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Der Telebasel News Beitrag vom 25. September 2019.

Basel

Jetzt hat das «Grenzwert» auch keinen Tresor mehr

«Grenzwert»-Wirtin Cécile Grieder hat ihre Bar an das Feuer verloren. Nun ist auch der Tresor mit einem Haufen Geld weg – wurde er nach dem Brand gestohlen?

Sechs Wochen nach dem verheerenden Feuer in der Basler Rheingasse durfte Cécile Grieder das Gebäude erstmals betreten. Die Wirtin der «Grenzwert»-Bar traf am Montag auf ein Bild der Zerstörung. «Das Mobiliar, der Innenausbau – alles zerstört und unbrauchbar. An den Wänden sah ich Schimmel, der nach dem Einsatz des Löschwassers entstanden sein muss. Und der Boden ist total aufgeweicht», so Grieder gegenüber der «bz Basel». Zudem herrsche ein fürchterlicher Gestank.

Die Liegenschaft des «Schwarzen Bären» kurz nach dem Brand. (Video: Telebasel)

Von der Innenausstattung ist nichts mehr zu retten. Einzig den legendären Bären, der an der Bar ausgestellt gewesen war, nahm Grieder als Andenken ans alte Domizil mit. «Es hat sehr weh getan, die Bar in diesem Zustand zu sehen.»

8500 Franken sind weg

Die zerstörte Bar blieb für Grieder aber nicht der einzige Schock. Auf ihrem Rundgang durch die Brandruine musste sie feststellen, dass der Tresor nicht mehr da war. In diesem hätten sich 5000 Franken Bargeld befunden. Auch die Kasse mit 3500 Franken Einnahmen sowie die Portemonnaies der Mitarbeiter wurden laut Grieder geleert.

Die Wirtin ist überzeugt, dass der Tresor und das Geld gestohlen wurden. Das bedeutet fürs «Grenzwert» erneute Verluste in Höhe von 8500 Franken. Sollte es sich um Diebstahl handeln, stellt sich die Frage, wie die Täterschaft unbemerkt ins Gebäude gelangen konnten. Die Liegenschaft wurde nach dem Brand von der Sicherheitsfirma rund um die Uhr überwacht.

Ungenügende Überwachung?

Die Securitas wurde von der Basler Kantonspolizei beauftragt. Wieso hat diese den Tatort nicht selbst überwacht? «Aufgrund der absehbaren zeitlichen Dauer und um dazu nicht polizeiliche Kräfte aus der Grundversorgung abziehen zu müssen», sagt Polizeisprecher Martin Schütz der bz. Grieder fragt sich, wie ein solcher Diebstahl möglich ist. Ein Anwohner kritisiert gegenüber der Zeitung die Arbeit des Securitas-Personals vor Ort. Teils seien Leute am Abend auf den Gerüsten rumgeturnt.

Der Versuch seitens der Anwohner, die Sicherheitsfirma zu wechseln, scheiterte. Der Leiter der Securitas Basel, Timo Sollberger, habe auf Anfrage keine Stellung nehmen wollen, so die «bz».

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