In Deutschland startet am Montag der Mammutprozess um den VW-Dieselskandal. (Symbolbild: Keystone)

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Mammutprozess in Deutschland um VW-Dieselskandal beginnt

Am Montag beginnt in Braunschweig der Mammutprozess um den VW-Dieselskandal. Die Verhandlung geht um Schadenersatzforderungen von betroffenen Kunden.

Vor dem Oberlandesgericht Braunschweig beginnt am heutigen Montag einer der grössten Prozesse im VW-Dieselskandal. In dem Musterverfahren geht es um Schadenersatzforderungen hunderttausender VW-Kunden, die sich durch die Manipulation von Abgaswerten geschädigt sehen.

Stellvertretend für die inzwischen fast 470’000 Käufer von Fahrzeugen der Marken VW, Audi, Seat und Skoda, die sich ins Klageregister in Deutschland eingetragen haben, zieht die Verbraucherzentrale des deutschen Bundesverbandes vor Gericht. Gut vier Jahre nach dem Auffliegen des Dieselskandals beginnt damit am Montag um 10.00 Uhr ein Mammutprozess zwischen klagenden Kunden und dem deutschen Volkswagen-Konzern. Die deutsche Regierung hatte im vergangenen Jahr die Möglichkeit geschaffen, Verbraucheransprüche zu bündeln.

Wegen des grossen öffentlichen Interesses verhandelt der 4. Zivilsenat in der Braunschweiger Stadthalle. Zum Auftakt dürfte es vor allem um Zulässigkeitsfragen gehen, also darum, ob die Anträge formell richtig gestellt sind. Experten rechnen mit einem langen Verfahren, das sich inklusive einer Runde beim deutschen Bundesgericht über vier Jahre hinziehen könnte. Allerdings wird auch ein Vergleich für möglich gehalten. Volkswagen bezeichnete dagegen eine Vergleichslösung wegen der vielen unterschiedlichen Fallkonstellationen bisher als «kaum vorstellbar».

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