An diesem Bahnübergang an der Winterthurerstrasse in Uster ZH wurde ein Auto fast von einem Zug erfasst. (Bild: Google Maps)

Schweiz

BMW auf Bahnübergang fast von Zug erfasst

In Uster ZH geriet eine Frau mit ihrem BMW zwischen die Schranken des Bahnübergangs. Sie entkam nur haarscharf einem heranbrausenden Zug.

Schon wieder: Bereits das dritte Mal in diesem Jahr gibt es in Uster ZH Probleme, weil Autos auf die Bahngleise geraten, die Schranken herunter fahren – und die Lenker nicht wissen, was sie tun sollen.

So geschehen auch am Dienstagabend beim Bahnübergang Winterthurerstrasse. Der BMW X5 einer 26-jährigen Frau steht zwischen den Barrieren, sie sitzt im Auto. Ein Augenzeuge schildert gegenüber dem «Blick» die Situation: Die Frau habe schnell gehandelt und ihren BMW innerhalb der Schranken ganz seitlich parkiert. Dann sei sie ausgestiegen, unter der Barriere durchgegangen und habe sich so in Sicherheit gebracht. Hilflos habe sie zugeschaut, wie der Zug angebraust kam, so der 26-jährige Zeuge.

«Lokführer hat keine Chance»

Der Zug fuhr schliesslich einige Meter am Auto vorbei, der Crash blieb aus. Danach sei die Frau wieder in den BMW gestiegen und weiter gefahren, so der Augenzeuge. Wie der BMW zwischen die Schranken des Bahnübergangs gelangen konnte, ist zurzeit noch nicht klar.

Die SBB bestätigen gegenüber dem «Blick» den heiklen Vorfall. Er sei den SBB bekannt, sagt Sprecher Reto Schärli, aber man wisse nicht, wer am Steuer sass. Schärli klärt über die Gefahr von solchen Situationen auf: «Ein Lokführer hat in solchen Fällen keine Chance, rechtzeitig zu bremsen, da der Bremsweg eines Zugs immer sehr lang ist – bei Regen sogar noch länger.»

Polizei rät: Schranke durchbrechen

Die Kantonspolizei Zürich rät in solchen Situationen, aufs Gas zu drücken und mit dem Auto die Schranke des Bahnübergangs zu durchbrechen. Die Schrankenbäume hätten eine Sollbruchstelle und seien so konstruiert, dass auch ein Kleinwagen sie durchbrechen könne. Falls der Motor nicht mehr anspringt, soll man das Auto umgehend verlassen und die Polizei über die Notrufnummer 117 alarmieren.

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