Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 23. September 2019.

Basel

«Wir erwarten mehr Unterstützung von den Behörden»

Am Samstagabend sind bei einer Massenschlägerei vier Männer verletzt worden. Der Leiter der Freizeithalle Dreirosen sagt, es sei nur die Spitze des Eisbergs.

Bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung in der Dreirosenanlage wurden am Samstagabend vier Personen verletzt, eine davon schwer. Wie die Staatsanwaltschaft am selben Abend mitteilte, waren 15 bis 20 Personen an der Schlägerei beteiligt. Die Polizei hat daraufhin acht Personen festgenommen.

Konfliktzone Dreirosenanlage

Marc Moresi leitet seit 2006 die Freizeithalle Dreirosen und kennt viele der Anlagen-Besucher persönlich. Auch ihm sei aufgefallen, dass die Dreirosenanlage immer mehr zur Konfliktzone mutiert. Die zunehmende Gewalt würde auch die Anwohner beunruhigen. «Ich erlebe viele junge Leute hier, die uns jetzt signalisieren: Hey, wir haben Angst auf dieser Anlage zu sein.»

Gerade in den letzten Monaten hätten die Gewalttaten deutlich zugenommen. Dies liege zum Teil auch daran, dass rivalisierende Drogendealer-Banden teilweise keine Perspektiven oder Aufenthaltsbewilligungen hätten. «Dazu kommt, dass sie entweder keine Chancen haben sich zu integrieren oder sich nicht integrieren wollen.»

Problematik bekannt

Das Justiz- und Sicherheitsdepartement ist sich der Problematik bewusst und verschärft gerade in den Sommermonaten die Sicherheitsmassnahmen. «Die Kantonspolizei ist dort sowohl mit uniformierten Kräften, als auch mit zivilen Polizisten und Polizistinnen sehr präsent,» sagt der Sprecher der Polizei Martin Schütz.

Im Falle der Massenschlägerei am Samstagabend konnte die Polizei schnell eingreifen und acht Personen festnehmen. «Die Gewaltdelikte nehmen wir im Kanton Basel-Stadt sehr ernst. Das ist eines der drei Schwerpunktthemen, die der Regierungsrat in der Kriminalitätsbekämpfung definiert hat.»

Staatsanwaltschaft leitet Verfahren ein.

Die Staatsanwaltschaft führt Verfahren wegen Raufhandels und schwerer Körperverletzung. Sieben Verfahren wurden bei der Kriminalpolizei, eines bei der Jugendanwaltschaft eingereicht. Ausserdem wurde bei drei Erwachsenen beim Zwangsmassnahmengericht Antrag auf Untersuchungshaft gestellt, teilte die Staatsanwaltschaft schriftlich auf Anfrage mit.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*