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Der Telebasel News-Beitrag vom 7. Oktober 2019.

Baselland

Tenniker Radar geht in Rente

Der Radar auf der A2 bei Tenniken soll weichen. Grund dafür ist das hohe Alter des Kastens und die Tatsache, dass Raser den Standort kennen und abbremsen.

Der stationäre Radar auf der A2 bei Tenniken war wohl einer der berühmtesten der Region. Wegen des hohen Alters muss die Blitzkasten nun demontiert werden. Der Kanton verzichtet jedoch auf einen neuen Radar, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) erklärt. Grund dafür, dass die Geschwindigkeitsmessanlage nicht mehr ersetzt wird: Beim Streckenabschnitt in Tenniken handle es sich nicht um einen Unfallschwerpunkt.

Und ausserdem «ist der Radar vielen Autofahrenden bekannt und vor der Anlage wird oft abgebremst», sagt Esther Widmer, Mediensprecherin des Bundesamts für Strassen (ASTRA), auf Anfrage von Telebasel. «Hinsichtlich der Verkehrssicherheit können Geschwindigkeitskontrollen künftig in diesem Abschnitt mit mobilen Geräten durchgeführt werden.»

Radar-Anlagen lohnen sich in Basel-Stadt nach wie vor

In Basel-Stadt stehen insgesamt elf fixe Blitzkästen. Die sehen zwar alt aus, aber die Messgeräte im Innern seien durchaus noch zeitkonform. «Die fünf Messgeräte für fixe Radar-Anlagen werden abwechselnd an den elf Standorten betrieben», so Toprak Yerguz, Mediensprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements des Kantons Basel-Stadt.

Basel-Stadt plant vorerst keine Demontage der fixen Radar-Anlagen. «Unser Auftrag ist es, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Lohnen tut sich für uns eine Radar-Anlage dann, wenn wir merken, dass die Bussen über die Einsatzdauer abnehmen.»

Bussen nehmen kontinuierlich ab

Busseneinnahmen brächten der Polizei nichts, denn sie gingen in die allgemeine Staatskasse. «Aber die Vermeidung von Verkehrsunfällen bringt allen etwas. Keine Sachschäden, Verletzten oder gar Toten und dafür ungehinderter Verkehrsfluss», sagte Yerguz.

Geschwindigkeitsübertetungen hätten 2017 nur noch knapp 90’000 Franken eingebracht. Im Vergleich: 2011 war der Wert deutlich höher und lag bei 230’000 Franken.

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