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Massimo Ceccaroni zum Nachwuchszentrum in Indien. (Video Telebasel)

Basel

«In Indien wollen alle Fussball spielen»

Während der Fokus rund um den FC Basel wieder auf dem Fussball liegt, nimmt das Projekt in Indien weiter Formen an.

Sieben Mal ist FCB-Nachwuchschef Massimo Ceccaroni in diesem Jahr nach Indien gereist. Das Projekt bei Chennai City nimmt immer mehr Formen an. «Es läuft sehr gut. Die Pläne für das Nachwuchszentrum stehen. Wir wissen, wo und wie wir bauen wollen. Nun geht es an die Umsetzung», so Ceccaroni.

Akademie im Bau

Während des Baus des Zentrums wird der ehemalige FCB-Rechtsverteidiger erneut für eine längere Zeit nach Indien reisen. Um die vorhandenen Nachwuchstrainer vor Ort auszubilden, damit sie bei Eröffnung der Akademie bereit sind.

Von Ende Oktober bis Weihnachten wird Massimo Ceccaroni vor Ort sein. «Dann bin ich an Weihnachten hier und gehe anschliessend nochmals zwei Monate. Es braucht eine gewisse Konstanz in meiner Anwesenheit, welche auch gefordert wird. Die Leute brauchen meine Unterstützung», so Ceccaroni.

Ausbildung im Fokus

Die Menschen vor Ort seien sehr motiviert. Auch weil sie wissen, dass in einem Jahr eine fertige Akademie auf sie warten wird. Mit neuen Trainingsplätzen, Kunstrasenplätzen, Krafträumen und Physio-Räumen. «Was sie bisher überhaupt nicht hatten. Die Verhältnisse in Chennai waren unterdurchschnittlich», meint Massimo Ceccaroni weiter.

Die Ausbildung des Personals in Indien stellt eine grosse Aufgabe dar. «Die Inder haben nicht dasselbe Ausbildungssystem wie wir. Auch nicht dasselbe Niveau. Sie sind noch sehr militärisch unterwegs. Mit Zweierreihe und alle machen dasselbe. Das ist bei uns natürlich komplett anders», erklärt der FCB-Nachwuchschef.

Grosses Potenzial

«Ich probiere ihnen unsere Trainingsmethoden beizubringen. Und auch die Philosophie des FCB. Wie man mit den Jungs umgehen will. Aber gleichzeitig auch die indische Kultur nicht aussen vor zu lassen», so Ceccaroni. Die Kinder seien anders. Genauso die Trainer. Dementsprechend müsse man auch den richtigen Zugang finden.

Aber wie viele Kinder wollen überhaupt in Indien Fussball spielen? «Alle», meint Massimo Ceccaroni und erklärt: «Cricket ist natürlich der Volkssport. Wenn man Cricket-Spieler wird, dann erhält man sehr viel Anerkennung und Geld. Aber nicht jeder kann Cricket spielen. Also geht man Fussball spielen. Das Problem aber ist, dass es keine Infrastruktur hat. Und die Kinder vom Land, die in der Stadt Fussball spielen wollen, kommen gar nicht in die Stadt, weil sie keine Möglichkeit haben, dorthin zu gelangen. Auch der Staat unternimmt diesbezüglich viel, damit diese Kinder endlich Fussball spielen können. Es hat also genug Potenzial.»

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