Kantone am Montag mitteilten. Für den 1. August gebe es daher vorerst kein generelles Feuerverbot. Die Waldbrandgefahr sei jedoch lokal nach wie vor erheblich, schreibt der Kanton Wallis.

Auch der Thurgau hält ein Feuerverbot für nicht nötig. Die Situation der Oberflächengewässer habe sich laut den Experten des Kantons aufgrund der Niederschläge ebenfalls beruhigt. Ein Wasserentnahmeverbot sei daher zurzeit ebenfalls nicht notwendig, heisst es in der Mitteilung des Kantons.

Auch in der Zentralschweiz haben die Regenfälle die Gefahr von Waldbränden weitflächig gemindert. Wie die Urner Sicherheitsdirektion mitteilte, fielen die Niederschläge am Wochenende regional sehr unterschiedlich aus. Vor allem zwischen Silenen und Göschenen sowie im Urserental seien die Regenmengen sehr gering geblieben. Ausdrücklich erlaubt wird von der Urner Sicherheitsdirektion das Abbrennen von Feuerwerk und Höhenfeuern.

Während in Uri die Waldbrandgefahr aber erheblich bleibt, haben die Kantone Luzern, Obwalden und Nidwalden nach den Regenfällen die Waldbrandgefahr auf «mässig» zurückgesetzt. Auch in den Kantonen Zug und Schwyz ist die Waldbrandgefahr «mässig». Die Kantone rufen dazu auf, weiterhin vorsichtig zu sein im Umgang mit Feuer und Feuerwerk.

Geringer Anstieg des Grundwassers

Die intensiven Niederschläge vom Wochenende dürften dem Wald nur teilweise zugute gekommen sein, stellt Massimiliano Zappa, Hydrologe an der Forschungsanstalt WSL, auf Anfrage fest. Wenn es in kurzer Zeit derart stark regne, fliesse vor allem an Berghängen ein grosser Teil des Wassers oberflächlich in die Täler. Da nur ein kleiner Teil des Regens in den Boden sickere, erhöhten diese Niederschläge den Grundwasserspiegel zeitnah nur sehr wenig.

Erfreut über den Regen ist erwartungsgemäss die Landwirtschaft. «Der Regen über das Wochenende war dringend nötig und hat den Kulturen sehr gut getan», stellt Sandra Helfenstein, Sprecherin des Schweizer Bauernverbandes (SBV), auf Anfrage fest.

Die Niederschläge würden aber nicht reichen, um das Defizit im Boden und speziell beim Grundwasser auszugleichen. Dafür müsste es noch viel mehr regnen. Die Auswirkungen der Trockenheit im laufenden Jahr auf die Landwirtschaft sind bisher laut dem SBV aber nicht mit jenen im 2018 vergleichbar.

Regenfälle schwächen Trockenheit ab

Die Gewitter am Freitag und Samstag sorgten allerdings für eine recht ungleichmässige Verteilung des Regens. Im Wallis, im Bünderland und im Südtessin gab es gebietsweise praktisch keinen Regenn, wie MeteoNews am Montag mitteilte.

Besonders stark regnete es hingegen seit Freitagnachmittag in Altenrhein SG (117 Liter pro Quadratmeter), auf dem Jura-Gipfel Chasseral (106), in der Entlebucher Gemeinde Flühli LU (104) und auf dem Säntis (104).

Die aktuelle Trockenheit sei durch die Regenfälle vielerorts etwas abgeschwächt worden, schreibt der Wetterdienst. In den kommenden Tagen dürfte es wieder sommerlich warm, aber nicht mehr heiss werden.

Zwei Männer wegen Regen in Höhle eingeschlossen

Nach einem Wasseranstieg in einer Höhle bei Reutlingen im deutschen Baden-Württemberg sind zwei Männer unter der Erde eingeschlossen. Ein Höhlenführer und ein Tourist seien während eines Unwetters von steigendem Wasser in der Falkensteiner Höhle bei Grabenstetten überrascht worden.

Dies sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP am Sonntagabend. Den Männern sei «der Rückweg abgeschnitten», hiess es weiter. Feuerwehr und Polizei seien mit einem Grossaufgebot vor Ort.

Zu den beiden Männern bestehe Kontakt. Es gehe ihnen «den Umständen entsprechend gut», sagte der Sprecher weiter. Beide seien unverletzt und es bestehe keine Lebensgefahr. Sie würden bis zur Rettung, die am Montagmorgen beginnen solle, mit Lebensmitteln, Getränken und wärmender Kleidung wie Neoprenanzügen versorgt.

Am Morgen solle es gegen 7 Uhr eine weitere Lagebesprechung geben. Die Falkensteiner Höhle befindet auf der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg.

Mehrere Tote bei schweren Unwettern in Italien

Bei schweren Unwettern in Italien sind am Wochenende mehrere Menschen ums Leben gekommen. In der toskanischen Stadt Arezzo wurde ein 72-Jähriger tot in einem Kanal gefunden. In der Gemeinde Fiumicino nahe des internationalen Flughafens «Leonardo da Vinci» bei Rom kam eine 27-jährige Frau ums Leben, nachdem ihr Auto wegen einer Windböe umkippte und in einen Kanal stürzte.

Die Leiche des 72-Jährigen in Arezzo wurde unweit des Auto des Rentners entdeckt, das von einem Bach weggerissen worden war, während es in der Gegend zu schweren Niederschlägen kam.

In den Südtiroler Alpen bei Bozen wurde eine 45-jährige Norwegerin während eines Extremberglaufs vom Blitz getroffen und erlag später ihren schweren Verletzungen. Sie war Teilnehmerin beim Südtirol Ultra Skyrace, ein Rennen über 121 Kilometer und 7554 Höhenmeter. Der Zivilschutz warnte am Sonntag vor Unwettern in der Lombardei, Venetien, Ligurien und Latium.

Der Römer Flughafen Fiumicino musste einige Stunden lang den Betrieb einstellen. Der Sturm verursachte erhebliche Schäden in Fiumicino. «Es ist wie nach einem Krieg», kommentierte Bürgermeister Esterino Montino.

Schäden und Hochwasser wurden auch aus dem nahen Rom gemeldet. Wegen der Überschwemmung eines Gebäudes musste die Feuerwehr einige Wohnungen räumen lassen. Wasser drang in die U-Bahn-Stationen Repubblica und Cipro ein, die vorübergehend geschlossen wurden.

Regnerischer Sonntag

Das Wetter am Sonntag ist nass und bringt Abkühlung. So ist es im Norden gemäss «SRF Meteo» «nur» gerade 20 Grad. In Gösgen wird es so richtig nass.

Viel Wasser im Europa-Park

Das Gewitter am Wochenende setzte am Samstag scheinbar Teile des Europa-Parks unter Wasser. Das zeigen Videos in den Sozialen Netzwerken. Es regnete so stark, dass der Boden teils vollständig mit Wasser bedeckt waren.

(Video: Youtube/Epfan95 – Freizeitpark, Achterbahnen und  mehr-)

Besucherinnen und Besucher standen nach dem vielen Regen plötzlich Knöcheltief im Wasser:

Die nächsten Gewitter sin im Anmarsch

Gewitter wirkte sich auf Flugverkehr aus

Auch der EuroAirport hatte mit dem heftigen Unwetter zu kämpfen. Wie ein Telebasel-Leser erzählt, war der Flugverkehr beeinträchtigt. «Unser Flug von Prag nach Basel konnte nicht landen, und so wurden wir nach unzähligen Warteschlaufen mit zwei Stunden Verspätung nach Zürich umgeleitet und mussten dort landen.»

Vivienne Gaskell, Mediensprecherin des EuroAirports, bestätigt gegenüber Telebasel die Beeinträchtigung. Total waren sechs Flüge betroffen, einer davon musste sogar annulliert werden.

30 Meldungen im Kanton Solothurn

Auf der Alarmzentrale gingen rund 30 Meldungen ein. Zirka 25 Meldungen wegen dem starken Wind. Die Bevölkerung meldete gemäss Mitteilung der Polizei Kanton Solothurn umgestürzte Bauabschrankungen, heruntergefallene Äste, umgestürzte Bäume und andere Schäden. Etwa fünf Meldungen gingen wegen eindringendem Wasser in Liegenschaften ein, was jeweils ein Aufgebot der zuständigen Feuerwehr nach sich zog.

Verletzt wurde nach derzeitigen Erkenntnissen niemand und auch die Schäden dürften eher gering sein. Die Meldungen gingen am Freitagabend zwischen 20:15 und 21 Uhr verteilt über den ganzen Kanton ein, danach beruhigte sich die Situation merklich.

188 Meldungen wegen Sturmschäden

Wie die Polizei Basel-Landschaft in einem Communiqué in der Nacht auf Samstag mitteilt, gingen seit 20:30 Uhr am Freitagabend insgesamt 188 Meldungen über Sturmschäden ein.

Diese Meldungen hätten hauptsächlich die Gemeinden Muttenz, Birsfelden und Münchenstein betroffen. So seien dort etwa Bäume beziehungsweise Äste auf die Strasse gestürzt, Ziegel hätten sich von den Dächern gelöst und Keller hätten unter Wasser gestanden. Vor allem in Muttenz seien insgesamt drei Fahrzeuge von umgestürzten Bäumen beschädigt worden, hiess es weiter.

Gewittersturm lässt Brückenkran in Birsfelden BL einstürzen

Heftige Windböen während eines Gewitters haben am Freitagabend einen Brückenkran in Birsfelden BL einstürzen lassen. Dabei ist zwar niemand verletzt worden – allerdings entstand Sachschaden.

Dieser könnte laut einem Communiqué der Polizei Basel-Landschaft von der Nacht auf Samstag noch nicht exakt beziffert werden. Die Zerstörungen seien jedoch «gross» gewesen.

(Video: BRK News)

Der 400 Tonnen schwere Brückenkran an der Hafenstrasse im Birsfelder Hafen sei mit aller Wahrscheinlichkeit durch das starke Gewitter, welches zur Zeit des Einsturzes niederging, zum Einsturz gebracht worden, schrieb die Behörde weiter. Das Gebiet habe zudem lokal abgesperrt werden müssen, da in unmittelbarer Nähe ein baugleicher Kran steht, dessen Statik aufgrund des Sturmes zuerst habe überprüft werden müssen.

Gewitter zieht über die Region

Wie angekündigt, zog am Freitagabend ein Gewitter über die Region. Starke Böen, Blitz, Donner und vereinzelt auch Hagel. Die Natur zeigte was sie zu bieten hat, wie ein Leser-Reporter eindrücklich im Gundeli festhielt:

(Video: Leser-Reporter)

Und auch auf dem Land schlug die Natur zu. In Muttenz erreicht uns ein Leser-Reporter-Video in dem zu sehen ist, wie sogar ein Baum vom starken Wind umgeknickt ist. Auch hier gab es Hagelkörner:

(Video: Leser-Reporter)

Eindrückliche Aufnahmen auch vom Bruderholz: Hagel, ein zerrissener Schirm und wie ein Bach fliesst das Wasser den Hang hinunter:

(Video: Leser-Reporter)

Das starke Gewitter hatte auch Auswirkungen auf den Betrieb der Buslinien der BVB. «Hochwasser in der Unterführung Hörnli Grenze», twitterte die Leitstelle der BVB. Die Haltestellt Friedhof Hörnli konnte zeitweise nicht bedient werden:

 

(Bild: Screenshot meteoschweiz.admin.ch)

Festival in Biel wegen Gewittersturm unterbrochen

Das Openair Lakelive in Biel BE musste am Freitagabend wegen eines heftigen Sturmes unterbrochen werden. Die Besucher des Eröffnungsabends wurden in Sicherheit gebracht. Gegen 21 Uhr konnte das Festival teilweise fortgesetzt werden.

«Wir haben den Abend unterbrochen, wir räumen das Gelände und halten euch auf dem Laufenden», schrieb das Organisationskomitee in einer kurzen Mitteilung auf Facebook. Fotos und Videos von Leserreportern auf «20 Minuten online» zeigten vom Wind heruntergerissene Planen, umgestürzte Stände und Pflanzentöpfe, einzelne Besucher, die herumrennen.

Bereits lange vor dem Sturm habe der Wetterdienst Meteoschweiz eine Wetterwarnung für die Region herausgegeben. Die Veranstalter seien vorbereitet gewesen, erklärte Markus Jucker von der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Bern in Biel auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Betreiber der Stände seien aufgefordert worden, ihre Einrichtungen entsprechend zu sichern.

Ab zirka 21 Uhr wurde das Festival gemäss Mitteilung der Veranstalter auf Facebook nach und nach wieder hochgefahren.

Nach weiterem Hitzetag werden Gewitter erwartet

Nach dem letzten Hitzetag diese Woche mit bis zu schwülwarmen 35 Grad folgt die Abkühlung. Der Wermutstropfen: Es konnte lokal zu starken Gewittern mit Hagel und Sturmböen kommen.

Erwartet wurden am Freitag laut MeteoSchweiz auch eine hohe Blitzaktivität und stellenweise Starkregen. Der Schwerpunkt der Schauer und Gewitter liegt den Alpen entlang.

Laut dem Wetterdienst MeteoNews zogen bereits am späteren Vormittag und Mittag grössere Gewitterzellen über die zentralen Alpen, das Oberengadin, das Nordtessin und Graubünden hinweg, teilweise von Hagel begleitet. Im Berner Oberland wurden am Abend Gewitter erwartet. Wie der Sprecher von MeteoNews weiter sagte, sei es schwierig vorauszusagen, wo es im Flachland zu Gewittern komme.

Die Hitze hatte die Schweiz auch in der Nacht auf Freitag fest im Griff: Das Land erlebte laut Meteo News an über hundert Orten eine Tropennacht, und die Temperaturen sanken nicht unter 20 Grad. In Locarno-Monti TI wurden laut SRF Meteo 24,8 Grad gemessen. Auch an anderen grösseren Orten wie in Zürich (24,7), Basel (24,3), Luzern (22,9) und Sitten (22,5) war es am frühen Morgen sehr warm.

Vorstellung abgebrochen

Zuvor hatte es am Abend und in der Nacht stellenweise kräftige Gewitter gegeben. Rund um den Genfersee, im Unterwallis oder auch am Sarner See wurden Sturmböen von rund Tempo 85 gemessen. Um Mitternacht fielen in Frutigen BE in kurzer Zeit 60 Millimeter Regen.

Eine Vorstellung des Freilichtspektakels am Winzerfest Fête des Vignerons in Vevey VD wurde am Donnerstagabend wegen eines Gewitters abgebrochen. Die Arena wurde daraufhin evakuiert. Alles lief ruhig ab, wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort berichtete.

Seit Montag hat die zweite Hitzewille binnen zweier Monate Mitteleuropa im Griff. In der Schweiz gab es am Mittwoch in Sitten 38,0 Grad – der bisherige Jahresspitzenwert im Land. Damit war es wärmer als beispielsweise in vielen südlichen Ferienorten wie Kairo, Athen, Ibiza oder Lissabon. (sda)

Farbe und Wasser zur Kühlung der Schienen

Der extreme Temperaturanstieg dehnt die Schienen. Die SBB prüft derzeit Massnahmen zur Behebung dieser Situation. Während sie seit langem das Verfahren zur Kühlung der Schienen durch Sprühen mit Wasser anwendet, testet sie auf einigen Schienen derzeit weisse Farbe , wie zum Beispiel in Zuchwil.

(Video: Keystone sda)
Kanton Freiburg ruft zum Verzicht auf Feuer im Freien auf

Der Kanton Freiburg hat am Freitag die Bevölkerung aufgerufen, im Wald oder in dessen Nähe kein Feuer mehr zu entfachen. Die anhaltende Trockenheit liess die Waldbrandgefahr auf die Stufe «erheblich» ansteigen.

Ganz allgemein sei derzeit im Umgang mit Feuer Vorsicht walten zu lassen. Insbesondere sollten keine Zigarettenstummel weggeworfen werden, heisst es in einer Mitteilung der Freiburger Staatskanzlei. Feuer darf nur an den dafür vorgesehenen Stellen entfacht werden und muss beaufsichtigt werden. Beim Verlassen des Geländes muss es vollständig gelöscht sein.

Der Aufruf der Freiburger Behörden gilt, bis sich die Waldbrandgefahr wieder auf Stufe «mässig» gesenkt hat. Aufgrund der Wetterprognosen dürfte sich die Situation bereits übers Wochenende etwas entspannen.

Sollte die Trockenheit hingegen weiter anhalten, müssten die Behörden weitere Einschränkungen anordnen. Diese würden dann namentlich das Abbrennen von Feuerwerk am Nationalfeiertag vom 1. August betreffen. (sda)

Hitzegewitter in der ganzen Schweiz

 

Hardwald auf Gemeindegebiet von Birsfelden wieder betretbar

Die Gemeinde Birsfelden erklärt ihren kleinen Teil des Hardwalds für wieder betretbar. Die Sicherheitsfällungen seien abgeschlossen, teilte die Gemeindeverwaltung am Freitag mit.

Wegen massiven Trockenschäden und den damit verbundenen Gefahren für Waldbesucherinnen und -besucher war der westliche Teil des Hardwaldes Ende Mai 2019 für die Öffentlichkeit gesperrt worden. Jetzt ist zumindest der äusserste Westzipfel auf Birsfelder Gemeindegebiet nach Abschluss der dortigen Sicherheitsfällungen wieder offen.

Es handelt sich aber nur um einen kleinen Teil des arg geschädigten Hardwalds im Osten der Stadt Basel. Das ungleich grössere Waldgebiet auf Muttenzer Boden bleibt gesperrt. Die Gemeindeverwaltung von Birsfelden mahnt in ihrer Medienmitteilung, dies zur eigenen Sicherheit zu respektieren.

Die Basler Bürgergemeinde hatte als Waldbesitzerin diese Woche erst beschlossen, den ganzen Wald zu sperren. Die Verantwortlichen rechnen mit bis zu 6000 abgestorbenen Bäumen auf 260 Hektaren Fläche. (sda)

Erneut eine Tropennacht in der Schweiz

Die Hitze hatte die Schweiz auch in der Nacht auf Freitag fest im Griff: Das Land erlebte erneut an vielen Orten eine Tropennacht, während der die Temperaturen nicht unter 20 Grad sanken.

In Locarno-Monti TI wurden laut SRF Meteo 24,8 Grad gemessen. Auch an anderen grösseren Orten wie in Zürich (24,7), Basel (24,3), Luzern (22,9) und Sitten (22,5) war es am frühen Morgen sehr warm.

Zuvor hatte es am Abend und in der Nacht stellenweise kräftige Gewitter gegeben. Rund um den Genfersee, im Unterwallis oder auch am Sarner See wurden Sturmböen von rund Tempo 85 gemessen. Um Mitternacht fielen in Frutigen BE in kurzer Zeit 60 Millimeter Regen.

Am Freitag wird es noch einmal heiss. Die Temperaturen sollen zwischen 30 und lokal 35 Grad erreichen. (sda)

Vorstellung am Winzerfest wegen Gewitters abgebrochen

Eine Vorstellung des Freilichtspektakels am Winzerfest Fête des Vignerons in Vevey VD ist am Donnerstagabend wegen eines Gewitters abgebrochen worden. Die Darbietung konnte nicht zu Ende geführt werden, und die Arena wurde evakuiert.

Gegen 21:50 Uhr traten auf dem Festgelände starke Windböen auf und Plastik wirbelte durch die Luft, 20 Minuten später folgten Regen und Blitze. Um 22:15 Uhr beschlossen die Organisatoren, die voll besetzte Arena zu evakuieren. Alles lief ruhig ab, wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort berichtete.

«Die Gefahr vor Blitzschlägen zwang uns, die Arena aus Sicherheitsgründen zu evakuieren», sagte eine Sprecherin der Organisatoren auf Anfrage. Kommende Woche soll für die betroffenen Zuschauer eine Ersatzvorstellung stattfinden. (sda)

37,4 Grad in Basel

In Basel wurde heute mit 37,4 Grad die vierthöchste Temperatur seit 1897 gemessen.

Drogenschmuggler in Container rufen in Panik Polizei zu Hilfe

Die Hitze versetzte sie in Panik: Zwei mutmassliche Drogenschmuggler haben die Polizei gerufen, um aus einem Container am belgischen Hafen von Antwerpen befreit zu werden. Nach der Befreiung aus dem Kokain-Versteck wurden die beiden Männer am Donnerstag einem Untersuchungsrichter vorgeführt und inhaftiert, teilte die Staatsanwalt mit.

Nach eigenen Angaben suchten die Polizeibeamten auf dem riesigen Hafen zwei Stunden lang nach dem Metallcontainer. Die Männer kamen mit nacktem Oberkörper aus ihrem Gefängnis und liessen sich ohne Widerstand festnehmen. Hafenarbeiter schütteten ihnen kaltes Wasser in den Nacken. Die Temperaturen stiegen am Mittwoch in Belgien auf über 40 Grad Celsius.

Den Behörden zufolge wollten die Männer Kokain aus dem Container holen. Wie viele Kilogramm der Droge in dem Container gefunden wurden, gab die Staatsanwaltschaft zunächst nicht bekannt. Die Zeitung «Gazet van Antwerpen» sprach von mehreren hundert Kilogramm Kokain.

Der Hafen von Antwerpen gilt als einer der grössten Umschlagplätze für Kokain aus Südamerika. Im Jahr 2018 wurde dort Behördenangaben zufolge die Rekordmenge von über 50 Tonnen beschlagnahmt.

Vertrocknete Bäume: Muttenzer Hardwald neu ganz gesperrt

Die Bürgergemeinde Basel hat den Hardwald wegen instabiler Bäume sicherheitshalber ganz gesperrt. Schon seit Mai durfte die Bevölkerung den nordwestlichen Teil nicht mehr betreten. Mitgeteilt hat die Sperrung am Donnerstagnachmittag die Gemeinde Muttenz, auf deren Boden die Hard liegt.

Die Teilsperrung vom 24. Mai hatte Schlagzeilen gemacht, weil erstmals in der Region Trockenheitschäden an Bäumen Konsequenzen für eine breitere Bevölkerung hatten. Jetzt zeigten neuere Einschätzungen der Bürgergemeinde als Grundeigentümerin zusammen mit dem Amt für Wald beider Basel noch weit grösserflächige Probleme.

Die Totalsperrung umfasst neu das gesamt Waldgebiet, das sich vom Birsfelder Siedlungsrand bis zum Industriegebiet Schweizerhalle ausdehnt, im Norden begrenzt von der Hafenbahn und im Süden von der Autobahn. Die Ausweitung des Betretungsverbotes bedeutet etwa eine Verfünffachung der gesperrten Waldfläche. Offen, da schon gesichert, bleiben die Kantonsstrasse und die Strasse zum Restaurant Waldhaus.

Spontan herabfallende Äste

Von abgestorbenen Bäumen können spontan grosse Äste herunterfallen, auch ohne Wind. Diese tödliche Gefahr erkennt man nicht ohne weiteres, und der Hardwald ist – gerade in Hitzeperioden – ein sehr rege genutztes Naherholungsgebiet. Den Bäumen dort geht es wegen geologisch-topografischer Besonderheiten besonders schlecht.

Im Juni hatten Bürgergemeindeverantwortliche den Schaden auf rund einen Fünftel des Baumbestandes geschätzt, der abgestorben sei. Damals bei der Teilsperrung war von rund 2000 grossen Bäumen respektive 3000 bis 5000 Kubikmeter Holz die Rede, die mit Notfällungen zu entfernen seien. Aktuelle Zahlen waren am Donnerstagnachmittag nicht erhältlich.

Damals war der nordöstliche Teil des Hardwaldes noch nicht formell gesperrt worden. Vom Aufenthalt dort wurde jedoch «dringend abgeraten». Bereits gesperrt waren damals jedoch die beiden Grillstellen in jenem Waldteil.

Mit der Totalsperrung ist nun auch der ganze südliche Waldteil geschlossen worden. In diesem liegt die Rheinwasser-Infiltration der Hardwasser AG zur Trinkwassergewinnung für die Stadt Basel und umliegende Gemeinden.

Dem iPhone wird es zu heiss

Mit 38 Grad wird der Mittwoch als bisher heissester Tag des Jahres bezeichnet. Nicht nur Menschen und Tiere kommen bei diesen Temperaturen ins Schwitzen. Wie Apple auf seiner Website warnt, sind mehr als 35 Grad zu heiss für das iPhone. Die Geräte sollten nur in einem Temepraturbereich von 0 bis 35 Grad verwendet werden, heisst es.

Zu heisse Temperaturen könnten sich zum Beispiel negativ auf die Batterielaufzeit auswirken und diese dauerhaft verkürzen. Das iPhone sollte demnach auf keinen Fall im Auto vergessen oder in der Sonne liegen gelassen werden. Hat das Gerät einen bestimmten Grenzwert überschritten, wird eine Warnmeldung angezeigt. Dann sollte das iPhone unbedingt abgekühlt werden.

Beim Feuer machen ist Vorsicht geboten

Nach der Gemeinde Sissach erlässt jetzt der ganze Kanton Basel-Landschaft ein bedingtes Feuerverbot im Wald, in Waldesnähe und im Freuen.  Feuer wird nur auf festeingerichteten Feuerstellen toleriert, jeweils mit der angebrachten Vorsicht. Wie im vergangenen Sommer bestehe in allen Teilen des Kantons eine erhebliche Waldbrandgefahr. Der Krisenstab ruft die Bevölkerung deshalb erneut zum vorsichtigen Umgang mit Feuer auf und dankt bereits jetzt für die Disziplin.

Die lokale Waldbrandgefahr könne von der generellen Waldbrandgefahr abweichen, insbesondere auf Feldern und Wiesen sowie in stark sonnenexponierten Wäldern ist sie tendenziell grösser. Bei zunehmendem Wind oder in Lagen mit einem grossen Anteil dürrer Vegetation nimmt die Waldbrandgefahr zu.
Aufgrund des ausserordentlich niederschlagsarmen Sommers auch im vergangenen Jahr seien die Böden sehr trocken. Für tiefwurzelnde Bäume und das Grundwasser sei keine Entspannung absehbar. Es bestehe auch die Gefahr, dass aufgrund weggeworfener Raucherwaren, Funkenflug eines Grillfeuers Brände
entstehen.

  • Folgende Verhaltenshinweise sind zu beachten:
  • Feuer nur in fest eingerichteten Feuerstellen entfachen
  • Feuer jederzeit unter Kontrolle halten
  • Funkenwurf sofort löschen
  • Feuer vor dem Verlassen der Feuerstelle vollständig löschen
  • Bei starkem oder böigen Wind auf Feuer verzichten
  • Keine Raucherwaren wegwerfen
  • Kein Waldrestholz nach einer Schlagräumung verbrennen
  • Das Steigenlassen von Himmelslaternen ist grundsätzlich verboten

Inhaberinnen und Inhaber von Wasserentnahmebewilligungen seien zudem aufgefordert, vor einer Wasserentnahme sorgfältig zu prüfen, ob eine Wasserentnahme gemäss den Vorgaben ihrer Bewilligung noch möglich ist. Im Zweifelsfall gibt das Amt für Umweltschutz und Energie/Fachstelle Oberflächengewässer Auskunft. Wasserentnahmen für den Gemeingebrauch (gelegentliche Entnahme kleiner Wassermengen ohne den Einsatz Motor getriebener Geräte, das heisst mittels Eimer oder Giesskanne) sind weiterhin erlaubt.

In Paris ist es richtig heiss!

Mit mehr als 42 Grad war es in der französischen Hauptstadt Paris am Donnerstag, so heiss wie nie zuvor seit Beginn der Temperaturaufzeichnung, wie der Wetterdienst France Météo mitteilte. Auch in Deutschland fiel der Hitzerekord nach nur einem Tag erneut.

Gemessen wurde die Rekordhitze in Paris am Park Montsouris im Süden der Metropole. Um 15.20 Uhr verzeichneten die Meteorologen dort 42,4 Grad. Der bisherige Rekord liegt bereits mehr als 70 Jahre zurück: Am 28. Juli 1947 wurden in Paris 40,4 Grad gemessen.

Schon um 13.12 Uhr meldeten die Wetterexperten 40,6 Grad in der Hauptstadt – damit war der Rekord gebrochen. Am Freitag soll es mit rund 31 Grad verhältnismässig deutlich kühler werden. Am Samstag erwarten die Meteorologen sogar nur noch rund 22 Grad in Paris.

Erstmals seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen sind in Deutschland mehr als 41 Grad Celsius gemessen worden: Im niedersächsischen Lingen stiegen die Temperaturen am Donnerstagnachmittag auf 41,5 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte.

Damit hatte der erst am Mittwoch aufgestellte Temperaturrekord von Geilenkirchen nur einen Tag lang Bestand – in der nordhein-westfälischen Stadt wurden «nur» 40,5 Grad gemessen. Neben Lingen und Bonn-Roleber wurde dieser Eintagesrekord am Donnerstagnachmittag noch an zwei weiteren Messstationen übertroffen, wie ein DWD-Sprecher sagte.

Gesamtfranzösischer Rekord Ende Juni

Frankreich stöhnt in diesem Sommer bereits unter der zweiten Hitzewelle – Ende Juni wurde mit 46 Grad der Temperaturrekord für das ganze Land gebrochen. Der Spitzenwert wurde im südfranzösischen Ort Vérargues im Département Hérault am 28. Juni gemessen.

Wegen der extremen Hitze herrschte am Donnerstag in zahlreichen Départements im Nordosten des Landes Alarmstufe Rot. Innenminister Christophe Castaner erklärte, dass der öffentliche Dienst – also etwa Feuerwehren und Rettungskräfte – komplett mobilisiert worden sei.

Er appellierte, auf Mitbürger zu achten – ganz besonders auf Senioren und Kinder. Jeder könne einen Hitzeschlag erleiden, warnte er. Im Hitzesommer 2003 waren in Frankreich Tausende Menschen gestorben – seitdem gibt es bei Hitze zahlreiche Vorsichtsmassnahmen.

In Deutschland zeigte die Hitzewelle auch Auswirkungen auf technische Anlagen. So wird wegen steigender Wassertemperaturen in der Weser das Atomkraftwerk Grohnde in Südniedersachsen voraussichtlich am Freitagmittag vom Netz genommen.

Kein absolutes Feuerverbot im Aargau geplant

Wegen der Trockenheit gilt im Kanton Aargau derzeit die Gefahrenstufe 3. Der Kantonale Führungsstab will die Lage am Montag neu beurteilen und allenfalls die Gefahrenstufe erhöhen. Mit einem absoluten Feuerverbot auf den 1. August ist aber nicht zu rechnen.

Der Kantonale Führungsstab (KFS), die Abteilung Wald und die Abteilung Landschaft und Gewässer des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) sowie die Aargauische Gebäudeversicherung (AGV) mahnen die Bevölkerung in einer Mitteilung vom Donnerstag zur Vorsicht mit Feuer im Freien und Rücksicht bei der Wasserentnahme. (sda)

Im Kanton Aargau darf bis auf Weiteres gegrillt werden. (Symbolbild: Keystone)

 

Zweite Hitzewelle lässt Ozonwerte erneut stark ansteigen

Verschiedene Kantone warnen in diesen Tagen erneut vor den aktuell hohen Ozonwerten. Wie während der letzten Hitzewelle von Ende Juni liegen die Ozonwerte vor allem im Südbünden und im Tessin deutlich über dem Grenzwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter (μg/m3).

Zahlen der Konferenz der Umweltschutzämter (KVU) zeigen: Den Spitzenwert erreichte am Mittwoch Roveredo GR mit 234 μg/m3. Auch in Thônex-Foron GE und an verschiedenen Tessiner Messstellen wurden über 200 μg/m3 gemessen. Der europäische Alarmwert von 240 μg/m3 wurde aber noch nicht überschritten.

Geschähe dies während drei oder mehr aufeinanderfolgenden Stunden, würde im Tessin das Tempolimit auf den Autobahnen auf 80 Stundenkilometer heruntergesetzt – zuletzt so geschehen Ende Juni. Neben der Geschwindigkeitsbegrenzung ordneten die Behörden im Südkanton damals an, dass auf Autobahnen ein Überholverbot für schwere Fahrzeuge gilt.

Die kantonalen Umweltschutzämter rechnen auch in den kommenden Tagen mit einer hohen Ozonbelastung. Sie rufen die Bevölkerung wegen der schlechten Luftqualität auf, körperliche Anstrengungen anzupassen und einen Beitrag zu weniger Luftschadstoffen zu leisten. Der Bevölkerung wird etwa empfohlen, sich wenn immer möglich unmotorisiert fortzubewegen.

Falls dies nicht möglich sei, sollten Fahrgemeinschaften gebildet werden. Weiter soll derzeit zurückhaltend mit Wasserfarben, Reinigungsmitteln oder benzinbetriebenen Garten- und Heimwerkergeräten umgegangen werden. (sda)

Tropennacht in Basel – 27,4 Grad auf St. Chrischona

Nach dem vorerst heissesten Tag des Jahres hat die Schweiz von Mittwoch auf Donnerstag eine Tropennacht erlebt. An zahlreichen Orten sanken die Temperaturen nachts nicht unter 20 Grad. Auf dem Basler Hausberg St. Chrischona war es 27,4 Grad warm – Schweizer Spitzenwert.

Aber auch in Locarno TI (25,8 Grad), Vevey VD (24,8) und St. Gallen (22,7) war es laut Angaben von SRF Meteo vom Donnerstag in der Nacht sehr warm. Vielerorts habe es eine Tropennacht mit deutlich mehr als 20 Grad gegeben. Auf einer Höhe zwischen 700 und 1000 Meter sei es am wärmsten gewesen.

Bei der zweiten Hitzewelle innerhalb von zwei Monaten waren am Mittwoch mehrere Temperaturrekorde gepurzelt. So heiss wie noch nie in diesem Jahr war es mit 38,0 Grad in Sitten VS. Daneben wurden an vier weiteren offiziellen Messstationen Allzeit-Hitzerekorde gebrochen, nämlich in Neuenburg (37,9 Grad), Buchs/Aarau AG (37,0), Scuol GR (33,8) und Moléson FR (26,4).

Am Donnerstag gibt es einen weiteren Hitzetag. Dabei sollen die Temperaturen auf zwischen 32 und lokal 38 Grad klettern. Eine deutliche Abkühlung ist laut Prognosen der Wetterdienste ab Samstag zu erwarten. (sda)

40,5 Grad: Hitzerekord in Deutschland geknackt

In Nordrhein-Westfalen ist am Mittwoch der deutschlandweite Temperaturrekord gebrochen worden. In der Stadt Geilenkirchen nördlich von Aachen seien 40,5 Grad gemessen worden, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Kurzbotschaftendienst Twitter mit.

Damit sei der bisherige deutsche Hitzerekord vom 5. Juli 2015 mit 40,3 Grad im bayerischen Kitzingen überboten worden. Schon am Donnerstag könnte dieser Rekord aber erneut gebrochen werden. «Morgen wird es regional noch etwas heisser», erklärte der DWD. «Möglicherweise hat der heutige Rekord nur einen Tag Bestand.»

Die zweite Hitzewelle innerhalb von zwei Monaten sorgte am Mittwoch auch in Belgien und den Niederlanden Mittwoch für Rekorde. In Gilze en Rijen im Süden der Niederlande stieg das Thermometer auf 38,8 Grad und überbot damit die bisherige Höchstmarke von 38,6 Grad, die seit 1944 Bestand hatte.

In Belgien wurden laut Chef-Meteorologe David Dehenauw auf dem Militärflugplatz Kleine-Brogel in Flandern 39,9 Grad gemessen, 1,1 Grad mehr als im vergangenen Sommer.

Grosse Hitze verformt im Bahnnetz erneut Schienen

Der bisher heisseste Tag des Jahres hat dem SBB-Netz erneut zugesetzt. Im Zürcher Oberland, im Kanton Aargau bei Brugg und im Raum Genf gab es Gleisschäden.

Das sagte SBB-Sprecher Raffael Hirt am Mittwochabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zu Meldungen der Bahnverkehrsinformation. Ab dem frühen Abend und bis Betriebsschluss unterbrochen war eine S-Bahn-Strecke im Kanton Zürich, zwischen Pfäffikon und Wetzikon im Zürcher Oberland.

Störung im Kanton Aargau

Um etwa 20:30 Uhr wurde auch aus dem Kanton Aargau zwischen Wildegg und Brugg eine Störung gemeldet. Als Ursache werde auch bei diesem Gleisschaden Hitze vermutet, sagte Hirt. Wie lange die Reparaturen auf der Aargauer Strecke dauern werden, war am Abend offen.

Bereits am Mittag hatte es die Bahnstrecke zwischen Meyrin und La Plaine im Kanton Genf getroffen. Zwischen 12 Uhr und 15_15 Uhr hätten keine Regionalzüge verkehren können, sagte Hirt. In dieser Region hatte die Hitzewelle von Ende Juni/Anfang Juli zu Schäden geführt; unter anderem konnten damals TGV-Züge nicht verkehren.

Dass sich die Schienen erst am Abend eines heissen Tages verformen, ist nach Angaben von Hirt darauf zurückzuführen, dass sie die Wärme des Tages speichern. Die neusten hitzebedingten Bahnstörungen hätten für die Bahnreisenden keine grösseren Auswirkungen gehabt, sagte der SBB-Sprecher.

Sich entleerende Gletschertasche lässt Bach in Zermatt hochgehen

Am bisher heissesten Tag des Jahres, ohne einen Tropfen Regen, hat der Triftbach im Oberwalliser Ferienort Zermatt überraschend Hochwasser geführt. Auf Leserbildern auf «20 Minuten» und «Blick» waren graue Wassermassen zu sehen, die gegen Hauswände schlugen.

(Bild: Keystone) 

Wie eine Sprecher der Kantonspolizei Wallis am Mittwochabend gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte, wurde durch das plötzlich aufgetretene Hochwasser niemand verletzt.

Über Verletzte lagen keine Angaben vor. Ursache, dass der Bach Hochwasser führe und auch Sand und Steine mitriss, dürfte ein Gletscher gewesen sein, wie Gemeindepräsidentin Romy Biner-Hauser am Mittwochabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Sie sprach von einer «nicht kalkulierbaren Laune der Natur».

Denn im vergletscherten Gebiet oberhalb des Baches dürfte sich eine Gletschertasche, ein nicht sichtbarer See unter der Oberfläche, von selbst entleert haben, sagte Biner-Hauser. Im Dorf sei die Feuerwehr im Einsatz, und die Brücken über den Triftbach seien gesperrt worden. Einige Keller hätten ausgepumpt werden müssen.

Heisses Binningen

Hier in der Region hat es zwar nicht für einen Rekord gereicht, jedoch gehört dieser Mittwoch zu den heissesten zehn Tagen der 123-jährigen Messreihe.

Allzeitrekorde gebrochen!

Gleich an fünf offiziellen Messtationen wurden gemäss «SRF Meteo» die bisherigen Allzeit-Hitzerekorde gebrochen.

Glace für Zoo-Bären

Doch für Einige hat die Hitzewelle durchaus ihre positiven Seiten: Die Bären im Zoo von Servion VD zum Beispiel erhalten Glace, um sich abzukühlen. Nach Angaben der Zoodirektion fahren sie voll darauf ab.

(Video: sda) 

Für die rund 200 anderen Tiere im Zoo sei die Hitzewelle kein allzu grosses Problem. “Wir haben das Glück, dass sich unsere Anlage an einem Waldrand auf 800 Metern befindet. Es gibt Vegetation, frische Luft, Wind und in der Nacht fallen die Temperaturen. Die Tiger lagen heute Morgen sogar an der Sonne”, sagte Zoodirektor Roland Bulliard.

Auch verfügen viele der Zootiere über Schwimmbecken, in denen sie sich abkühlen können. Kein Tier ist eingesperrt. In wärmeren Zeiten achtet der Zoo besonders darauf, dass es in allen Gehegen genug Wasser gibt.

Feuerverbot im Wald und Waldrandnähe

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit erlässt der Gemeinderat Sissach am Mittwochabend Massnahmen in Bezug auf Feuer.

  • Es sei verboten, im Wald und an Waldrändern Feuer zu entfachen. Das gelte auch für eingerichtete Feuerstellen, sowie für selbst mitgebrachte Holz- und Kohle-Grills. Ausserdem ist es verboten, Zigaretten und andere Raucherwahren oder Streichhölzer wegzuwerfen.
  • Auch das Abbrennen von Feuerwewrk im Wald, in Waldlichtungen und an Waldrändern, wie zum Beispiel auf der Wiese Sissacherfluh und auf dem offenen Feld ausserhalb des Siedlungsgebietes ist generell verboten.
  • Himmelslaternen und «Heissluftballons», die durch Feuer betrieben werden, müssen am Boden bleiben.
  • Höhenfeuer wie beispielsweise das auf der Sissacherfluh oder im Rebberg sind im ganzen Gemeindegebiet verboten.
  • Die Bevölkerung ist zu sorgfältigem Umgang beim Grillieren im Siedlungsgebiet aufgerufen.
  • Es wird an die Bevölkerung appelliert, auf das Abbrennen von Feuerwerk und Feuerwerkskörpern wie insbesondere «Raketen» und «Luftheuler» auch im Siedlungsgebiet zu
    verzichten. Funken und glühende Rückstände können leicht Brände entfachen und grossen Schaden anrichten. Dankbar werden ihnen für eine besinnlichere Nationalfeier mit
    weniger Lärm auch die kleineren und grösseren Haustiere sowie die Wildtiere sein.
In Sitten hat die Hitze einen neuen Jahreshöchstwert erreicht

Die jüngste Hitzewelle hat in Sitten VS für einen neuen Jahreshöchstwert gesorgt: Am Mittwochnachmittag um 15:10 Uhr wurden in der Stadt 37,1 Grad gemessen. Einen absoluten Rekord gab es auch in Schuls im Unterengadin.

Mit dem Temperaturrekord in Sitten wurde die bisherige Rekordmarke dieses Jahres vom 30. Juni bereits übertroffen, wie SRF Meteo am Mittwoch mitteilte. Damals waren im Zuge der Hitzewelle von Ende Juni 37 Grad gemessen worden.

In Schuls GR war es seit 1971 überhaupt noch nie so heiss wie am Mittwoch mit 33,5 Grad. Der bisherige Rekord hatte bei 33,3 Grad gelegen. Dieser war ebenfalls in diesem Jahr, am 26. Juni, erreicht worden. Und die Temperaturen sollten am Mittwoch weiter steigen. Das Tagesmaximum erwartet SRF Meteo gegen 18 Uhr. (sda)

Hitze in der Schweiz
Feuerwehr löscht Waldbrand im Wallis

Bei Riddes im Unterwallis hat am Dienstagabend ein Stück Wald gebrannt. Personen kamen keine zu Schaden. Ursache des Brands ist möglicherweise ein Grillfeuer.

Zwei Jugendliche meldeten sich spontan bei der Polizei und erklärten, dass sie tagsüber in diesem Gebiet grilliert hätten. Die Kantonspolizei Wallis hat Ermittlungen eingeleitet, um die genaue Brandursache abzuklären, wie sie am Mittwoch mitteilte. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keine Hinweise auf eine kriminelle Handlung.

(Bild: Kantonspolizei Wallis)

Die 39 Feuerwehrleute und die Kantons- und Gemeindepolizei konnten das Feuer in knapp zwei Stunden löschen. Unterstützung erhielten sie von einem Helikopter der Air-Glaciers. Durch den Brand wurde eine Fläche von rund 600 Quadratmetern Wald, etwa ein Zehntel eines Fussballfelds, zerstört.

Derzeit ist die Brandgefahr in mehreren Regionen des Kantons Wallis gross. Die Behörden raten dazu, Feuer im Freien nur mit grösster Vorsicht zu entfachen und beim Grillieren möglichst fest eingerichtete Feuerstellen zu verwenden. (sda)

38 Grad – Basel glüht am Mittwoch

Klimaanlage, Deo, Wasser und Eis: Schalten und packen Sie ein, was Sie finden, denn heute wird es richtig heiss. Wetterdienste sagen für die Region Basel satte 38 (!) Grad voraus – Spitzenwert an diesem Mittwoch in der Schweiz. Da hilft auch der Hinweis von «SRF Meteo» auf das Fest der Liebe in fünf Monaten wenig.

Sind Sie sich das Schwitzen schon gewohnt? Umso besser. Denn auch am Donnerstag bleibt es heiss. 37 Grad sind zu erwarten.

(Screenshot: MeteoSchweiz)

Eine Abkühlung und Regen sind erst am Wochenende angesagt. Dann gibts 29 Grad am Samstag, und am Sonntag fällt das Thermometer in der Region gar auf 23 Grad. Man kann es also auch so sehen: Geniessen wir die Hitze noch!

In Basel war es so richtig heiss

Erste Bäche ausgetrocknet

Die Hitze und die damit verbundene Trockenheit zeigen ihre Wirkung und das vor allem bei den Gewässern. Wie das SRF Regionaljournal berichtet, müssen aus dem Homburgerbach bei Diepflingen im Baselbiet bereits Fische gerettet werden. Das soll in Zukunft nicht der einzige Vorfall bleiben. So rechne das Amt für Wald beider Basel damit, dass in den nächsten Tagen auch weitere Flussläufe austrocknen könnten.

In den vergangenen Jahren habe zudem die Anzahl der Bäche ohne Wasser im Sommer immer weiter zugenommen. Im Moment weise auch die Ergolz einen niedrigen Pegel auf. Wichtig sei es deshalb, sich damit zu beschäftigen, wie man die Bäche im Sommer entlasten könnte. Dazu gehöre zum Beispiel das Beziehen von Wasser aus den Reservoirs anstatt aus den Bächen.

Wie das Amt für Umweltschutz und Energie gegenüber dem SRF Regionaljournal bestätigt, sei die Trinkwasserversorgung aber bisher gesichert.

Gleisschaden wegen Hitze: Strecke am rechten Zürichseeufer gesperrt

Die Hitze hat am rechten Zürichseeufer zu einem Gleisschaden geführt: Weil sich das Gleis absenkte, musste die Strecke zwischen Stäfa und Uetikon am Dienstagmittag gesperrt werden. Bevor das Problem behoben werden konnte, musste zuerst das Gleis gekühlt werden.

Dazu sei ein Löschzug angefordert worden, wie es bei der SBB auf Anfrage hiess. Sobald die Schienen gekühlt seien, könne neuer Schotter unter die Geleise geschoben werden.

Durch die Hitze hatte sich offenbar der Schotter verschoben, was zu einer Absenkung von über 5 Zentimetern geführt hatte. 5 Zentimeter sind die Toleranzgrenze bei den SBB. Senkt sich ein Gleis mehr ab, ist dies beim Darüberfahren deutlich spürbar.

Die Strecke sollte im Laufe des Nachmittags wieder geöffnet werden. Bis dann müssen Reisende auf den Bahnersatzbus umsteigen. Die SBB geht davon aus, dass der Abendverkehr durch den Vorfall nicht beeinträchtigt wird.

In der Westschweiz haben die SBB ähnliche Probleme: Auch zwischen Yverdon und Lausanne hat sich am Dienstag ein Gleis wegen der Hitze abgesenkt. Dort gestalten sich die Arbeiten aber aufwändiger, weil zusätzlich auch noch die Fahrleitung geprüft werden muss. Bis Betriebsschluss ist deshalb nur eines von zwei Gleisen in Betrieb. (sda)

36 Grad und es wird noch heisser

Auch heute sind wieder sommerliche Temperaturen angekündigt. 34 Grad soll es in Basel werden, schreibt «SRF Meteo». In Sitten sogar 36 Grad. Und es wird noch heisser. Bis Donnerstag sollen es 39! Grad in der Region werden.

Achtung heiss: Der Bund warnt vor der nächsten Hitzewelle

Klimaanlagen in Zügen derzeit im Dauerbetrieb

Trotz hohen Aussentemperaturen ist es in den SBB-Zügen meist angenehm kühl. Dafür sorgen die rund 7200 Klimageräte, die in 4100 Fahrzeugen installiert sind. Bis nächstes Jahr sollen 8000 Klimageräte im Einsatz stehen.

Laut SBB-Angaben sind derzeit 94 Prozent aller Personenzüge klimatisiert unterwegs. Dies heisst, dass die Raumluft dort für die Reisenden zwischen 5 und 7 Grad unter die Aussenlufttemperatur gesenkt wird.

Das Lokpersonal und die Kundenbegleiter haben die Möglichkeit, die Temperatur in den Zügen um zusätzliche 2 Grad zu senken. Bei Aussentemperaturen von deutlich über 30 Grad stiessen die Geräte aber an ihre Leistungsgrenzen, heisst es bei der SBB.

Täglich werden 13 Störungen an Klimaanlagen behoben. Die Verfügbarkeit beträgt im jährlichen Mittel 97 Prozent. Neben Wagen und Triebzügen sind auch Loks mit Klimageräten ausgerüstet.

Tropennacht im Tessin und am Genfersee

Während in der Region diese Nacht noch kühle Temperaturen von rund 17 Grad vorherrschten, erlebte die Menschen im Tessin und am Genfersee bereits wieder eine Tropennacht.

Auch in Basel könnte es aber bald Schluss sein mit angenehmen Schlaftemperaturen.

(Screenshot: meteoschweiz.admin.ch) 

Die Hitzewelle rollt an

Nachdem in Genf und Sitten mit knapp 33 Grad am Sonntag bereits ein Hitzetag verzeichnet wurde, wird es ab heute auch in der Region Basel richtig heiss. Die Hitzewelle soll voraussichtlich bis Freitag dauern.

 

Temperaturrekorde bei Hitzewelle in den USA

Bei einer Hitzewelle in den USA sind am Wochenende mehrere Temperaturrekorde gebrochen worden. Der nationale Wetterdienst teilte mit, an sieben Orten seien historische Höchstwerte gemessen worden, unter anderem in Atlantic City und am New Yorker Flughafen JFK.

Viele Messstationen hätten Temperaturen zwischen 38 und über 43 Grad Celsius gemessen. Am heutigen Montag solle es allerdings wieder abkühlen.

Die Hitzewelle in den USA zog sich am Wochenende vom Mittleren Westen bis zur Atlantikküste. Am Samstag galten Hitzewarnungen für Gebiete, in denen 157 Millionen Menschen leben. Am Sonntag waren noch rund 95 Millionen Menschen betroffen. Medienberichten zufolge starben mindestens sechs Personen an den Folgen der Hitze.

New York richtete 500 öffentlich zugängliche klimatisierte Räume ein, sogenannte Abkühlzentren. Der für Sonntag geplante New York City Triathlon wurde wegen der Hitze abgesagt – zum ersten Mal seit seiner Gründung im Jahr 2001.

Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio schrieb am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter, die Hitzewelle sei fast vorüber. In der Nacht auf Montag würden die Temperaturen zurückgehen. Er rief die Bewohner der Millionenmetropole auf, weiter ausreichend zu trinken und sich in kühlen Räumen aufzuhalten.

Der nationale Wetterdienst erklärte zudem, die «gefährliche Hitzewelle» werde am Montag enden. Dann müsse aber mit heftigen Regenfällen und Gewittern gerechnet werden. Es bestehe die Gefahr von Springfluten. (sda)

Omega-Hoch trifft die Schweiz

In der kommenden Woche wird es heiss, sehr heiss. Die Temperaturen klettern auf bis zu 37 Grad hoch. Wann diese Hitzewelle enden wird, ist noch offen. SRF Meteo schätzt, dass das Ende zwischen nächstem Freitag und irgendwann im August liege. Nächste Woche ist mit Tropennächten zu rechnen, da ein sogenanntes Omega-Hoch über der Schweiz liegen wird.

Ein Omega-Hoch ist ein Hochdruckgebiet eingeklemmt zwischen zwei Tiefdruckgebieten. Daher kommt es zu einer sehr stabilen Wetterlage.

Ab Ende nächster Woche steigt das Gewitterrisiko, da kühlere Luft auf die Schweiz zukommt, aber Regen steht momentan eher weniger auf dem Programm.

Kanton Aargau erlässt erste Wasserentnahme-Stopps

Als Folge der Trockenheit hat der Kanton Aargau in fünf Gemeinden die bewilligten Wasserentnahmen aus kleineren Bächen für rund 20 Landwirte sistiert. Betroffen sind das Freiamt und das Fricktal.

Kein Wasser zur Bewässerung landwirtschaftlicher Kulturen entnommen werden darf dem Köllikerbach in Kölliken, der Bünz und dem Katzbach in Muri sowie dem Dorfbach in Meisterschwanden, wie das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) auf seiner Website schreibt.

Das Verbot besteht auch beim Chräbsbach in Künten und beim Chräbsbach in Merenschwand. Wenn es keinen Regen gebe in den nächsten zwei Wochen, könne sich die Situation zuspitzen, sagte Sabin Nater von BVU-Sektion Gewässernutzung am Freitag im SRF-Regionaljournal Aargau/Solothurn. Daher könne es zu weiteren Wasserentnahme-Verboten kommen.

Hitzerekord in Israel - 50 Grad in Sodom am Toten Meer

Brütende Hitze mit Temperaturen von bis zu 50 Grad: Israel hat am Mittwoch den heissesten Tag seiner Geschichte verzeichnet. Dies seien die höchsten Temperaturen seit Juni 1942 gewesen, sechs Jahre vor der Staatsgründung, bestätigte der israelische Wetterdienst am Donnerstag.

In Sodom am Toten Meer seien fast 50 Grad gemessen worden. Auch in der Küstenebene am Mittelmeer trieb ein heisser Wüstenwind die Temperaturen auf bis zu 42 Grad im Schatten. Die Luftfeuchtigkeit war mit 10 bis 25 Prozent an verschiedenen Orten des Landes ungewöhnlich niedrig für die Jahreszeit.

Heisser war es nach Angaben des Wetterdienstes zum letzten Mal im Juni 1942. Damals seien in Tirat Zvi, im Nordosten des heutigen Israel, 54 Grad gemessen worden.

Brände an verschiedenen Orten 

Während der neuen Hitzewelle kam es an verschiedenen Orten zu Bränden. Dabei wurden mehrere Menschen leicht verletzt, rund 200 Häuser mussten geräumt werden.

Der israelische Wetterdienst brachte den Hitzerekord mit der Erderwärmung in Verbindung. «Extreme Temperaturen wurden auch in weiter Vergangenheit gemessen, aber die Tatsache, dass in den vergangenen Jahren an mehreren Messstationen absolute Hitzerekorde gebrochen wurden, weist darauf hin, dass sich die Erderwärmung nicht nur auf durchschnittliche Temperaturen auswirkt, sondern auch auf extreme Temperaturwerte», hiess es in einer Mitteilung. Daher rechne man auch in Zukunft mit extremen Hitzewellen und neuen Rekordtemperaturen.

Neue Hitzewelle im Anmarsch

Wie MeteoNews gegenüber «20 Minuten» mitteilt, wird ab Montag eine weitere Hitzewelle über die Schweiz rollen.  Es wird zwar keine Rekordtemperaturen geben, aber zwischen 33 und 35 Grad warm. Am Sonntag könne noch ein kurzes Gewitter folgen. Diese Woche steigen die Temparaturen auf 29 Grad und am Samstag sogar bis zu 32 Grad an.

Der Sommer drückt bald wieder durch

Während der Samstag noch sonnig war, hängt seit Sonntag eine dicke Wolkendecken über Basel. Die Temperaturen purzelten und Regen fiel.

Rund 1’300 Blitze zuckten über der Schweiz. Am meisten Niederschlag wurde in Thun mit 56 Litern Regen pro Quadratmeter verzeichnet, so MeteoNews.

In alpinen Regionen setzte gar der Schneefall wieder ein, schreibt SRF Meteo auf Twitter.

Doch das schöne Wetter lässt  nicht lange auf sich warten. Im Verlaufe des Montags soll die Sonne bereits wieder zum Vorschein kommen. Nur die Bergregionen müssen noch mit Niederschlag rechnen. Die Temperaturen bleiben mit 23 Grad aber verhältnismässig tief.

Ab Dienstag klettert das Thermometer dann erneut. Es sind Temperaturen von rund 25 Grad angekündigt. Übers Wochenende meldet meteoblue gar 30 Grad in der Region Basel. Aber auch die restliche Schweiz soll sich wieder in eine Sonnenstube verwandeln.

(Bild: meteoblue)

 

Lage beruhigt sich

Laut SRF-Wetterbericht scheint am Sonntag nach den nächtlichen Gewittern zunächst vielerorts die Sonne. Tagsüber gibt es wieder mehr Wolken und es kommt erneut gebietsweise zu Niederschlägen. Es wird nicht mehr überall nass. Höchsttemperaturen 24 bis 27 Grad.

Vielerorts unruhige Nacht

Haben Sie schlecht geschlafen? Kein Wunder: Gestern wurden über 13’000 Blitze registriert, in der Nacht sind laut MetoNews nochmals 5602 dazugekommen. Die Gewitter der Nacht waren von kräftigen Winden begleitet: Die stärkste Böe wurde in Egolzwil LU mit 91 km/h gemessen.

Diese Front ist dafür verantwortlich.

Heftige Gewitter sind über die Schweiz gezogen

Über die Schweiz sind am Samstagnachmittag heftige Gewitter hinweggefegt. Besonders betroffen war die Zentralschweiz. Im Kanton Obwalden behinderten umgestürzte Äste und Bäume den Verkehr. In Alpnach Dorf stürzten mehrere Bäume auf ein Auto. Mehrere Personen wurden im Fahrzeug eingeklemmt und mussten befreit werden, wie die Kantonspolizei Obwalden mitteilte. Eine Person wurde lebensgefährlich verletzt und musste mit der Rega ins Spital geflogen werden.

In Luzern wurden vier Personen durch umstürzende Bäume verletzt. Alle Verletzten wurden durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht. Betroffen war der Bireggwald oberhalb der Stadt Luzern. Polizei, Feuerwehr und Ambulanzen waren dort im Einsatz, wie die Polizei auf Anfrage bestätigte. Insgesamt gingen bei der Luzerner Polizei 100 Meldungen ein. In Kriens wurde der Betrieb der Pilatusbahnen teilweise durch einen umgestürzten Baum unterbrochen.

30 Notrufe im Kanton Schwyz

Auch im Kanton Schwyz betraf die Mehrzahl der rund 30 Notrufe, die bei der Kantonspolizei innert 90 Minuten eingingen, umgestürzte Bäume und Bauabschrankungen sowie weitere Gegenstände, die vom Wind losgerissen wurden. Verletzt wurde niemand.

Auf dem Zürichsee gerieten drei Boote in Seenot, weshalb der Seerettungsdienst Pfäffikon aufgeboten wurde, wie die Kantonspolizei Schwyz weiter mitteilte. Ein Segelboot in Nuolen kenterte, die beiden Passagiere wurden von einem anderen Boot in Sicherheit gebracht. In Unteriberg und in Arth wurden Hausdächer abgedeckt.

Ein heftiges Gewitter zog auch über das Sarneraatal, wie die Kantonspolizei Obwalden mitteilte. In mehreren Gemeinden kam es durch umgestürzte Bäume zu Verkehrsbehinderungen. In Alpnach Dorf fielen mehrere Bäume auf ein Fahrzeug. Dabei wurden mehrere Personen im Auto eingeklemmt und mussten mit schwerem Gerät befreit werden. Eine Person wurde lebensgefährlich verletzt und durch die Rega ins Spital gebracht.

Im Kanton Bern gingen innert drei Stunden rund 30 Meldungen im Zusammenhang mit Gewittern ein, wie eine Sprecherin der Kantonspolizei auf Anfrage sagte. Die meisten davon hätten umgestürzte Bäume, abgeknickte Äste oder weggewehte Gegenstände betroffen. Meldungen über Verletzte gab es nicht.

Windspitzen von 135 km/h

Die von MeteoSchweiz erhobenen Daten sind ausserordentlich: So wurden in Luzern Windspitzen von 135 Kilometer pro Stunde gemessen: Dabei handelt es sich um den dritthöchsten Wert seit der Einführung der einheitlichen Messungen im Jahr 1981.

Nur gerade der Sturm Lothar vom 26. Dezember 1999 mit über 140 km/h und der Sturm vom 26. Januar 1995 mit rund 140 km/h erreichten höhere Werte. Bemerkenswert war auch der Temperatursturz, wie der Meteorologe Ludwig Zgraggen von MeteoSchweiz der Agentur Keystone-SDA sagte: Innerhalb von nur gerade 20 Minuten fiel das Thermometer um acht Grad von 24 auf 16 Grad.

Der Gewitterzug sei von West nach Ost entlang der Voralpen durch die Schweiz gezogen. Generell seien in der Zentralschweiz verbreitet 90 bis 110 km/h Windspitzen gemessen worden. Aber auch in Thun habe der Wind Spitzen von 94 km/h erreicht und im waadtländischen Oron seien es sogar 110 km/h gewesen. Für den Zürichsee, wo am Abend wiederum Hunderttausende am Züri Fäscht erwartet wurden, wurde am Nachmittag eine Sturmwarnung herausgegeben. (telebasel/sda)

Unwetter suchen die Schweiz heim – Basel bleibt verschont

In vielen Orten der Schweiz trat das Unwetter heftig ein. In Thun wurde, wie der «Blick» berichtet, ein Flohmarkt regelrecht auseinander genommen.

Im Zürichsee versank ein Boot. In Luzern wurden Bäume entzwei gebrochen und trafen sogar einen Bus. Im Strandbad Lido in Luzern setzten in Sekunden Sturm und Hagel ein, der Bademeister hatte gerade noch alle aus dem Wasser holen können. In Zürich wurde die Flugshow am Züri Fäscht abgesagt aufgrund des Unwetters. Die Zugstrecke zwischen Luzern und Immensee ist gesperrt aufgrund von Unwetterschäden, wie der «Blick» mitteilt.

In Basel-Stadt geschah nichts, ausser am Morgen ein wenig Regen. Im Baselland ging bei der Kantonspolizei ein einziger Notruf ein, da sich ein paar Ziegel von einem Dach gelöst hätten, teilt die Polizei auf Anfrage mit.

In Val-de-Ruz im Kanton Neuenburg wurde der Triathlon, wie die «Basler Zeitung» schreibt, abgesagt. Ende Juni war Val-de-Ruz stark von Überschwemmungen betroffen.

Cirkus Knie und Züri Fäscht beeinträchtigt

Das Zelt des Circus Knie ist während des Gewitters in Luzern beschädigt worden. Lena Zurbuchen, Sprecherin vom Zirkus Knie, bestätigt dies gegenüber 20 Minuten: «Es ist richtig, dass das heftige Gewitter unser Zelt in Mitleidenschaft gezogen hat. Wegen eines Wasserschadens müssen wir die Vorstellung von heute um 15.00 Uhr in Luzern leider absagen.»

Derweil wurde am Züri Fäscht die Flugshows für die kommende Stunde abgesagt.

Wetterwarnung für die Region

SRF Meteo hat soeben eine Wetterwarnung für die Region Basel abgesetzt. Bis 16 Uhr besteht Hagelgefahr. Erwartet werden zudem Blitzschlag, Starkregen und Windböen.

Die Front nähert sich der Region

Auf die Hitze folgen Gewitter

Nach einem wechselhaften Morgen soll es in der Region Basel am Nachmittag sonnig werden – dann aber folgen erste Gewitter. Unten die vorausgesagten Niederschläge von SRF Meteo.

Die kommenden Tage im Überblick. (Grafik: Meteoblue)
Mit der Hitzewelle häufte sich die Zahl der Ertrunkenen

Vor allem Männer verunglückt

Das letzte Todesopfer war ein bislang noch unidentifizierter Mann, der am Sonntagnachmittag in Freiburg bei einem Badeunfall in der Saane ums Leben kam. Gleichentags versuchte in Rheinau ZH ein Rentner seinen Hund aus dem Rhein zu retten und wird seither vermisst.

Im Standbad von Meilen am Zürichsee ertrank am 28. Juni eine 84-jährige Frau. Einen Tag zuvor starb eine 16-Jährige beim Baden in der Aare in Bern. Seit dem 26. Juni wird in Basel ein Mann vermisst, der bei der Dreirosenbrücke in den Rhein ging und sogleich unter Wasser geriet.

Am 10. Juni ist ein 60-jähriger Mann beim Reinigen des Rumpfes seines Bootes im Genfersee ertrunken. Eine Woche zuvor verlor ein 55-jähriger Kajakfahrer aus Deutschland auf dem Medelser Rhein im Bündner Oberland das Leben. Am 24. Mai wurde bei Villnachern AG ein vierjähriger Knabe tot aus der Aare geborgen. Gemäss Polizei dürfte er ertrunken sein.

«Schwierig, Zahlen weiter zu senken»

Offizielle Angaben zur Zahl der Personen, die im laufenden Jahr bisher bei Badeunfällen ums Leben kamen, gibt es nicht, wie Philipp Binaghi, Mediensprecher der Schweizerischen Lebensrettunsgesellschaft (SLRG), auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte.

In den Jahren 2016 bis 2018 ging die Zahl der Ertrunkenen laut den Statistiken der SLRG deutlich zurück, von 58 im Jahr 2016 auf 37 im Jahr 2018. Der Durchschnittswert über die letzten 10 Jahre war laut Binaghi relativ stabil und lag bei 44 Todesopfern pro Jahr. Obwohl die SLRG nach wie vor die «Vision 0» habe, sei es «schwierig, diese Zahlen noch weiter zu senken».

Mindestens drei von vier Ertrunkenen sind Männer, meist junge Männer zwischen 15 und 30 Jahren. Die jüngst lancierte, neuste Präventionskampagne der SLRG in Zusammenarbeit mit dem Versicherungskonzern Visana legt den Fokus denn auch auf diese am meisten gefährdete Personengruppe.

Kampagne will Betroffenheit auslösen

Die Online-Kampagne «Save your friends» mit verschiedenen Videos spricht aber nicht die Betroffenen einer Gruppe selbst an, sondern deren risikobewusstere, vernünftigere Freunde und Kolleginnen. Junge Männer überschätzen sich laut Binaghi oft, wollten Grenzen ausloten und der Gruppe imponieren. Ein warnendes Wort zur rechten Zeit von «Gschpänli» könne das Schlimmste verhindern.

Die häufigsten Ursachen, weshalb junge Männer ertrinken, sind das Zusammenbinden von Booten, das Springen in unbekannte Gewässer und das Baden unter dem Einfluss von Alkohol und anderen Drogen.

Schockieren und Betroffenheit bei der Generation Instagram auslösen ist das Ziel der Präventions-Kampagne. Eine Videoserie will bewusst schockieren und so für die nötige Aufmerksamkeit sorgen. Darüber hinaus sollen drei emotionale Augenzeugenberichte Betroffenheit bei der Zielgruppe auslösen.

«Ertrinken ist ein mehrstufiger Prozess», sagt Binaghi. Es sei am besten, diesen Prozess gleich zu Beginn zu unterbrechen. Mit der Botschaft der Kampagne wolle die SLRG die jungen Menschen diesem Lerneffekt aussetzen. (sda)

Viel Regen, Blitze und Lärm über der Schweiz

Die Schweiz hat eine heftige Gewitternacht hinter sich. 20’000 Blitzeinschläge und viel Regen sowie stellenweise Hagel gab es. Besonders in Zürich gab es viel Niederschlag, wie SRF Meteo berichtet. In der Agglomeration Zürich fielen innert einer halben Stunde knapp 30 Millimeter Regen. Zwischen Baden AG und Otelfingen ZH regnete es gemäss Radar in einer Stunde 50 Millimeter.

In Basel war von Gewitter derweil nicht viel zu spüren. Auch die Nacht auf Dienstag war mit rund 25 Grad eine warme Angelegenheit, wie der Wetterbericht von MeteoSchweiz zeigt.

Am Dienstag geht die Hitze zurück, es wird im Laufe des Nachmittags rund 26 Grad warm. Gewitter und Regen sind bis jetzt nicht zu erwarten.

(Screenshot: MeteoSchweiz)

Kurze Abkühlung

Am Dienstag ist die Hitzewelle endgültig vorbei und es warten kühlere Temperaturen bis 24 Grad. «Im Laufe der Woche steigen die Temperaturen bei sonnigem Wetter und erreichen am Wochenende sogar wieder 30 Grad», sagt Sarah van Ruiswijk von «meteoblue». «Eine weitere Hitzewelle ist vorerst nicht in Sicht, eine langfristige Prognose ist aber immer mit gewissen Unsicherheiten behaftet».

(Grafik: meteoblue)

Auch in der Region Basel könnte man mit Gewittern rechnen. «Aktuell bilden sich entlang einer Kaltfront die noch über Frankreich und Deutschland liegt schon kräftige Gewitter», so van Ruiswijk. Vor allem in der Nacht könnte es dann zu einzelnen Gewitter kommen. Regen ist aber vorerst nicht viel in Sicht. «Im Bereich von Gewittern kann es kurzzeitig zu unwetterartigen Starkregen kommen, der aber nur von kurzer Dauer ist.»

Vorbei ist es im Moment auch mit den Tropennächten. «Schon in der Nacht zu Dienstag sinkt die Temperatur auf 18 °C. Am Mittwoch wird es mit 15 °C noch ein wenig kühler, sodass man in der Nacht wieder erholsam schlafen kann», sagt van Ruiswijk.

Metorologen kündigen Gewitter an

Konnten Sie nicht schlafen? Haben Sie die Nacht durchgeschwitzt? Grund war eine Tropennacht mit Temperaturen bis zu 25 Grad.

Hitzewelle hat den Höhepunkt erreicht

Die aktuelle Hitzewelle in der Schweiz hat am späten Sonntagnachmittag ihren Höhepunkt erreicht. In Sitten wurden 37,0 Grad gemessen, noch ein Zehntelgrad mehr als am Freitagnachmittag. Damit stieg die Temperatur zum ersten Mal seit 2015 wieder auf 37 Grad oder mehr.

Wie SRF Meteo, die Wetterredaktion von Schweizer Radio und Fernsehen, meldete, wurden damit die Höchstwerte der vergangenen Woche nochmals übertroffen. Am Donnerstagnachmittag gab es ebenfalls in Sitten 36,8 Grad, am Freitagnachmittag 36,9 Grad. Der absolute Höchstwert liegt in Sitten bei 37,8 Grad, gemessen am 7. Juli 2015.

Seit vier Jahren erstmals wieder 37 Grad

Letztmals wurden im Sommer 2015 37 Grad oder mehr erreicht. Damals wurden in Genf sogar 39,7 Grad registriert. Das war der absolute Höchstwert, der nördlich der Alpen seit Messbeginn Mitte des 19. Jahrhunderts aufgezeichnet wurde. In den Jahren 2016 bis 2018 lagen die Höchstwerte jeweils zwischen 36 und 37 Grad.

Hitze gab es nicht nur im Wallis, sondern im ganzen Land. In Chur zeigte das Thermometer am Sonntagnachmittag 35,7 Grad, in Ilanz 35,4 Grad. 35,6 Grad wurden an der Aaremündung gemessen, 35,5 Grad in Genf und 35,1 Grad in Basel.

Am Montag dürften diese Höchstwerte nicht mehr erreicht werden. Mit mehr Feuchte und 31 bis 33 Grad, im Wallis bis 35 Grad wird es sehr schwül. Gleichzeitig muss mit Gewittern gerechnet werden.

Starkregen, Hagel und Sturmböen

Nach der Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 40 Grad, ist jetzt Abkühlung in Sicht. Kommende Woche sinkt nicht nur das Quecksilber, es kann lokal auch zu heftigen Gewittern kommen. Nicht auszuschliessen sind Hagel, Starkregen und Sturmböen, wie «SRF Meteo» am Sonntag twittert.

Zweitwärmster Juni seit Messbeginn – bis zu vier Grad über dem Schnitt

Dieser Juni war offiziell viel zu warm. Generell betrug die Abweichung zum klimatischen Mittel zwei bis drei Grad, an gewissen Orten in der Schweiz sogar bis zu vier Grad. In den meisten Gegenden zählt der Juni 2019 zu den drei wärmsten seit Messbeginn. Nur die Durchschnittswerte des Juni 2003 sind deutlich höher. Gegenüber dem Vorjahresmonat war der diesjährige Juni deutlich wärmer.

Gemäss dem Wetterdienst «Meteonews» war es im Flachland zudem viel zu trocken, wie der «Blick» berichtet. Während in Berggebieten zum Teil ein Überschuss an Niederschlag verzeichnet wurde, gab es in den übrigen Regionen der Schweiz keinen länger andauernden Regen.

Dank Bise etwas kühlere Temperaturen

Kurze Verschnaufpause: Am Samstagmorgen wurden in der Schweiz Temperaturen unter 20 Grad gemessen. Grund für die Erfrischung war die Bise, welche die Feuchtigkeit der letzten Tage mit trockener Luft weggeblasen hat.

So wurde in Ebnat-Kappel eine Tiefsttemperatur von 10,5 Grad registriert, wie der private Wetterdienst MeteoNews am Samstag mitteilte. In Bern zeigte das Quecksilber 12,8 Grad an. Doch schon morgen Sonntag sollen wieder sehr heisse Luftmassen in die Schweiz gelangen. Erwartet werden Temperaturen von bis zu 36 Grad. Ab Montag steige die Gewitterwahrscheinlichkeit an.

Weiterhin ist mit einer hohen Ozonbelastung zu rechnen. Die kantonalen Umweltämter rufen deshalb die Bevölkerung auf, körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Zudem gibt es an einigen Orten weiterhin Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen, um weniger Luftschadstoffe zu generieren, so zum Beispiel in Kanton Genf und Tessin. Ozonhöchstwerte wurden vor allem im Tessin gemessen. Den Spitzenwert erreichte am Mittwoch Chiasso mit 296 μg/m3.

Auch fördern einige Kantone den öffentlichen Verkehr, um die Ozonbelastung zu senken: Im Kanton Waadt und Wallis wird für zwei Monate ein Schnupperhalbtax-Abonnement angeboten, das mit einem 20-Franken-Bon günstiger erworben werden kann. Das Angebot in Zusammenarbeit mit den SBB ist ab dem 28. Juni während fünf Tagen erhältlich, wie der Webseite www.vs.ch zu entnehmen ist.

Waldbrandgefahr

Gemäss Naturgefahrenbulletin des Bundes herrscht in weiten Teilen des Wallis, des Tessins und im Gebiet um Basel auch in den kommenden Tagen die zweithöchste von fünf Hitze-Gefahrenstufen. Die Behörden rechnen erst ab Dienstag mit einer Entspannung.

Wegen der Hitze schmilzt in den Bergen auch der teilweise noch massig vorhandene Schnee. Das führt zu erhöhten Abflüssen in alpinen Gewässern. So heisst es auf der Webseite des Marzilibades in Bern, die Aare führe momentan «gefährlich viel Wasser». Am Bodensee und an der Rhone herrscht mässige Hochwassergefahr.

Das Risiko von Waldbränden ist aufgrund der Trockenheit ebenfalls gestiegen. In der Nordwestschweiz und im Tessin herrscht «erhebliche» Gefahr. Die betroffenen Kantone mahnen zu sorgfältigem Umgang mit Feuer im Freien. (sda)

Hitze löst in Südfrankreich zahlreiche Waldbrände aus

Die extreme Hitze hat in Südfrankreich dutzende Waldbrände ausgelöst. Der Katastrophenschutz meldete bis zum späten Freitagabend rund 30 Brände im Département Gard, wo mit 45,9 Grad der höchste jemals in Frankreich gemessene Wert erreicht wurde.

Drei Menschen wurden bei den Bränden leicht verletzt; darunter zwei Feuerwehrleute. Rund ein Dutzend Häuser wurden beschädigt und mehr als 300 Hektar Wald wurden von den Flammen verwüstet.

Beim grössten Waldbrand in Saint Gilles et Garons brannten rund 150 Hektar an Wald nieder. Rund 100 Feuerwehrleute und mehrere Löschflugzeuge waren im Einsatz. Im Département Vaucluse kämpften 200 Feuerwehrleute gegen einen Fabrikbrand, der auf angrenzendes Buschland übergriff. Mindestens zehn Feuerwehrleute erlitten bei den Löscharbeiten Hitzeschläge und mussten in Spitäler gebracht werden. Die Autobahn zwischen Orange und Avignon war wegen des Brandes zeitweise gesperrt. (sda)

Zweitwärmster Juni seit Messbeginn mit Gewittern und Hitze

Der zu Ende gehende Juni ist – nicht zuletzt dank Rekordtemperaturen an den vergangenen Tagen – der zweitwärmste seit Messbeginn im Jahr 1864. Einzig an den Juni des Hitzesommers 2003 kommt er nicht heran.

Die – zwei Tage vor Monatsende – erwartete Monats-Mitteltemperatur im laufenden Juni beträgt 15,2 Grad, wie Meteoschweiz am Freitag mitteilte. Dagegen brachte es der Juni 2003 auf 17,3 Grad. Der Juni 2019 liegt mit seinem Temperaturmittel gleichauf mit dem Juni 2017.

Lokale Rekorde

Bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts folgte die durchschnittliche Juni-Temperatur keinem langfristigen Trend, weder nach unten noch nach oben. Danach sprang sie dann aber «in ganz kurzer Zeit» auf ein um rund 2 Grad höheres Niveau, wie Meteoschweiz schreibt.

Die laufende Hitzewelle brachte am Mittwoch an über vierzig Orten Juni-Wärmerekorde. An sechs Orten in höheren Lagen wurden gar absolute Rekorde gemessen. Davos GR zum Beispiel verzeichnete einen Temperaturrekord von 29,8 Grad. Der frühere Rekord (29,3 Grad) im auf 1500 Metern gelegenen Ferienort stammte vom 5. Juli 2015.

Auf dem Säntis in der Ostschweiz, auf rund 2500 Metern Höhe, stieg das Quecksilber am Mittwoch bis auf 21 Grad. Der bisherige Rekord vom 27. Juli 1983 hatte bei 20,6 Grad gelegen. Die noch bis Montag anhaltende Hitzewelle mit über 30 Grad wird laut Meteoschweiz «eine der intensivsten siebentägigen Hitzeperioden» seit hundert Jahren sein.

Genf und Basel dürften mit einem mittleren Tagesmaximum von rund 34 Grad die viertheisseste Sieben-Tages-Periode verzeichnen. Die viertheisseste Hitzeperiode haben auch Bern und Locarno-Monti hinter sich, mit Werten zwischen 33 und 34 Grad.

Viel Regen

Der Juni brachte neben Hitze aber auch grosse Niederschlagsmengen: Starke Gewitter gab es am 15. Juni im Genferseegebiet, wo innerhalb von wenigen Stunden 30 bis 50 Millimeter Regen fielen, begleitet von Hagel und Windböen.

Im Val-de-Ruz im Neuenburger Jura brachte am Samstag ein Gewitter lokal geschätzte über 100 Milliliter Regen. Die Schäden an etlichen Häusern sowie an Strassen und Autos waren schwer. Dutzende Fahrzeuge wurden von einem über die Ufer getretenen Bach weggerissen. Eine schwer verletzte Frau starb später im Spital.

Allzeit-Hitzerekord in Frankreich

Durch die Rekord-Hitzewelle in Europa sind in den vergangenen zwei Tagen fünf Menschen ums Leben gekommen. In Frankreich, wo die Temperaturen am Freitag mit 45,9 Grad auf den höchsten dort jemals gemessenen Wert stiegen, erlitt am Freitag ein Mann einen tödlichen Schwächeanfall.

Auch in Italien starb ein Mann den Hitzetod, zwei Männer starben in Spanien. In Katalonien wütete bereits den dritten Tag in Folge ein verheerender Waldbrand.

In Spanien kostete die Hitze einen jungen Erntearbeiter das Leben. Der 17-Jährige wurde am Donnerstag nach einem Hitzschlag ins Spital von Córdoba gebracht, konnte aber nicht mehr gerettet werden, wie die Regionalregierung von Andalusien am Freitag mitteilte. In Valladolid nordwestlich von Madrid erlag ein 93 Jahre alter Mann bei einem Spaziergang einem Hitzschlag, wie die Polizei mitteilte.

Der grösste Teil Spaniens leidet seit Tagen unter einer für Juni unüblichen Hitze mit Temperaturen von über 40 Grad Celsius. Nach Angaben der Wetterdienste dürfte sie bis Samstag andauern.

34 der insgesamt 50 Provinzen, darunter vor allem in Katalonien, warnen zudem vor Waldbränden. In der südkatalanischen Provinz Tarragona versuchten hunderte Feuerwehrleute den dritten Tag in Folge, einen verheerenden Waldbrand in den Griff zu bekommen.

Schlimmster Waldbrand seit 20 Jahren

Die gesamte Nacht über waren rund 400 Feuerwehrleute im Einsatz, ab dem Morgen wurden sie erneut von Lösch-Flugzeugen und -Helikoptern unterstützt. Immer wieder angefacht von starken Winden, zerstörten die Flammen bereits über 6500 Hektar Land.

Feuerwehrchef António Ramos sprach vom schlimmsten Waldbrand in der Region seit 20 Jahren. Auslöser war offenbar eine Hühnerzucht der Gemeinde Torre del Español: Nach Angaben der Forstbehörde geriet der dort angesammelte Hühnerkot in der Hitze in Gärung und entzündete sich dabei selbst.

Dutzende Menschen wurden in der Provinz vorsorglich in Sicherheit gebracht. Allein im Dorf Flix verbrachten rund 30 Menschen bereits die zweite Nacht in der Schul-Turnhalle. In einer Zuchtfarm nahe des Dorfs verbrannten über 200 Schafe, zwei Pferde und ein Esel.

Hitzerekord in Frankreich

Die Hitzewelle trieb die Temperaturen in Frankreich auf nie dagewesene Höhen. Mit 45,9 Grad Celsius sei dort der höchste jemals gemessene Wert registriert worden, teilte das Meteorologie-Institut Météo France mit. Er wurde demnach aus Gallargues-le-Montueux im südlichen Département Gard gemeldet.

Zuvor war die 45-Grad-Marke laut Wetterdienst bereits in Villevieille überschritten worden, das ebenfalls im Département Gard liegt. Der Meteorologe François Jobard erklärte, Frankreich reihe sich damit in die Liste der europäischen Länder ein, deren Temperaturrekord bei mindestens 45 Grad Celsius liegt: Bulgarien, Portugal, Italien, Spanien, Griechenland und Nordmazedonien.

Der bisherige Temperaturrekord lag in Frankreich bei 44,1 Grad und stammt aus dem August 2003, gemessen in den beiden Orten Saint-Christol-lès-Alès und Conqueyrac.

Wegen der Hitze hatten Tausende Schulen in Frankreich geschlossen. Am Freitag hätten 4000 Schulen nicht geöffnet oder eine Notfallbetreuung eingerichtet, teilte Frankreichs Premier Édouard Philippe mit. Er rief die Bevölkerung auf, wachsam und vorsichtig zu sein – und auch auf Familienmitglieder und Nachbarn zu achten.

Erstmals hatte der französische Wetterdienst für Freitag Alarmstufe Rot wegen Hitze ausgerufen. Betroffen sind die Départements Bouches-du-Rhône, Gard, Hérault und Vaucluse in Südfrankreich.

Kind bei «Street Pooling» verletzt

Seit Anfang der Woche ächzt Frankreich unter der Hitzewelle. In der Hauptstadt Paris gelten wegen der hohen Ozonbelastung seit Mittwoch Fahrverbote.

In einem Vorort wurde ein Kind verletzt, weil Anwohner einen Feuerhydranten geöffnet hatten, um sich abzukühlen, wie der Sender BFM TV berichtete. Die illegale Praxis des «Street Pooling» hat sich in den vergangenen Jahren in Frankreich verbreitet. Mit dem Wasser aus dem Hydranten entsteht auf der Strasse ein Pool – der heftige Wasserstrahl führt allerdings immer wieder zu Verletzungen.

(sda)

84-Jährige ertrinkt im Zürichsee – Kleinkind wiederbelebt

Eine 84-jährige Schwimmerin ist am Donnerstagnachmittag im Strandbad in Meilen im Zürichsee ertrunken. Gleichzeitig reanimierte der Badmeister im Schwimmbad Hinwil ein Kleinkind mit Erfolg. Der Vierjährige war im Wasser getrieben.

Der Badmeister in Meilen entdeckte die Frau im Zürichsee gegen 15:30 Uhr, wie die Kantonspolizei am Freitag mitteilte. Er rettete sie ans Ufer und begann mit der Reanimation, welche Rettungssanitäter später fortsetzten. Der Notarzt konnte aber nur noch den Tod der Frau feststellen.

Den Vierjährigen zog eine Erstretterin aus dem Schwimmbad in Hinwil. Der Badmeister konnte das kleine Kind erfolgreich wiederbeleben. Der Knabe wurde von einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen. (sda)

Hitzetoter in Spanien: 17-Jähriger erleidet bei Ernte Hitzschlag

Ein junger Erntearbeiter ist das erste Todesopfer der Hitzewelle in Spanien. Der 17-Jährige wurde am Donnerstag nach einem Hitzschlag ins Spital von Córdoba gebracht, konnte aber nicht mehr gerettet werden, wie die Regionalregierung von Andalusien am Freitag mitteilte.

Der grösste Teil Spaniens leidet seit Tagen unter einer für Juni unüblichen Hitze mit Temperaturen von über 40 Grad Celsius. Nach Angaben der Wetterdienste dürfte sie bis Samstag andauern. 34 der insgesamt 50 Provinzen, darunter vor allem in Katalonien, warnen zudem vor Waldbränden.

In der südkatalanischen Provinz Tarragona versuchten hunderte Feuerwehrleute den dritten Tag in Folge, einen verheerenden Waldbrand in den Griff zu bekommen. Die gesamte Nacht über waren rund 400 Feuerwehrleute im Einsatz, ab dem Morgen wurden sie erneut von Lösch-Flugzeugen und -Helikoptern unterstützt.

Immer wieder angefacht von starken Winden, zerstörten die Flammen bereits über 6’500 Hektar Land. Feuerwehrchef António Ramos sprach vom schlimmsten Waldbrand in der Region seit 20 Jahren. Auslöser war offenbar eine Hühnerzucht der Gemeinde Torre del Español: Nach Angaben der Forstbehörde geriet der dort angesammelte Hühnerkot in der Hitze in Gärung und entzündete sich dabei selbst.

Dutzende Menschen wurden in der Provinz vorsorglich in Sicherheit gebracht. Allein im Dorf Flix verbrachten rund 30 Menschen bereits die zweite Nacht in der Schul-Turnhalle. Medienberichten zufolge waren unter ihnen auch Deutsche und Engländer. In einer Zuchtfarm nahe des Dorfs verbrannten über 200 Schafe, zwei Pferde und ein Esel. (sda)

SBB kühlen heisse Schienen bei Bedarf mit Wasser

Das SBB-Schienennetz ist auf heisse Tage ausgelegt, aber nicht auf Extremsituationen. So erklärt das Bahnunternehmen die hitzebedingten Gleisverwerfungen vom Donnerstag. Ein Mittel, um Abhilfe zu schaffen, ist Wasser zum Kühlen.

In der grossen Hitze vom Donnerstag verbogen sich an verschiedenen Orten der Schweiz die Bahngleise. Gemeldet wurden Störungen zwischen Genf und La Plaine GE, im Kanton Luzern bei Willisau sowie auf dem verkehrsreichen Streckenabschnitt zwischen Bern und Bern Wankdorf. Im Raum Bern war der Verkehr auch am Freitagmorgen noch gestört.

Gegen 8:00 Uhr am Freitag meldeten die SBB via Twitter das Ende der Störung zwischen Bern und Bern Wankdorf. Die Einschränkungen waren im Fernverkehr, im Regionalverkehr und auch im S-Bahn-Verkehr zu spüren gewesen.

Schienen dehnen sich aus

SBB-Mediensprecher Jürg Grob sagte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, das SBB-Schienennetz sei für heisse Tage ausgelegt. In Extremsituationen könne es aber dennoch zu so genannten Gleisverwerfungen kommen, weil die heissen Schienen sich ausdehnten. Pro Jahr gebe es bei den SBB drei bis sieben solche Verwerfungen.

Ein laut Grob «recht effizientes» Kühlungsmittel ist Wasser, das aus einem Tankwagen auf die Gleise gesprüht wird. Wo wann gekühlt wird, werde jeweils auf Grund von Lagebeurteilungen situativ entschieden.

Die schon in früheren Hitzewellen diskutierte und andernorts bereits erprobte Methode, die Schienen für eine bessere Wärmeabstrahlung weiss anzumalen, ist laut Grob in Prüfung. Man sei in Kontakt mit europäischen Partnerbahnen, sagte er. Im laufenden Sommer werde aber noch keine SBB-Schiene weiss gestrichen.

Weisse Schienen bei RhB

Die Rhätische Bahn (RhB) hingegen hat im vergangenen Jahr auf 300 Metern Geleise im Prättigau einen ersten Test mit weiss bemalten Schienen gemacht. Für eine Bilanz sei es noch zu früh, sagte Sprecher Simon Rageth auf Anfrage.

Weiss bemalte Schienen erwärmen sich unter der Sonne gemäss den Erfahrungen der RhB um etwa fünf bis sieben Grad weniger. «Ein Rundum-Sorglospaket» werde die weisse Farbe aber nicht bringen, sagte Rageth. Allenfalls sei die Wahrscheinlichkeit von Verwerfungen bei weissen Schienen kleiner oder diese könnten geringer ausfallen.

Die RhB führt in diesem Sommer weitere Tests mit weissen Schienen durch. Erprobt wird der Effekt der Farbe auf weiteren Gleisabschnitten im Prättigau sowie auf der Strecke Chur-Arosa.

Ebenfalls in Prüfung ist bei der SBB, ob es Verwerfungen verhindern hilft, wenn die Schienen beim Verschweissen nicht auf 25 Grad, sondern auf 30 Grad aufzuwärmen, wie Grob ausführte. (sda)

Bise bringt «Abkühlung»

Dank das Bise wird es am Freitag weniger heiss und schwül als noch die Tage zuvor. In Basel wird gemäss SRF Meteo eine Höchsttemperatur von 34 Grad erwartet.

Der Taupunkt hat sich in den letzten 24 Stunden um fast 9 Grad nach unten verschoben in Basel.

In Südfrankreich kippt der Hitze-Rekord von 2003

Mit der Hitzewelle ist der Juni-Temperaturrekord in Frankreich gefallen: In der Gemeinde Grospierres im südfranzösischen Département Ardèche wurden 42 Grad gemessen, in dem Ort Saint-Julien-de-Peyrolas im Département Gard 41,9 Grad.

Das teilte der Wetterdienst Météo-France am Donnerstag über Twitter mit. Der bisherige Rekord stammte vom 21. Juni 2003, als im südfranzösischen Lézignan-Corbières im Département Aude 41,5 Grad gemessen worden waren, wie Météo-France bestätigte.

Der neue Rekord dürfte nach Einschätzung des Wetterdienstes allerdings nur von kurzer Dauer sein. Am Freitag werde es in der Region voraussichtlich noch heisser werden, sagte eine Sprecherin.

Météo-France hatte zuvor wegen der Hitze Alarmstufe Rot in einigen Regionen ausgerufen. In vier südfranzösischen Départements würden am Freitag aussergewöhnliche Temperaturen zwischen 42 und 45 Grad erwartet. (sda)

Gleisschaden wegen Hitze

Wegen der grossen Hitze hat es am Donnerstagnachmittag zwischen Bern und Bern Wankdorf einen Gleisschaden in Form einer Gleisverwerfung gegeben. Eines der vier Gleise kann deshalb nicht befahren werden.

Auch Züge von Basel nach Bern sind betroffen. (Screenshot: SBB-App) 

Zusätzlich sind aufgrund einer Stellwerkstörung im Raum Hindelbank die Strecken Bern-Burgdorf und die Bahn-2000-Strecke Bern-Olten derzeit nicht befahrbar, wie SBB-Mediensprecher Jürg Grob am frühen Abend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Im Bahnverkehr kommt es deshalb zu Einschränkungen. Reisende von Bern in Richtung Osten werden über Biel umgeleitet, in Richtung Luzern über Langnau und das Entlebuch. In den Bahnhöfen stehen Kundenlenker für Auskünfte im Einsatz. Reisende werden gebeten, den Fahrplan auf SBB Mobile oder SBB.ch zu konsultieren.

Spitäler haben in diesen Tagen vermehrt mit Hitzegeplagten zu tun

Einige Notfallstationen von Schweizer Spitälern haben während der Hitzewelle vermehrt mit Herz-Kreislauf-Patienten zu tun. Vor allem ältere Menschen kämpfen mit Dehydrierung und anderen Hitzesymptomen. Die Prävention der Behörden scheint aber zu fruchten.

Das zeigt eine Umfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA in mehreren Kantonen. Die Antworten der verschiedenen Spitäler unterscheiden sich teilweise stark voneinander. Die Reaktionen reichen von «nix und null an Hitzenotfällen» über «eine gewisse Zunahme» bis hin zu konkreten Zahlen zu Hitzenotfällen.

Nicht wie im Hitzesommer 2003

Beim Universitätsspital Basel sind bisher mindestens drei Personen als direkte Folge der Hitze eingeliefert worden. Eine Person war dehydriert, eine weitere hatte einen Hitzekollaps und die dritte einen Hitzschlag erlitten, wie es auf Anfrage hiess.

Auf der Notfallstation würden derzeit täglich rund 150 Patienten versorgt. Das ist laut einem Sprecher etwas mehr als üblich. Ob dabei die Hitze ein Rolle spiele, sei unklar.

Laut den Fachleuten des Universitätsspitals Basel dauert es meistens mehr als eine Woche, bis in einem Land mit Hausmauern, Ventilatoren und eher kühlen Nächten die Anzahl von Dehydrationen zunimmt. Das letzte Mal sei das im Sommer 2003 der Fall gewesen. Damals mussten oft ein halbes Dutzend Patienten gleichzeitig mit Infusionen behandelt werden. (sda)

Jugendliche leblos aus Aare geborgen

Am Mittwochnachmittag ist in Bern eine leblose Person aus der Aare geborgen worden. Es handelt sich um eine 16-jährige Jugendliche, schreibt die Kantonspolizei Bern in einer Mitteilung.

Um 14:30 Uhr ging bei der Kantonspolizei Bern die Meldung zu einer leblosen Person in der Aare beim Stauwehr Engehalde in Bern ein. Umgehend rückten die Einsatzkräfte vor Ort aus und konnten dort in der Folge eine weibliche Person aus dem Fluss bergen.

Die Jugendliche sei unmittelbar zuvor als vermisst gemeldet worden. Sie habe sich oberhalb des Bärengrabens in Bern zum Schwimmen in die Aare begeben. Gemäss bisherigem Kenntnisstand ist von einem Unfallgeschehen auszugehen.

Hitzewelle dauert an

Siebenschläfertag

Am Donnerstag ist Siebenschläfertag. Eine Bauernregel lautet: «Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag.» Das würde einen Hitzesommer bedeuten.

«Der Rhein hat noch eine sehr starke Strömung»

Der Präsident der Schweizer Lebensrettungs Gesellschaft (SLRG) Sektion Basel Christian Senn, warnt davor, die Situation im Rhein zu unterschätzen. «Der Rhein hat noch eine sehr starke Strömung», so Senn.

Der Telebasel News Beitrag vom 26. Juni 2019
Warnungen vor «Kühlkrise»

Künstlich gekühlte Räume sind keine Lösung, denn Klimaanlagen erzeugen einen Teufelskreis. «Je mehr man die Gebäude klimatisiert, desto mehr heisse Luft wird in die Umgebung abgegeben», sagt Aude Lemonsu vom französischen Wetterdienst Météo France.

Die Internationale Energieagentur warnt bereits vor einer «Kühlkrise»: Sie schätzt, dass sich der Energieverbrauch durch Klimaanlagen bis 2050 verdreifachen wird – das Wachstum entspricht dem derzeitigen Verbrauch Deutschlands und der USA zusammen.

Rhein knackt 20-Grad-Marke

Der Rhein hat am Mittwochnachmittag die 20-Grad-Marke geknackt, wie es auf der Website des Bundesamts für Umwelt heisst. Derzeit liegt die Temperatur bei 20,4 Grad an der Messstation Weil Palmrainbrücke.

(Screenshot: hydrodaten.admin.ch)

Am 20. Juni betrug die Rhein-Temperatur noch 17,8 Grad.

(Screenshot: hydrodaten.admin.ch)

Trotz den angenehmen Temperaturen im Rhein ist Vorsicht geboten. Wie Polizeisprecher Martin Schütz gegenüber dem «Regionaljournal Baselland» berichtet, führe der Rhein immer noch sehr viel Wasser. Das könne für Schwimmer, welche ihre Fähigkeiten unterschätzen, gefährlich werden. Am Dienstagabend musste die Feuerwehr zwei Personen aus dem Rhein retten. Die Schwimmer unterschätzten die Strömung und die Wassertemperatur.

 

 

Hitze auf Baustellen

Auf Waadtländer Baustellen werden wegen der Hitze ausserordentliche Massnahmen ergriffen. Die Arbeit darf zwischen 13 und 17 Uhr eingestellt werden, wie der Waadtländer Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft Unia am Mittwoch mitteilten.

Die beiden Sozialpartner haben angesichts der zu erwartenden Temperaturen beschlossen, den Fonds Gesundheit und Sicherheit zu aktivieren. Diese Massnahme erlaubt es den Bauunternehmern, auf sehr exponierten Baustellen die Arbeit während der grössten Hitze am Nachmittag zu unterbrechen.

Der Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft Unia rufen die Bauherren parallel dazu auf, die Arbeit auf den Baustellen auf die kühlsten Stunden des Tages zu verlegen, also auf den frühen Morgen, dort wo die Nachbarschaft nicht gestört werde. Weiter wird den Bauarbeitern empfohlen, genügend zu trinken und die Haut mit Sonnencrème vor den schädlichen UV-Strahlen zu schützen. (sda)

Splitternackte Spritztour durch Brandenburg

In Deutschland wurde ein Mann wärend seiner Spritztour durch Brandenburg von der Polizei angehalten. Denn er war splitternackt auf seiner Vespa unterwegs.

31,1 Grad um 11 Uhr in Sissach

Bereits vor 11 Uhr wurde die 30-Grad-Marke geknackt. In Sissach zeigt das Thermometer derzeit 31,1 Grad an.

Zentralschweizer Seen laden zum Baden

In der Zentralschweiz steht dem Badespass nichts entgegen. Die Aufsichtskommission Vierwaldstättersee (AKV) attestiert den Seen der Kantone Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden sowie Luzern eine einwandfreie Badewasserqualität, wie die AKV am Mittwoch mitteilte.

Gute bis ausgezeichnete Badewasserqualität

Untersucht wurden im Mai und Juni 62 Badestellen an Vierwaldstättersee, Zürichsee, Zugersee, Sempachersee, Baldeggersee, Rotsee, Lauerzersee, Sihlsee, Sarnersee, Lungerersee, Hirschlensee, Seelisbergsee und Golzernsee. Alle untersuchten Stellen hätten eine gute bis ausgezeichnete Badewasserqualität aufgewiesen.

Die Wasserproben seien durch das Laboratorium der Urkantone in Brunnen sowie die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz in Luzern untersucht worden. Bei Bächen und Flüssen seien in Bereichen von Abwasserreinigungsanlagen leicht höhere Belastungen möglich, heisst es weiter. Darmbakterien könnten auch dort auftreten, wo sich viele Wasservögel aufhielten.

Keine Wasservögel vor Ort

In der Regel würden die Wasservögel aber flüchten, sobald ein Uferbereich von Badenden in grösserer Zahl besucht werde. Weil Keime aus dem Vogelkot durch das Sonnenlicht verhältnismässig schnell abgetötet würden, träten diese Belastungen meist nur kurzzeitig auf.

Die Untersuchungen beschränkten sich auf die mikrobiologische Qualität des Wassers. Nicht berücksichtigt wurden spezielle Probleme wie beispielsweise Zerkarien (Gabelschwanzlarven, auch «Entenflöhe» genannt), die bei erhöhten Wassertemperaturen im Uferbereich vorkommen könnten. Sie seien harmlos, könnten aber lokales starkes Hautjucken verursachen, das allerdings nach einigen Tagen wieder abheile. (sda)

Sahara-Staub färbt Himmel

Der Sahara-Staub in der Luft war heute Morgen bei Sonnenaufgang deutlich zu sehen:

Zwei Personen unverletzt aus Rhein gerettet

Am Dienstagabend rettete die Feuerwehr zwei Personen unverletzt aus dem Rhein. Sie unterschätzten die Strömung und die Wassertemperatur.

Die ganze Story gibt’s hier.

Gemeinde Lommiswil SO stellt Wasser ab

In Lommiswil SO wird am Donnerstag von 7:30 bis 16 Uhr die Wasserleitung in einem Quartier unterbrochen – obwohl an diesem Tag bis zu 36 Grad zu erwarten sind. Dies weil eine neue Leitung installiert wird, berichtet der «Blick». «Uns wurde schon mal das Wasser abgestellt. Aber jetzt ist es ein sehr schlechter Zeitpunkt», sagt ein Anwohner gegenüber der Zeitung.

Die Gemeinde lenkt auf Nachfrage von «Blick» ein: Man habe zusätzliche Arbeiter aufgeboten. Die Arbeiten beginnen nun erst um 10 Uhr. Ausserdem versuche man früher fertig zu sein.

Erste Tropennacht des Jahres in Basel

In Basel sank die Temperatur in der Nacht auf Mittwoch nicht unter 20 Grad. Damit erlebte Basel die erste Tropennacht des Jahres.

Besonders mild war es in den Bergen, selbst auf 2’000 Metern Höhe gab es noch Tiefstwerte um die 20 Grad, wie der private Wetterdienst Meteonews mitteilte. In der Nacht auf Donnerstag dürften Frühtemperaturen von 20 Grad oder mehr noch häufiger sein als heute Mittwoch.

Am Mittwoch lag beispielsweise der Tiefstwert in Lugano bei 24,2 Grad und in Vevey wurden 24,1 Grad gemessen. Auf dem Balmberg auf 1083 Metern über Meer fiel das Thermometer nur auf 22,4 Grad und auf dem Chaumont auf 1’130 Metern Höhe lag der Tiefstwert bei 21,6 Grad. «Rekordhalter» auf rund 2’000 Metern Höhe war der Maschgenkamm/Flumserberge mit 20,2 Grad. (sda(jwe)

Meteorologen erwarten in Basel und Sitten bis zu 38 Grad

Die Schweiz könnte am heutigen Mittwoch tropische Hitze um die fast 40 Grad erleben. Das Hoch «Ulla» dürfte besonders im Norden und Süden die Temperaturen hochtreiben. SRF Meteo erwartet am Nachmittag für Basel und Sitten VS bis zu 38 Grad.

Der Schweizer Wetterdienst Meteoschweiz sagt bis zu 37 Grad voraus. Demnach könnten am Mittwoch einige Temperatur-Rekorde purzeln. Am Nachmittag soll es in der Schweiz 33 bis lokal 38 Grad heiss werden. In den Städten Zürich und Chur werden bis zu 37 Grad erwartet. Eine leichte Abkühlung von der Saharahitze ist erst für Anfang nächster Woche in Sicht.

Die höchste Temperatur im vergangenen Hitzesommer lag bei 36,2 Grad. Als absoluter Rekord gilt der 11. August 2003 in Grono im bündnerischen Misox. Damals war es da 41,5 Grad heiss.

Der Bund erliess Hitzewarnungen der zweithöchsten Stufe 4 («Grosse Gefahr») für die Region Basel sowie für Teile des Wallis und des Tessins. Bereits am Dienstag waren im Wallis die Temperaturen an mehreren Orten auf über 35 Grad geklettert. (sda)

Es ist heiss in Basel

Impressionen vom Hitzetag in Basel in den Telebasel News vom 25. Juni 2019:

36 Grad und es wird noch heisser

Die Temperaturen haben am Dienstagmittag Fahrt aufgenommen in Richtung Hitzerekordwoche und dem Wallis am Nachmittag Temperaturen über 35 Grad beschert. In Sitten kletterte das Thermometer gegen 16.30 Uhr auf 35,8 Grad.

Aber auch in der Nordwestschweiz wurde geschwitzt: 34,3 Grad zeigte die Quecksilbersäule zur selben Zeit in Basel-Binningen an. In Gösgen im Aargau waren es 33,9 Grad, in Zürich-Affoltern 33,3 Grad und in Bern-Zollikofen 31,5 Grad, wie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) meldete. Es erwartet Höchsttemperaturen für Mittwoch und Donnerstag – teils bis zu 39 Grad.

Der Juni 2019 könnte alte Monatsrekorde brechen – den Anfang machte am Dienstagvormittag der Pilatus. Auf dem 2128 Meter hohen Hausberg von Luzern wurden schon gegen 10 Uhr 21,7 Grad gemessen, 0,1 Grad mehr als beim letzten Monatsrekord am 18. Juni 2013.

Während des Tages dürften noch mehr Temperatur-Rekorde purzeln, wie MeteoNews schreibt. Der private Schweizer Wetterdienst mit Sitz in Zürich sagt für Dienstag und Mittwoch voraus, dass etliche Juni- oder gar Allzeit-Temperaturrekorde gebrochen werden könnten.

Hitzewarnung für das Tessin

Auch für das Mittel- und Südtessin gilt seit Dienstag die zweithöchste Hitze-Warnstufe 4. Das bedeutet grosse Gefahr. Meteoschweiz hatte eine Hitzewarnung Stufe 4 am Montag bereits für die Region Basel und Teile des Wallis ausgegeben.

Für eine erste Tropennacht hatte es auf den Dienstag in leicht erhöhten Lagen und vor allem im St. Galler Rheintal gereicht, wie der Wetterdienst SRF Meteo mitteilte. Von einer Tropennacht wird gesprochen, wenn die Temperaturen während der ganzen Nacht nicht unter 20 Grad sinken.

So lag auf dem Üetliberg bei Zürich der Tiefstwert bei 22,3 Grad, und auch auf dem Bantiger bei Bern wurde es nie kühler als 21,6 Grad. Ebenfalls für eine Tropennacht reichte es in einigen leicht föhnigen Alpentälern, so im Unterwallis und im St. Galler Rheintal. Auch südlich der Alpen wurde lokal eine Tropennacht verzeichnet, so in Lugano und Locarno mit 21,5 und 21,7 Grad. (sda)

Wie das Auto zur Todesfalle wird

Hitze im Auto kann tödlich sein, und sie kann schnell zu Verbrennungen und Hitzschlag führen. Die meisten Menschen unterschätzten, dass es schon nach wenigen Minuten bei sengender Sonne im Auto extrem heiss und für Mensch und Tier kritisch werden könne, warnt der TCS.

(Video: Youtube/TCS Schweiz-Suisse-Svizzero)

Tests haben nach Angaben des Touring Club Schweiz (TCS) gezeigt, dass neben dem Parken im Schatten die Lackierung einen grossen Einfluss hat. So unterscheiden sich die gemessenen Temperaturen zwischen einem weissen und einem schwarzen Auto nach einer Stunde Sonneneinstrahlung um bis zu 20 Grad: weil ein schwarzes Auto mehr Sonnenstrahlen absorbiert, heizt es sich schneller und stärker auf.

Auch Sonnenschutzfolien haben eine grosse Wirkung. So wurde bei einem Fahrzeug, das ohne Sonnenschutzfolien eine Stunde in der Sonne stand, auf dem Armaturenbrett 77 Grad Celsius gemessen. Bei Fahrzeugen mit Sonnenschutzfolie war die Temperatur bis zu 40 Grad tiefer.

Fenster leicht öffnen bringt nichts

Leicht geöffnete Fensterscheiben verfehlen hingegen die erhoffte kühlende Wirkung. Im TCS-Test konnte innerhalb von 30 Minuten lediglich ein Unterschied von zwei Grad bei der Innentemperatur gemessen werden. Beim Fahren allerdings tragen komplett geöffnete Fensterscheiben innert kurzer Zeit erheblich zur Kühlung des Innenraums bei.

Hitzephasen setzen laut TCS auch dem Auto stark zu. Vor allem der Motor ist stark gefordert und schadenanfälliger, weil er weniger gut abkühlen kann. Deshalb sei es wichtig, bei heissen Temperaturen noch stärker als sonst schon die Motor- und Öltemperatur im Auge zu behalten. (sda)

Hitzewarnung für das Tessin auf Stufe 4 erhöht

Auch für das Mittel- und Südtessin gilt seit Dienstag die zweithöchste Hitze-Warnstufe 4. Das bedeutet grosse Gefahr. Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) hatte eine Hitzewarnung Stufe 4 am Montag bereits für die Region Basel und Teile des Wallis ausgegeben.

Am Mittag kratzte das Thermometer vielerorts an der 30-Grad-Marke. In Chur wurden bereits 31,3 Grad gemessen, in Basel-Binningen 29,9 Grad und in Bern-Zollikofen 28,1 Grad. Der Dienstag dürfte verbreitet zum Hitzetag werden mit Temperaturen deutlich über der 30-Grad-Marke. Die höchsten Temperaturen im Rahmen der laufenden Hitzewelle werden für Mittwoch und Donnerstag erwartet, mit bis zu 39 Grad. (sda)

Erste Juni-Rekorde purzeln - 21,7 Grad auf dem Pilatus

Der Juni 2019 könnte alte Hitze-Rekorde brechen – den Anfang machte am Dienstagvormittag der Pilatus. Auf dem 2’128 Meter hohen Hausberg von Luzern wurden schon gegen 10 Uhr 21,7 Grad gemessen, 0,1 Grad mehr als beim letzten Rekord am 18. Juni 2013.

Während des Tages dürften noch mehr Temperatur-Rekorde purzeln, wie MeteoNews weiter schreibt. Der private Schweizer Wetterdienst mit Sitz in Zürich sagt für Dienstag und Mittwoch voraus, dass etliche Juni- oder gar Allzeit-Temperatur-Rekorde gebrochen werden könnten.

In Chur wurden um kurz nach 11 Uhr bereits 28,5 Grad gemessen, in Basel-Binningen 27,9 Grad und in Visp im Wallis 26,9 Grad, wie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) meldete. Es erwartet Höchsttemperaturen für Mittwoch und Donnerstag – teils bis zu 39 Grad. (sda)

Arlesheim reagiert auf Hitzewelle

Aufgrund der hohen Temperaturen passt die Verwaltung der Gemeinde Arlesheim die Öffnungszeiten von Dienstag bis Freitag an. Neu sind die Schalter nur morgens von 7 bis 12 Uhr geöffnet, nachmittags bleiben sie geschlossen, heisst auf der Internetseite der Gemeinde Arlesheim.

Sollte die Gefahrenstufe 4 auch nächste Woche noch anhalten, werde die Gemeinde über eine Verlängerung der angepassten Öffnungszeiten informieren.

Nacht auf Dienstag nur lokal eine Tropennacht

Die Nacht auf Dienstag ist angesichts der anhaltenden Hitzewelle mindestens im Mittelland noch verhältnismässig kühl ausgefallen. Die Temperaturen gingen vielerorts auf 15 Grad zurück.

Eine sogenannte Tropennacht gab es nur in leicht erhöhten Lagen und vor allem im St. Galler Rheintal, wie der Wetterdienst SRF Meteo mitteilte. Von einer Tropennacht wird gesprochen, wenn die Temperaturen während der ganzen Nacht nicht unter 20 Grad sinken.

So lag auf dem Üetliberg bei Zürich der Tiefstwert bei 22,3 Grad, und auch auf dem Bantiger bei Bern wurde es nie kühler als 21,6 Grad.Ebenfalls für eine Tropennacht reichte es in einigen leicht föhnigen Alpentälern, so im Unterwallis und im St. Galler Rheintal. Auch südlich der Alpen wurde lokal eine Tropennacht verzeichnet, so in Lugano und Locarno mit 21,5 respektive 21,7 Grad.

Auch in der Höhe wurden verhältnismässig milde Temperaturen erreicht. Auf dem Säntis in 2’500 Metern Höhe beispielsweise wurde es in der Nacht nicht kälter als 13,8 Grad.

Keine Tropennacht in Basel

In Basel wurde keine Tropennacht verzeichnet. Die Temperaturen fielen in der Nacht auf 17,7 Grad.

(Screenshot: meteoschweiz.admin.ch)

Für Dienstagnachmittag rechnen die Meteorologen mit Höchstwerten von 32 bis 36 Grad. Der Grund für die weitere Erwärmung liegt bei einer Südströmung in der Höhe, die von der Sahara heisse Luft direkt zu uns schickt. (sda/jwe)

Längere Sommerferien für Schüler?

In einem Schulzimmer mit knapp 20 Personen kann es bei etwa 30 Grad sehr anstrengend sein, sich zu konzentrieren. Viele Lehrer gehen dann mit den Schülern im Freien weiter arbeiten oder spendieren eine Glacé. Schulkinder fordern nun drei Monate Sommerferien, schreibt «20 Minuten».

In südlichen Ländern wie Italien, Albanien und der Türkei, ist die Schulzeit bereits zu Ende gegangen. Mihailo Kinkela, Medienverantwortlicher der Union der Schülerorganisationen (USO) drückt den Wunsch für drei Monate Sommerferien in der Schweiz aus. Abgesehen von den Prüfungen passiere nicht viel im Unterricht, ausser unnötiges Spezialprogramm, meint Kinkela gegenüber «20 Minuten». Man solle den Schulbetrieb im Sommer deshalb einstellen.

Die Forderungen stossen beim Lehrerverband auf offene Ohren. Auch auf politischer Ebene wird das Thema diskutiert. Der Sommer in der Schweiz ähnelt denen im Süden, deshalb würde es Sinn machen, drei Monate lange Sommerferien einzuführen, sagt Luzian Franzini, Co-Präsident der Jungen Grünen. SP-Nationalrat Corrado Pardini fordert den Bundesrat auf, Vor- und Nachteile aufzuzeigen.

Ein grosser Nachteil ist bereits klar: Viele Schüler verlernen einiges in den Ferien. Darum sollten die Kinder in der Sommerpause Aufgabendossiers lösen oder betreute Lernphasen in kühler Atmosphäre haben, meint Beat W. Zemp, Präsident des Lehrerverbands. Zudem seien die Sommerferien auf den Beginn der weiterführenden Schulen abgestimmt.

36 Grad

Am Dienstag wird in Basel eine Höchsttemperatur von 36 Grad erwartet – bei meist wolkenlosem Himmel.

Bub (4) aus überhitztem Auto gerettet

Wie «Blick» berichtet, wurde beim Flughafen Catania in Italien ein Bub (4) am Samstagnachmittag bei 40 Grad im Schatten in einem Audi A6 mit Schweizer Nummernschild eingeschlossen. Ein Polizist entdeckte den Jungen und handelte sofort. Er griff zu seiner Pistole und schlug die Fensterscheibe mit seiner Dienstwaffe ein. Gerade noch rechtzeitig, denn der Vierjährige war bereits schweissgebadet und hyperthermisch.

Die Eltern des Jungen, beide ebenfalls Schweizer (28 und 32), wurden wegen der Vernachlässigung von Minderjährigen angezeigt.

An diesem Flughafen wurde der Bub im Auto zurückgelassen. (Bild: Twitter)
Hilfe für Wildtiere

Auch für Wildtiere kann eine anhaltende Hitzewelle lebensbedrohlich werden: Viele Tiere finden in solchen Zeiten kein Wasser und sind auf die Hilfe von Menschen angewiesen. Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz veröffentlichte Tipps wie Sie Tieren durch den Sommer helfen.

Igel: Viele Igel haben zurzeit Junge, aufgrund des trockenen Wetters und der hohen Temperaturen finden die Igelmütter allerdings kaum Wasser und Futter und schaffen es so auch nicht, genügend Milch für ihre Jungtiere zu produzieren. Ganze Igelfamilien sterben so qualvoll in der Sommerhitze.
Mit einer kleinen Geste können Sie Leben retten: Stellen Sie einen Wassernapf im Garten auf (keine Milch) und geben Sie so Igeln – und auch anderen Tieren – die Möglichkeit, zu Flüssigkeit zu kommen.

Vögel: Auch unsere einheimischen Vögel sind auf Wasser angewiesen und profitieren von einer Wasserstelle. Neben dem lebenswichtigen Trinkwasser, das eine Vogeltränke anbietet, können sie sich dort auch abkühlen und ihr Gefieder pflegen. Wichtig: Flacher Rand, damit die Vögel landen können, aufgerauter Boden, damit die Tiere Halt haben, Tiefe von 2,5 cm am Rand bis 5 oder 10 cm in der Mitte, damit verschiedene grosse Vogelarten baden können.

Insekten: Eine Tränke für Bienen, Hummeln, Falter und andere Insekten ist schnell gebaut und findet auf jedem Balkon Platz. Insekten benötigen Wasser zum Trinken und auch um Nester zu bauen. Da Insekten nicht schwimmen können, benötigen sei einen flachen Zugang zum Wasser und Aussteigemöglichkeiten: Eine flache, mit Steinen gefüllte Schale ist die ideale Insekten-Bar und sieht auch noch hübsch aus. (Achtung: Möglichst windstill platzieren!)

Unia fordert Baustellenschliessungen ab 35 Grad

Die Gewerkschaft Unia warnt vor gefährlichen Folgen der Hitzewelle für die Beschäftigten auf dem Bau. Sie nimmt die Arbeitgeber und Bauherren in die Pflicht und verlangt besondere Schutzmassnahmen, die notfalls bis zur Schliessung von Baustellen gehen.

Die Unia forderte die Bauherren ebenfalls auf, bei Verzug kulant zu sein, damit die Schutzmassnahmen auch wirklich umgesetzt werden können. Termin- und Zeitdruck dürfe nicht die Gesundheit der Arbeitnehmenden gefährden.

Auf den Baustellen muss gemäss Unia Sonnenschutz und genügend Trinkwasser zur Verfügung stehen. «Und die Arbeitszeiten müssen so angepasst werden, dass während der heissesten Zeit nicht gearbeitet wird», lässt sich Bruna Campanello, Co-Leiterin Sektor Gewerbe, in der Mitteilung zitieren.

Nur noch Arbeiten im Schatten

Die Unia fordert, dass Baustellen mit direkter Sonneneinstrahlung, zum Beispiel auf Autobahnen, und auf Baustellen mit starker Rückstrahlung (Teerflächen) bei Temperaturen über 35 Grad geschlossen werden. Steigt das Thermometer über 30 Grad, sollten nur noch Arbeiten am Schatten ausgeführt werden.

Teams der Unia wollen die Einhaltung der geforderten Massnahmen auf den Baustellen kontrollieren, wie es weiter hiess. Arbeitnehmende, die feststellten, dass die Regeln zu ihrem Schutz nicht eingehalten würden, sollten direkt beim Polier intervenieren oder sich bei der Gewerkschaft melden.

Zu den grössten Gefahren beim Arbeiten unter prallster Hitzesonne gehören Dehydrierung, Sonnenstich oder Hitzeschlag. Sie könnten zu schwerwiegenden Gesundheitsfolgen oder gar zum Tod führen, hielt Unia fest. Jedes Jahr erkrankten zudem rund 1000 Arbeitnehmende an Hautkrebs, weil sie bei der Arbeit der brennenden Sonne direkt ausgesetzt sind.

Der Bund erhöht die Hitzewarnstufe auf 4

Für die Region Basel und das Zentralwallis hat der Bund die Hitzewarnstufe von 3 auf 4 erhöht:

So überstehen Mensch und Tier die Hitze in Basel

Damit die Bevölkerung die kommenden Hitze-Tage gut übersteht, haben am Montag der Basler Kantonsarzt und der Basler Kantonstierarzt die wichtigsten Verhaltens-Tipps für die Bevölkerung abgegeben. Beide warnen vor einer besonderen Falle: Kind oder Hund nie im Auto zurücklassen. Der Kantonsarzt verweist zudem auf die spezielle Vorbereitung für allein lebende, ältere Menschen.

Angehörigen von allein lebenden, älteren Menschen sei eine spezielle Vorbereitung auf Hitzeperioden ans Herz gelegt. Dazu Kantonsarzt Thomas Steffen: «Machen Sie tägliche Telefonate, organisieren Sie Besuche und Hilfe von Nachbarn, ebenso genügend Lebensmittel und Getränke.» Bei Bedarf kann während Hitzewellen auch eine Betreuungsmöglichkeit durch Hilfsdienste sichergestellt werden.

Zur Erinnerung noch einmal die wichtigsten Tipps:

  • Viel trinken: mindestens 1,5 Liter am Tag. Geeignet sind Wasser und ungesüsste Getränke, nicht geeignet sind stark gezuckerte oder alkoholische Getränke.
  • Zwischen 11:00 und 15:00 Uhr im Schatten bleiben. Die Sonne ist in den Mittagsstunden am intensivsten. Körperliche Anstrengungen während der heissesten Tageszeit möglichst vermeiden.
  • Luftige Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille tragen. Leichte und luftige Kleidung ist angenehmer als enge. Zu viele UV-Strahlen schaden nicht nur der Haut, sondern auch den Augen.
  • Sonnenschutzmittel auftragen. Mindestens Lichtschutzfaktor 15 wählen und ein Sonnenschutzmittel nutzen, das vor UVA- und UVB-Strahlen schützt.
  • Räume kühl halten, Körper abkühlen. Nachts und früh am Morgen lüften, tagsüber Fenster schliessen und Sonne fernhalten (Vorhänge / Storen zuziehen). Körper nach Bedarf mit nassen Tüchern auf Stirn und/oder Nacken kühlen, kühlende Fuss- und Handbäder geniessen.
Bund warnt vor Hitzewelle

Das Bundesamt für Meteorologie (MeteoSchweiz) warnt für die kommende Woche vor einer Hitzewelle. Die Woche werde schwülheiss. Das Bundesamt gibt darum eine Hitzewarnung der Stufe 3 heraus. Von Dienstag bis Donnerstag sind lokal 39 Grad möglich.

Die Luftfeuchtigkeit dürfte zwischen 25 und 45 Prozent liegen, heisst es auf der Homepage. Die hohen Temperaturen sind in allen Landesteilen zu erwarten. Für gewisse Bevölkerungsgruppen stellt ein solches Wetter ein Gesundheitsrisiko dar.

Bei erhöhtem Puls, Schwäche, Kopfweh, Verwirrtheit, Schwindel, Übelkeit oder Durchfall ist Handeln angesagt. Wer darunter leidet, muss sich hinlegen und den Körper abkühlen sowie frisches Wasser trinken. Bringt das nichts, ist medizinische Hilfe angezeigt.

Anlauf auf die 30 Grad-Marke

Ab Sonntag beginnen die Temperaturen allmählich zu steigen. Am Nachmittag wird es erst bis zu 27 Grad warm und im Wallis könnte die 30-Grad-Grenze bereits geknackt werden.

Ab Montag treffen dann die warmen Luftmassen aus Nordafrika auf die Schweiz. Bereits zum Wochenbeginn muss laut Meteo News mit 30 Grad gerechnet werden.

In drei Stunden soviel Regen wie sonst in einem Monat

Im neuenburgischen Val-de-Ruz ist in der Nacht auf Samstag soviel Regen niedergegangen wie sonst in einem ganzen Monat. Es waren zwischen 70 und 100 Liter pro Quadratmeter, wie Frédéric Glassey von MeteoNews schätzt.

Beim Unwetter handelte es sich gemäss Glassey um ein heimtückisches und aussergewöhnliches Wetterphänomen. Eine unstabile feuchte Luftmasse sei bei Windstille über der selben Region stehengeblieben und habe sich entladen.

In anderen nahegelegenen Gebieten regnete es derweil nur geringfügig. So wiesen Neuenburg 9 und La Chaux-de-Fonds 21 Liter Regen pro Quadratmeter aus. In La Brévine und Le Locle regnete es gar nicht.

Klimaforscher schlagen Alarm

Die Hitzewelle kommt laut der «Bild» aus der Sahara. Es wird also heiss und trocken. Wie Meteorologe Roger Perret gegenüber «Blick» sagt, bleibe das Gewitterrisiko klein und die Waldbrandgefahr könnte steigen.

Hitzewellen, Gewitter und Stürme

Deutschland könnte es noch härter treffen, denn dort werden gar Temperaturen von bis zu 40 Grad erwartet. Es könnte so heiss werden, dass sogar der Asphalt aufbrechen könnte. Diese Hitzewelle könnte nicht die einzige bleiben. Gemäss Perret häufen sich die Wetterextreme aufgrund der Klimaerwärmung. Nicht nur Hitzewelle werden vermehrt auftreten, auch könnte es zu heftigeren Gewittern und Stürmen kommen.

Um diese Entwicklung zu stoppen bräuchte es strickte Massnahmen, wie Klimaforscherin Dr. Sonia I. Senevirante von der ETH gegenüber «Blick» sagt. Dazu gehöre zum Beispiel den CO2-Ausstoss auf einen Wert von null Prozent gebracht werden. Die hohen Temperaturen bleiben auch nicht ohne Folgen für die Schweiz. So sei vor allem die Landwirtschaft betroffen. Daneben wirkt sich die Hitze auch auf die Gesundheit aus.

 

Bach im Val-de-Ruz tritt über Ufer - Vier Verletzte

Bei heftigen Gewittern sind im Val-de-Ruz im Kanton Neuenburg in der Nacht auf Samstag vier Personen verletzt worden, eine von ihnen schwer. Der Bach zwischen Dombresson und Villiers trat über die Ufer und trug dutzende Autos davon.

Die heftigen Gewitter gingen am Freitag ab 22 Uhr nieder. Der Bach, der die beiden Dörfer Dombresson und Villier sowohl verbindet als auch durchquert trat über die Ufer. Seine angeschwollenen Fluten rissen unterwegs alles mit.

In Dombresson lagen die Strassen mehr als einen Meter unter Wasser, wie Polizeisprecher Pierre-Louis Rochaix am Samstagmorgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Dutzende Fahrzeuge wurden mitgerissen. Die schwer verletzte Person wurde ins Inselspital nach Bern gebracht, wie Rochaix weiter sagte. Die anderen drei Verletzten kamen mit leichteren Blessuren davon.

Die Schäden an Gebäuden sind beträchtlich. Unterirdische Garagen und Keller wurden überflutet. Böschungen rutschten ab und die Strasse zwischen Dombresson und Le Pâquier wurde beschädigt. Die von Schutt und weggeschwemmten Autos bedeckte Strasse ist gesperrt und dürfte es noch etliche Stunden bleiben.

Die Behörden warnten die Bevölkerung, sich in Tiefgaragen und ähnliche Räumlichkeiten zu begeben. Auch überschwemmte Strassenstücke sollten keinesfalls befahren werden.

Purzeln Juni Rekord-Werte?

«Nächste Woche kommt eine Hitzewelle auf uns zu», schreibt «srf meteo». Und die Welle soll bereits am Montag ins Rollen kommen. Für Basel sind erneut Spitzenwerte im Hitze-Bereich angekündigt. Und es wird noch heisser. Bereits am Dienstag erwartet der Meteodienst Werte von bis zu 36 Grad. Und Stellenweise könnten sogar die Juni-Rekorde purzeln.

 

40 Notfällungen wegen Hitze

Rund 40 Bäume in Basel werden diese Woche notfallmässig gefällt, nachdem Trockenheit und Hitze sie haben absterben lassen. Weil sie Äste verlieren oder ganz umstürzen können, sind sie zur Gefahr für die Bevölkerung geworden.

40 Notfällungen, welche die Basler Stadtgärtnerei bis Freitag (21. Juni) vornimmt, seien auf den Hitzesommer 2018 zurückzuführen, sagte am Montag deren stellvertretender Leiter Grünflächenunterhalt, Simon Leuenberger, vor den Medien. Die Bäume seien abgestorben, erläuterte er anhand einer kahlen Hagebuche beim Rialto unweit der Heuwaage.

Priorität haben Bäume entlang von Strassen und Trottoirs und in Parks. Zum Beispiel sind beim Zolliparkplatz einige Parkplätze abgesperrt, bis das tote Holz weg und die Gefahr gebannt ist. Solche toten Bäume könnte man «unmöglich stehen lassen», so wie dies tief im Wald möglich sei, sagte Marco Hug, Baumsachverständiger der Stadtgärtnerei Basel.

(Bild: Keystone)
Sommer-Woche angesagt

Nach dem nassen Wochenende sagen die Meteorologen für diese Woche Sommer-Wetter voraus – zumindest bis Donnerstag. Und die Temperaturen steigen von Tag zu Tag.

Frau auf Campingplatz von Baum erschlagen

Ein schweres Unwetter im Osten Frankreichs hat am Samstag ein Menschenleben gefordert. Eine deutsche Urlauberin wurde am Samstag auf einem Campingplatz der französischen Stadt Taninges während eines Sturms von einem Baum erschlagen.

Die 51-Jährige sei in ihrem Wohnwagen gewesen, als der Baum auf das Gefährt krachte, berichtete der Radiosender France Bleu auf seiner Webseite. Taninges liegt wenige Kilometer südlich des Genfer Sees.

Unwetter fordert Todesopfer

Ein Unwetter mit Sturm und Starkregen sowie vereinzelt Hagel ist am Samstag über Teile der Schweiz gefegt. In Genf kam eine Touristin bei einem Bootsunfall ums Leben. In Freiburg rückte die Feuerwehr 40 Mal aus. Zwei Festivals wurden vorsorglich evakuiert.

Der Sturm fegte vom Genfersee durchs Mittelland, über die Zentral- und Ostschweiz bis zum Bodensee, teilweise mit mehr als 110 Kilometern pro Stunde, wie Meteoschweiz mitteilte. Die Regenmengen lagen weitherum bei 20 bis 35 Litern pro Quadratmeter, in Cossonay VD gingen innert zwei Stunden rund 50 Liter nieder.

Auf dem Genfersee vor Vésenaz GE sank laut Angaben der Polizei wegen des Sturms am späten Nachmittag ein Ausflugsboot. Eine Touristin starb. Ein Mann rettete sich mit einem Sprung ins Wasser und schwamm zum nahen Hafen, wo er auf einem anderen Boot ein Notsignal zünden konnte, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

In Spiez im Berner Oberland hagelte es am frühen Abend grössere Körner, und das Gelände des Musikfestivals Greenfield in Interlaken wurde vorsorglich evakuiert, zwei Konzerte wurden abgesagt.

In Frauenfeld TG wurde das Gelände des Stadtfestes wegen des Sturms ebenfalls vorsorglich geräumt. Dieser beschädigte die Infrastruktur, wie die Veranstalter des Mitsommerfestes mitteilten. Mehrere Bäume ausserhalb des Festgeländes stürzten um. Verletzt wurde niemand. Das Festival soll am Sonntag weitergehen.

Gefahrenstufe 3 für die Region Basel

Hagel, Sturmböen, Starkregen und hohe Blitzaktivität: Der meteorologische Dienst des Bundes warnt vor heftigen Gewittern in der Schweiz. So wird auch für die Region Basel die Gefahrenstufe 3 (von 4) ausgerufen.

Die heftigsten Ereignisse sollen sich in der Region zwischen 18 und 22 Uhr zutragen. Der Wetterdienst empfiehlt Topfpflanzen, Sonnenschirme, Sonnenstoren, leichtes Mobiliar etc. nicht unbefestigt und/oder ungeschützt im Freien stehen lassen und das Auto (wenn möglich) in einer Garage vor möglichen Hagelschäden unterzubringen.

Nächste Gewitterfront im Anmarsch

In der Nacht zum Samstag ist es bedeckt mit einzelnen Aufhellungen. Zu Tagesbeginn zieht das Wetter weiter zu und es bleibt bedeckt, berichtet meteoblue.ch. Am Nachmittag sind lokale Gewitter mit Schauern möglich.

Wie MeteoNews mitteilt, können sich über Frankreich heute Nachmittag wegen der warmen und angefeuchteten Luftmasse, kräftige Gewitter entwickeln. Am Abend ziehen die Gewitter dann quer über die  Schweiz bis zum Bodensee und später in der Nacht nach Deutschland.

Rheinpegel sinkt - Bodenseepegel steigt

Dank des schönen Wetters entspannt sich die Hochwassersituation am Rhein, die Abflussmenge ist gesunken. Wegen der Schneeschmelze wird der Wasserstand des Bodensees in den kommenden Tagen um bis zu 15 Zentimeter steigen.

Das Rheinvorland von der Brücke zwischen Mäder (Bezirk Feldkirch) und Kriessern (CH) flussabwärts blieb am Donnerstag gesperrt. Am Freitag werde die Situation neu beurteilt, sagte ein Sprecher der Internationalen Rheinregulierung (IRR) auf Anfrage.

Noch viel Schnee in den Bergen

Man bleibe dennoch wachsam, denn obwohl die Niederschläge im Einzugsgebiet des Rheins in Graubünden abgeklungen seien, gebe es aufgrund der Schneeschmelze weiter einen hohen Abfluss. Es liege noch viel Schnee in den Bergen, zudem seien steigende Temperaturen in den kommenden Tagen prognostiziert.

Alpenrhein: Gemeinden rüsten sich gegen Hochwasserwelle

Die Niederschläge haben den Pegel des Alpenrheins stark ansteigen lassen. Aus Sicherheitsgründen wurden bei Widnau SG und Lustenau A Fussgänger- und Radwege gesperrt. Das Rheinvorland ist teilweise überflutet.

(Bild: Youtube/VOL.AT – Vorarlberg Online)

Am gesamten Alpenrhein gilt seit Mittwochvormittag die Gefahrenstufe drei. Die neuesten Abflussprognosen zeigten nun eine neue, zweite Hochwasserwelle an, teilte die Internationale Rheinregulierung am Mittwochnachmittag mit.

Im Fussacher Durchstich habe sich flussabwärts der Brücke Höchst-Lustenau auf 50 Metern «ein Bruch der rechten Mittelgerinnewuhre ereignet». Dadurch sei die Hochwassersicherheit aber nicht beeinträchtigt.

Schneeschmelze wirkt sich aus

Das Rheinvorland wurde abwärts der Brücke Mäder-Kriessern und oberer Rheinspitz gesperrt. Die Pächter seien über die Situation informiert worden. (sda)

(Bild: Youtube/VOL.AT – Vorarlberg Online)

Die Niederschläge sollten zwar im gesamten Einzugsgebiet aufhören, Die Nullgradgrenze liege aber bei über 3000 Metern über Meer. Damit werde weiterhin «ein grosser Schneeschmelzanteil abflussrelevant».

In Österreich sind die Feuerwehren entlang des Fussacher Durchstichs auf einen möglichen Einsatz zur Beobachtung des Damms in den Abendstunden flussabwärts von der Brücke Höchst-Lustenau vorbereitet.

Zwei Personen aus PKW gerettet

Starker Regen hat in der Nacht auf Mittwoch Teile des Kantons Graubünden erfasst. In Splügen mussten zwei Personen aus einem Fahrzeug gerettet werden, das in einen Bach geraten war. Diverse Strassen wurden gesperrt, darunter die Nationalstrasse A13.

(Bild: Kantonspolizei Graubünden)

Von Dienstagabend 22 Uhr bis Mittwochmorgen 9 Uhr gingen bei der Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Graubünden über 15 Meldungen zu Ereignissen mit Starkniederschlägen ein. In diversen Teilen des Kantons standen Feuerwehren, das Tiefbauamt und weitere Organisationen im Einsatz.

Besonders betroffen waren laut Polizeiangaben die Regionen Mesolcina und Rheinwald. In Splügen wurde beim oberen Bergbahnparkplatzes ein Auto vom ansteigenden «Hüscherabach» erfasst und in den Bach gerissen.

Mit einem Kranfahrzeug konnten die beiden Insassen unverletzt, jedoch unterkühlt aus dem Fahrzeug geborgen werden. In Cama wurden zwei Familien und in Medels Bewohner eines Hauses sowie deren Tiere aus dem Stall vorsorglich evakuiert

Mehrere Strassen gesperrt

Die Autostrasse A13 sowie die italienische Strasse H13 wurden bei Medels und bei Cabbiolo von Murgängen erfasst oder von den Wassermassen bedroht. Sowohl die A13 zwischen Thusis und Lostallo als auch H13 und der Splügenpass mussten gesperrt werden. Geschlossen werden musste ausserdem der San Bernardinotunnel.

Die A13 wird am Donnerstag morgen um 9 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben, wie es bei der Kantonspolizei Graubünden auf Anfrage hiess. Der Splügenpass bleibt sicher bis Montag geschlossen.

Auf dem übrigen Bündner Kantonsgebiet kam es zu Verkehrsbehinderungen oder Umleitungen. Die Einsatzkräfte nahmen die Aufräum- und Sicherungsarbeiten am Mittwochmorgen mit Hochdruck auf.

Die Matterhorn Gotthard Bahn meldete am Mittwochmittag, dass der Betrieb am Autoverlad Furka, zwischen Oberwald VS und Realp UR, eingestellt worden sei. Der Grund sei ein Erdrutsch auf der Strasse zwischen Realp und Hospental. Ab 18:35 Uhr verkehrten die Züge wieder gemäss Fahrplan.

Regenmengen eines ganzen Monat

Der Wetterdienst Meteonews schrieb am Mittwoch von «teils unwetterartigen Regenmengen» in der Schweiz. Die seit Sonntag gemessenen Mengen hätten teilweise die durchschnittlichen Regenmengen, welche über den ganze Monat Juni verteilt fielen, überstiegen. Für neue Niederschlagsrekorde habe es aber nicht gereicht.

In einer stark ausgeprägten südlichen Höhenströmung wurden seit Sonntag sehr feuchte und labile Luftmassen in den Alpenraum geführt, die kräftige und gewittrig durchsetzte Niederschläge auslösten. Starker Regen prasselte laut Meteonews nieder in der Region Bern, in der Zentralschweiz und in der Ostschweiz. Die Niederschlagsmengen hätten sich auf 30 bis 60 Millimeter summiert.

In der Romandie, entlang des Juras, im Chablais, im Obergoms, im Gotthardgebiet sowie in Teilen der Surselva kamen verbreitet 60 bis 90 Millimeter, stellenweise auch über 100 Millimeter Regen zusammen. Am meisten Niederschlag fiel gemäss Meteonews zwischen der Simplonsüdseite und dem Sopraceneri mit 150 bis knapp 200 Millimetern.

Besser wird das Wetter gemäss den Wetterdiensten am Donnerstag und Freitag, wenn ein Zwischenhoch die Lage bestimmt. Unbeständig soll es dann wieder am Wochenende werden. (sda)

Hinterrhein erreicht Rekordmarke in Fürstenau

Bei der Messstadion Fürstenau knackte der Hinterrhein die Marke der Gefahrenstufe 4 von 5.

#Aktuell 773 m3/s Abfluss beim #Hinterrhein – neuer #Rekord! (Messreihe seit 1974) Bisher lag der höchste gemessene Wert bei 713 m3/s am 27.09.1981. #Rhein #Hochwassergefahr Quelle: BAFU ^ng pic.twitter.com/sbtGCv4QG6

— SRF Meteo (@srfmeteo) 12. Juni 2019

Rhein trat bei St. Margrethen über die Ufer

Bahnstrecke unterbrochen

Die Niederschläge beeinträchtigen auch den Schienenverkehr. Wegen eines Erdrutsches ist die Strecke zwischen Erstfeld und Göschenen unterbrochen. Die Fernverkehrszüge zwischen Erstfeld und Bellinzona fallen auf dem betroffenen Abschnitt aus und werden durch Busse ersetzt. Die Störung dürfte laut den SBB um 12 Uhr behoben sein.

Rhein erreicht Hochwassermarke 1

Die Schweizerischen Rheinhäfen melden am Dienstagmorgen, dass die Hochwassermarke I am Pegel Basel-Rheinhalle überschritten wurde. Der Aktuelle Pegelstand beträge 719 cm.

Unwetter der Stufe Rot

Besonders betroffen waren laut den Unwetterkarten einige Regionen in der Romandie, die Zentralschweiz und der Kanton Graubünden. So erhöhte Meteosuisse in der Nacht auf Dienstag etwa für Gamsen VS die Unwetterwarnstufe auf Orange. Für die Region Chur wurde sogar ein Unwetter der Stufe Rot registriert. Die Meteocentrale schrieb, es bestünde die Gefahr von Hagel, Starkregen und Sturmböen. Die Blitzaktivität sei zudem hoch. Das Zentrum des Gewitters habe im Bereich Innerferrea GR gelegen.

Gotthard wegen Hochwasser gesperrt

Wie TCS Verkehr in der Nacht zudem auf Twitter mitteilte, wurde die A2 am Gotthard zwischen der Verzweigung Altdorf und Amsteg in beiden Richtungen für den Durchgangsverkehr aufgrund von Hochwasser gesperrt. Laut TCS Verkehr gibt es auch im Tessin viel Geröll auf einigen Strassen.

Kritische Pegelstände

Wegen der anhaltenden Niederschläge führt die Reuss im Kanton Uri viel Wasser. Die Pegel überschritten einen Grenzwert, weshalb laut der zuständigen Kantonspolizei in der Nacht auf Dienstag diverse Interventionsmassnahmen eingeleitet werden mussten. Am Sonntagabend ging ausserdem bereits ein Murgang auf die Strasse zwischen Wassen und Meien nieder. Es kam dabei zwar niemand zu Schaden, wie ein Sprecher der Kantonspolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montagabend sagte. Die Strasse musste dennoch für den Verkehr geschlossen werden.

PKW durch Schlammlawine beschädigt

Obendrein wurde laut der Kantonspolizei Uri die Strasse Gurtnellen UR – Intschi UR wegen Elementarereignissen gesperrt. Im Bereich Gurtnellen, Steintal, ging eine Schlammlawine nieder und habe einen Personenwagen beschädigt. In der Folge mussten laut den Behörden neun Personen aus dem Gefahrenbereich evakuiert werden. Verletzt wurde beim Niedergang aber niemand.

Gegen 5 Uhr habe sich die Lage normalisiert und die A2 wurde für sämtlichen Verkehr wieder geöffnet, hiess es weiter im Communiqué der Kantonspolizei Uri am Dienstagmorgen.