19. Juni 2019: In Grönland stehen die Schlittenhunde wegen der Eisschmelze wortwörtlich im Wasser. (Bild: Keystone)

International

Welt-Wetterorganisation (WMO) schlägt Alarm

Die letzten fünf Jahren waren nach vorläufigen Berechnungen der Welt-Wetterorganisation (WMO) die heissesten Fünfjahresperiode seit Messbeginn.

Die durchschnittliche Temperatur weltweit habe zwischen 2015 und 2019 um 1,1 Grad über jener der vorindustriellen Zeit gelegen, heisst es darin. Verglichen mit der vorherigen Fünf-Jahres-Periode lag der Anstieg bei 0,2 Grad.

Um den Anstieg der Durchschnittstemperatur bis 2100 unter zwei Grad zu halten, müssten die Anstrengungen zur Reduzierung der Treibhausgase verdreifacht werden, sagte WMO-Generaldirektor Petteri Taalas. Um die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, sei eine Verfünffachung nötig.

Ziele des Weltklimaabkommens reichen nicht

Das Zwei-Grad-Ziel halten Wissenschaftler für das mindeste, um eine gefährliche Störung des Weltklimas abzuwenden. Im Weltklimaabkommen von Paris hatten Staaten vor vier Jahren vereinbart, eine Begrenzung von 1,5 Grad anzustreben.

«Alle Signale und Folgen des Klimawandels – der Anstieg des Meeresspiegels, der Eisverlust, das Extremwetter – sind stärker geworden», berichtete die WMO. Es sei dringend nötig, jetzt ehrgeizige Klimaziele zu setzen.

«Der Anstieg des Meeresspiegels beschleunigt sich und wir fürchten, dass ein abrupter Rückgang des Eises in der Antarktis und in Grönland die Entwicklung noch verschärft», sagte Taalas.

Die WMO trägt in dem Bericht zusammen mit wissenschaftlichen Instituten die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zum dramatischen Rückgang des Eises, dem Anstieg des Meeresspiegels, der Versauerung der Meere sowie den klimatischen Ursachen für extreme Hitzewellen, Waldbrände und Überschwemmungen zusammen.

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