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Der Telebasel News-Beitrag vom 3. Oktober 2019.
Basel

«Das ist ein Angriff auf die Demokratie!»

Die SVP will gegen Vandalen vorgehen. Die JUSO zerstöre gezielt ihre Plakate, sagt sie. Der Regionenleiter der Plakatgesellschaft findet, das stimme so nicht.

So schlimm war es noch nie. Überall in der Stadt werden Wahlplakate besudelt, zerrissen oder gar ganz heruntergerissen. Die SVP sieht sich als grösstes Opfer von Vandalen. «Das, was hier passiert, ist sehr schwerwiegend. Das ist ein Angriff auf die Demokratie. Interessant ist, dass bei den meisten Plakaten, die so zerstört sind, Kleber drauf gemacht werden von den Jungsozialisten oder von der BastA!», empört sich Oskar Herzig-Jonasch vom Wahlkampfteam der SVP.

JUSO vermutet Wahlkampagne dahinter

Diesen Vorwurf weist der Präsident der JUSO, Nicolas Eichenberger, zurück. Es stimme zwar, dass viele Kleber seiner Partei auf den Plakaten seien. Weder er, noch sonst jemand habe allerdings die Mitglieder dazu angestiftet: «Wir haben unsere Mitglieder aufgerufen, keine Plakate der SVP oder anderer Parteien zu bekleben und das ist das, was wir machen können».

Die SVP stelle sich als Opfer der Linken dar. Das sei eine Wahlkampagne, vermutet Nicolas Eichenberger. Auch Plakate der JUSO und der SP würden zerstört, nur beklage sich dort niemand lauthals.

Alle Parteien sind betroffen

Das bestätigt auch Christian Senn, Regionenleiter der Plakatgesellschaft, die für die meisten Wahlplakate in der Stadt zuständig ist. Es stimme zwar, dass dieses Jahr mehr Plakate zerstört würden als die Jahre zuvor. Allerdings zielen die Angriffe nicht nur auf die SVP. «Die Rechtsorientierten sind immer etwas mehr zerstört als die anderen, aber dieses Jahr ist es fast ausgeglichen. Die einen gehen auf die anderen los», so Christian Senn.

Die SVP fordert ihre Mitglieder nun dazu auf, Täter zu fotografieren oder zu filmen und die Dateien der Parteileitung zu schicken. Sie wolle gegen die Vandalen Anzeige erstatten.

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