Roger Diener erhält als erster Architekt den Kulturpreises der Stadt Basel. (Bild: Keystone)

Basel

Kulturpreis geht an Architekt Roger Diener

Mit Roger Diener wird erstmals ein Architekt Träger des Basler Kulturpreises. Der Kulturförderpreis geht an die Vokalkünstlerin Legion Seven.

Roger Diener und sein in Basel und Berlin angesiedeltes Büro Diener & Diener Architekten gehört seit vielen Jahren schon zu den Aushängeschildern der Architekturstadt Basel. Zu den viel beachteten Bauten des Büros gehören unter anderem die in den 1980er Jahren entstandene Wohnüberbauung an der Hammerstrasse in Basel oder der im Jahr 2000 fertiggestellte Erweiterungsbau der Schweizer Botschaft in Berlin.

Die Regierung würdigt die architektonische Handschrift des 69-jährigen Baslers, die bei jedem neuen Gebäude den Dialog mit der bestehenden Umgebung suche. Die Arbeiten seien geprägt von «ihrer reflektierten Auseinandersetzung mit dem Stadtraum, durch eine zurückhaltende, elegante Formensprache sowie durch einen sorgsamen Umgang mit der historisch gewachsenen Stadtstruktur», schreibt die Regierung.

Warteck-Überbauung im Kleinbasel

Die Regierung hebt überdies Dieners Engagement für die Quartier- und Stadtentwicklung hervor. Namentlich nennt sie unter anderem die in den 1990er Jahren entstandene Warteck-Überbauung im Kleinbasel, die durch ihre verdichtete Bauweise die Einrichtung eines Kultur- und Kreativwirtschaftszentrums in der benachbarten ehemaligen Brauerei ermöglichte.

Der Kulturpreis der Stadt Basel wird dieses Jahr zum 47. Mal in Folge verliehen und ist mit 20’000 Franken dotiert.

Kulturförderpreis an Legion Seven

Die Verleihung des Kulturpreises wird in diesem Jahr erstmals mit derjenigen des mit 10’000 Franken dotierten Kulturförderpreises verbunden. Dieser geht an die Vokalkünstlerin, Performerin und Autorin Legion Seven.

Die 1993 in Kanada geborene Künstlerin mit dem bürgerlichen Namen Sarah Reid ist seit 2012 als Mitglied verschiedener Formationen, aber auch als Solistin in der Basler Szene aktiv. Die Förderpreis-Jury würdigt insbesondere ihr Engagement für «People of Colour» oder LGBTQI (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Transsexual, Queer und Intersex Life), wie es in der Medienmitteilung heisst.

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