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Der Telebasel News Beitrag vom 26. September 2019.

Basel

Das sind die Basler Extrem-Kandidaten

Mehr Geld für Umweltschutz oder weniger Ausgaben? Mehr Sozialstaat oder Kosten senken? Diese vier Nationalratskandidaten sind extrem unterschiedlich.

Simone Meier von den Grünen BL, Nicole Roth von der SVP BL,  Lucas Wirz von den Juso BS und Dominique Martin von der FDP BS – sie alle haben etwas gemein. Alle wollen sie nach Bern. Geht es aber um das Thema Umweltschutz, so sagt die Wahlempfehlungsplattform Smartvote, könnten die Meinungen von Roth und Meier kaum unterschiedlicher sein.

Keine «Klima-Hysterie»

«Ich denke, es bräuchte einerseits andere Gesetze und Regelungen, strengere Vorschriften», so Simone Meier. «Auf der anderen Seite braucht es auch Förderungen von erneuerbaren Energien und Innovation, die in eine Richtung gehen, damit wir unseren Umweltschutz verbessern können.» Nicole Roth von der Baselbieter SVP sieht dies ganz anders: «Ich bin eher für konstruktive Diskussionen und Lösungsvorschläge. Lösungsvorschläge mit erneuerbaren Energien. Ich bin eher für das als für die Klima-Hysterie und die Angstmacherei. Und vor allem bin ich gegen Verbote.»

«Ein Gratis-U-Abo für alle»

Lucas Wirz und Dominique Martin haben das Heu beim Thema Sozialstaat überhaupt nicht auf der gleichen Bühne. Soll man mehr oder weniger ausgeben für die sozial Schwächsten? «Da muss eindeutig noch mehr gemacht werden», sagt Lucas Wirz. «Wenn wir den ÖV nehmen. Junge sollen einfach darauf getrimmt werden, den ÖV zu nehmen und zwar mit einem Gratis-U-Abo für alle. Ausserdem kann es nicht sein, dass Leute am Ende des Monats nicht wissen, wie sie ihre Krankenkasse bezahlen sollen und sich Sorgen machen müssen, wie sie überleben.»

Dominique Martin von der Basler FDP sieht dies anders. Wichtig seien Kostensenkungen. «Die Kosten sollen gesenkt werden, aber nicht auf dem Rücken der Armen. Sondern man sollte die Probleme bei der Wurzel packen. Sei es als Beispiel steigende Lebenshaltungskosten oder Krankenkassenprämien oder auch Mieten, die aufgrund des Immobilienmarktes ebenfalls am steigen sind.»

Radikale Positionen helfen

Stefanie Bailer ist Politikwissenschaftlerin an der Uni Basel. Klare Positionen seien durchaus dienlich, um gewählt zu werden, meint Bailer. «Hierzu gibt es gerade in der Schweiz eine ganz neue Studie von der Uni Genf. Die haben dort herausgefunden, dass es zwar positiv ist, etwas extremer zu sein, aber nicht zu viel», so die Politikwissenschaftlerin. «Denn wenn der Kandidat zu extrem ist, dann spricht man ihm die Regierungsfähigkeit und Kooperationsbereitschaft ab.»

Ob den vier Kandidaten ihre klaren Positionen helfen, sehen Sie dann spätestens am 20. Oktober. Dann entscheidet nämlich das Schweizer Stimmvolk.

4 Kommentare

  1. Diversifikation: Ich hoffe sie gehen mit den hiefür notwendigen und richtigen Vorschlusslorbeeren ins Rennen! Meine Stimme hätte sicher der Kandidat der JUSO! Ich kann ja schliesslich nicht allen meine Stimme geben! Sorry, war so beeindruckt, vor allem von den Statements der Kandidatenn der SVP und FDP, dies widerspricht ja klar deren Parteilinien, da kam ich selber ins Strudeln. Meine Hochachtung, auch Diesen!Report

  2. Ergänzung: Meine Stimme hätte sicher der Kandidat der JUSO! Die anderen haben sehr vernünftige, sozial- und menschengerechte Lösungsvorstellungen für den Umweltschutz und Gerechte Umverteilung. Dies mutet vor allem in Bezug auf die Kandidaten der FDP und der SVP sehr erstaunlich an, stehen doch Diese ganz im Gegensatz zu deren Parteien und den von ihnen rausgegebenen Verlautbarungen.Report

  3. Klimahysterie????? Hallo, der Klimawandel ist Tatsache und gerade gestern wurde im Radio verkündet, dass die Klimaforscher sich anscheinend geirrt haben. Das Tempo indem sich dieser Prozess vollzieht gehe, nach jetzigem Wissensstand, leider doppelt so schnell als bisher angenommen. Und da spricht eine junge Frau, mit enorm viel Weitsicht und entsprechender Lebenserfahrung von HYSTERIE. Liebe Frau Roth, es wurde bereits vor ca. 10 Jahren, in einem Gremium von angesehenen Meteorologen, darüber diskutiert und dort hiess es doch tatsächlich praktisch dasselbe. Es wurde alles verharmlost und sogar behauptet, dies sei der normale Klimawandel, der eben so statt findet auf dieser Welt. Heutzutage werden wir eines besseren belehrt. Aber ich sage Ihnen, es kommt noch schlimmer. Eine große Weltkatastrophe wird kommen, so oder so. Denn mittlerweile ist es leider bereits zu spät, um dies abzuwenden. Wir haben nur noch eine Möglichkeit, es noch möglichist lange hinaus zu zögern, indem wir unser Verhalten gegenüber unserer Umwelt endlich komplett und radikal verändern. Endlich aufzuhören nach Ausreden zu suchen, damit man sein Verhalten Partout nicht ändern muss. Und Ihnen Frau Roht, wünsche ich viele Kinder, denen Sie dann erklären dürfen, weshalb sie in so einer kaputten Welt leben müssen, falls sie überhaupt noch können.👏👍👌✌️Report

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