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(Video: Telebasel)

Basel

«Die Mannschaft war am Anschlag»

Das intensive Programm des FCB hat seine Spuren hinterlassen. Gegen St. Gallen wirkten die Basler ausgelaugt. Kommt die Nati-Pause also genau richtig?

Der FCB lief am vergangenen Sonntag in der Ostschweiz auf den Felgen. Auch wenn St. Gallen über 90 Minuten powerte. Das intensive Programm der letzten drei Wochen hat bei Rotblau seine Spuren klar hinterlassen.

Körperlich und mental müde

«Das Spiel in der Türkei hat enorm viel Kraft gekostet. Auch wenn ein gutes Resultat herausgespielt wurde. Gegen St. Gallen hat man dann schon gesehen, dass dem FCB, besonders im Umschaltspiel nach vorne, die Kraft fehlte», meint FCB-Legende Erni Maissen. Dafür sei man defensiv hervorragend gestanden. Man habe den Ostschweizern praktisch keine Möglichkeiten zugesprochen. Obwohl die Hausherren brutal Druck gemacht hätten.

Nicht nur die Beine schienen schwer am Sonntag. Auch mental schienen die Spieler nicht auf der Höhe. «Es gab einzelne Aktionen, bei denen man die mentale Frische ein bisschen vermisste», sagt Massimo Ceccaroni. Dass die Batterien nach drei englischen Wochen leer seien, das sei nachvollziehbar. «Marcel Koller hat auch nicht so viel geändert in der Aufstellung. Es geht schlicht ans Eingemachte, wenn man alle drei Tage spielt. Das hat man dem Team angesehen», sagt Erni Maissen.

Braucht es mehr Rotation beim FCB?

Trotzdem hätte man das Spiel gegen St. Gallen fast noch gewinnen müssen. Erni Maissen spricht die Kopfballchance von Luca Zuffi und den Abschluss von Kemal Ademi kurz vor Schluss an. «Das kann am Ende der Unterschied sein, ob man Erster ist in der Tabelle. Wenn man derart lange unter Druck ist und am Ende doch noch das Tor macht und dadurch gewinnt. Jetzt haben sie auf YB wieder zwei Punkte eingebüsst», sagt Maissen.

Man muss sich fragen: Wäre zu diesem Zeitpunkt mehr Rotation von Marcel Koller gefordert gewesen? «Er war vorsichtiger gegenüber dem letzten Spiel gegen St. Gallen. Darum hat er vermutlich nicht so viele Wechsel vorgenommen. Ob man nun mit anderen Spielern besser gewesen wäre, sei dahin gestellt», sagt Erni Maissen.

Nati-Pause im richtigen Moment?

Jetzt ist Nati-Pause. Die Möglichkeit für die Spieler, sich zu erholen. Falls sie nicht mit ihren Nationen im Einsatz stehen. Kommt nun diese Pause gerade richtig? Oder könnte der Lauf des FC Basel dadurch gebrochen werden? «Man hat jetzt doch gesehen, dass die Mannschaft müde wurde. Am Anschlag war. Dementsprechend kommt die Pause zum jetzigen Zeitpunkt zum richtigen Zeitpunkt», meint Erni Maissen.

Nicht gleicher, aber ähnlicher Meinung ist Massimo Ceccaroni: «Man darf nicht vergessen: Die Spieler sind darauf eingestellt, dass sie Wochenende für Wochenende oder in englischen Wochen funktionieren müssen. Aber eine Reise wie nach Trabzon, mit dem Flug am frühen Morgen, unregelmässig vor Ort essen, weniger schlafen. Das hat eine Auswirkung auf die Leistung der Spieler. Gleichzeitig hat man aber ein breites Kader zur Verfügung. Und Spieler, die sich sehr gut ergänzen. Die Spieler, die reinkommen, wollen zeigen, dass sie in der ersten Mannschaft stehen können. Das gibt dem Team eine gewisse Unberechenbarkeit».

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